Das Forum wird vom MANNdat e.V. (Impressum) für Diskussion und Informationsaustausch zur Verfügung gestellt. Es steht allen Interessierten zur Verfügung. Die Beiträge geben ausschließlich die Meinung der jeweiligen Verfasser wieder und sind keine Verlautbarungen von MANNdat. Eine Schreibberechtigung im Forum begründet weder eine Mitgliedschaft bei MANNdat, noch setzt sie sie voraus. Um einen Schreibzugang zu bekommen, bitte hier klicken. Bitte keine Beiträge oder Bilder aus fremden Quellen ohne ausdrückliche Genehmigung der Rechteinhaber hier einstellen. Statt dessen: Kommentierte Zitate mit Quellenangabe und Link. Kontakt: forumsverwaltung@forum-maennerrechte.de
Die Kommentarfunktion auf unserer Website erlaubt, einzelne Artikel auch unmittelbar dort zu kommentieren. Wir danken allen Teilnehmern an dem regen Gedankenaustausch recht herzlich und freuen uns auch in Zukunft über einen regen Gedankenaustausch.

Kemper schreibt über Wikipedia...

Michael Klein ⌂, United Kingdom, Sonntag, 18. November 2012, 12:53 (vor 2466 Tagen)

und ich schreibe über Wikipedia und Moral.

Da die Liste derjenigen, die Teile der Wikipedia als das sehen, was sie ist, nämlich eine Plattform zur Verbreitung ideologischer Inhalte, immer länger wird und die Zahl derer, die sich dagegen wehren, auch, hat es Andreas Kemper, aka, Schwarze Feder für notwendig befunden, einen "Schlachtruftext" zu verfassen, um die eigenen Anhänger zu scharen...

Da A.K. als alter "Freund" der Männer(rechts)bewegung immer auf einem moralisch hohen Ross reitet, habe ich den Beitrag im Wikipedia-Kurier zum Anlass genommen, um mich dem Thema, Wikipedia und Moral einmal eingehender zu widmen.

http://sciencefiles.org/2012/11/17/wikipedia-und-moral/

Kemper schreibt über Wikipedia...

Gismatis @, Basel, Sonntag, 18. November 2012, 13:40 (vor 2466 Tagen) @ Michael Klein

Der Aufruf an Andreas Kemper am Ende des Beitrags «Es ist nie zu spät – versuchen Sie es!» entspringt aber nicht einer tatsächlichen Erwartungshaltung, oder? Ich dachte auch mal, ich könne durch den Hinweis auf einen Text von Arne Hoffmann gewisse Leute dort zum Nachdenken anregen. Aber das geht nicht. Wer der Meinung ist, völlig im Recht zu sein, wird nie im Leben auf Leute hören, von denen er ausgeht, im Unrecht zu sein. Jedes Argument der Gegenseite muss da abprallen.

Dass es in einem der ersten Reaktionen auf den Beitrag von Frau Diefenbach auf der Diskussionsseite des Kuriers um den Umstand geht, dass zwei Personen dieselbe IP-Adresse haben, ist leider typisch für Wikipedia («Bevor ich über den Text auch nur ansatzweise nachdenke»). (Die IP-Adresse wurde übrigens mit einer in Teilen seltsamen Begründung für drei Tage gesperrt.)

Benutzer Schlesinger beschreibt in seiner Antwort das Problem sehr gut, ohne es allerdings als Problem zu sehen: «Wir wissen auch, dass wir Macht haben, die in diesem Moment gerade ihr zu spüren bekommt. Aber auch damit können wir virtuos umgehen, wir sind uns unseres Einflusses sehr wohl bewusst. Wir sind nur ein konzentriertes Abbild der Gesellschaft dort draußen, auch mit genau denselben Mehrheiten. Eure Manipulationsversuche sind daher zwecklos, ihr schadet euch nur selbst damit. Wikipedia werdet ihr nie in eurem Sinne beeinflussen können. Das haben Großkonzerne versucht, religiöse Eiferer und Politiker aller Couleur. Wer das nicht wahrhaben will, muss mit den Folgen seiner Weltfremdheit leben.»

Ich bin mir zwar sicher, dass Jimmy Wales eine Enzyklopädie wollte und kein Abbild der Gesellschaft, aber dazu müssten die Strukturen anders sein. So wie die Wikipedia funktioniert, kann man sie also offenbar wirklich nur verändern, wenn man die Gesellschaft verändert, woran wir ja arbeiten. Ob es die Wikipedia bis dahin noch gibt?

Kemper schreibt über Wikipedia...

Arne Hoffmann, Sonntag, 18. November 2012, 20:41 (vor 2466 Tagen) @ Gismatis

Hi Gismatis,

klar, was Schlesinger schreibt, ist blanker Narzissmus: "Ich habe die absolute Macht, aber weil ich so mördergeil bin genau zu wissen, wie ich damit umzugehen habe, prallt jede Kritik an mir ab, und meine Gegner müssen sich mir entweder beugen oder werden plattgemacht – jedenfalls haben sie keine Chance." Diese Denke findest du bei jedem (Möchtegern-)Diktator der Weltgeschichte und als Phantasie bei zahllosen pubertierenden Jugendlichen. Markus Kompa hat zu solchen Wikipedianern hier alles Nötige gesagt:
http://www.kanzleikompa.de/2010/05/06/wikimedia-wikipedia-wiki-immunity/

So wie die Wikipedia funktioniert, kann man sie also offenbar wirklich nur verändern, wenn man die Gesellschaft verändert, woran wir ja arbeiten.

Gerade nicht! Das Problem ist doch, dass Wikipedia es nicht mal schafft, sich an die eigenen Regeln zu halten, wenn es den Ideologen dort gerade in den Kram passt. Einfaches Beispiel:

"Quellen, deren Neutralität berechtigt angezweifelt werden kann (z. B. Aktivisten, Unternehmen, Interessengruppen, Konfliktparteien), sind in Wikipedia nur in den seltensten Fällen als Quelle geeignet. Wikipedia-Artikel dürfen ausdrücklich nicht primär mit parteiischen Quellen belegt sein." usw.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Belege#Umgang_mit_parteiischen_Informationsquellen

Wikipedia-Einträge wie "Männerrechtsbewegung", "Manndat", "Arne Hoffmann" und über weitere prominente Mitglieder unserer Bewegung fließen aber über mit Wertungen aus parteiischen Quellen. In dem Wikipedia-Eintrag über mich steht beispielsweise

"Laut dem Soziologen Andreas Kemper versuchte sich Hoffmann damit von seinen Anfängen zu distanzieren und sich als 'geschlechterdemokratisch bis links' darzustellen, um offizieller Ansprechpartner zu werden."

Mit anderen Worten: Kemper denkt sich irgendwas aus, was zwar keinen Sinn ergibt, da ich Zeit meines Lebens linke und keine rechte Positionen vertrete, und das er daher natürlich auch nicht belegen kann. Genausowenig Sinn ergibt sein Herumgespinne, ich wolle "offizieller Ansprechpartner" werden ... für wen? Für die Clowns vom Bundesforum? Damit ich in 50 Jahren mal für drei Wochen Gleichstellungsbeauftragter a la Markus Theunert werden könnte und sofort wieder rausflöge, sobald ich etwas sage, das Feministinnen nicht in den Kram passt? Es handelt sich offenkundig um eine reine Ad-personam-Attacke eines massiv parteiischen Konfliktbeteiligten, der sogar an der Bearbeitung des Wikipedia-Artikels über mich mitgewirkt hat. Es gibt keinen einzigen Menschen, der diese Debatte verfolgt und nicht weiß, dass Kemper Konfliktpartei ist. Verkauft wird sein Gekläffe aber dem mit der Materie nicht vertrauten Leser als Urteil eines "Soziologen". (Schön, dass wir jetzt Kempers Karriereziel kennen, aber das wird er nicht dadurch erreichen, dass ihn seine Komplizin in der Wikipedia so tituliert.)

Auf diese Weise könnte man mit zig weiteren Beispielen weitermachen. Grundsätze der Wikipedia wie NPOV, "keine Interessenskonflikte", "keine Theoriefindung", "richte keinen Schaden an" usw. usf. werden durchgehend gebrochen, weil die Ideologen dort inzwischen die Oberhand haben. Man müsste keineswegs erst die gesamte Gesellschaft reformieren, um aus der Wikipedia ein seriöses Lexikon zu machen. Dass man sich dort wieder an die eigenen Regeln hält, statt gezielt Indoktrination zu betreiben, würde vollkommen ausreichen.

Herzliche Grüße

Arne

die Rülpsgesänge der lila Wikipedianer

Eugen, Montag, 19. November 2012, 09:45 (vor 2466 Tagen) @ Arne Hoffmann

Hallo Arne,

der Gedanke, die Qualität der Wikipedia-Einträge würde sich durch schrittweise Überarbeitungen verbessern, wird durch das Konzept der Anonymität konterkariert. Das ist eine Einladung an wichtigtuerische Gernegroße wie Kemper, Fiona Baine, Schlesinger, oder wie diese Pappnasen sich immer nennen, um dort ihre Orgasmusschwierigkeiten zu kompensieren. Zu deren Themen ist die Wikipedia kein Deut besser, als das schlimmste anonyme Forum, betrieben auf einem Server in der Karibik oder so.

Es ist sicher ärgerlich, dort einen Haufen Unfug über sich lesen zu müssen, noch dazu mit dem Anschein lexikalischer Objektivität. Aber die Bedeutung dieser Wikipedia muss man nicht überschätzen. So weiß ich z. B. dass die Medien sich noch immer über unsere Homepage über uns informiert haben und auch von dort auf uns zu gekommen sind - wie ich ausdrücklich immer abfrage.

Insofern kann es uns nur recht sein, wenn die Pappnasen ihre Zeit mit Wikipedia verplempern. Wikipedia-Einträge, z. B. über die Männerrechtsbewegung oder gar über MANNdat sind nach meiner Einschätzung vollkommen wirkungs- und bedeutungslos - im Hinblick auf unsere Ziele. Sie halten uns höchstens auf, wenn wir uns mit ihnen beschäftigen, statt mit unseren Zielen.

Ich habe auch schon in Foren unserer "lieben Freunde" den größten Blödsinn über mich lesen müssen. Abwechselnd war ich dort ein Rechter, ein Linker, ein Bolschewik, ein wasweißichnochalles.

Rülpsgesänge! Das hält mich nicht auf!

Tröstlicher Gruß, Eugen

Kemper über Wikipedia und wie man es machen könnte

Bruno K., Montag, 19. November 2012, 21:25 (vor 2465 Tagen) @ Arne Hoffmann

Hallo Arne,

danke für den interessanten Widerspruch, den ich bestätigen kann. Wikipedia
hat sich geweigert falsch oder unterstellende Äußerungen über uns zu ändern
oder herauszunehmen, obwohl wir Wikipedia darauf hingewiesen haben.

Damit öffnet Wikipedia seine Pforten für diejenigen, die Wikipedia für ihre
ideologische Botschaft missbrauchen wollen. Wenn beispielsweise ein
Radikalfeminist 1, nennen wir ihn fiktiv (Übereinstimmungen mit
existierenden Personen wären rein zufällig) „Schlamper“, und
Radikalfeminist 2, nennen wir ihn fiktiv (Übereinstimmungen mit
existierenden Personen wären rein zufällig) „Bosenrock“, hätten einfach
Lust, einen ehrenamtlichen Verein, nennen wir ihn fiktiv (Übereinstimmungen
mit existierenden Personen wären rein zufällig) „DANNmat“ zu diffamieren,
einfach weil sie sich daran aufgeilen. Schlamper sagt zu Bosenrock: „Du,
mach doch mal eine Hetzstudie, die wir kurzerhand einfach „Expertise“
nennen und die DANNmat diffamiert. Hier das Geld.“ Bosenrock lässt sich für
den Mist bezahlen (er ist jung und braucht das Geld) macht das Hetzpamphlet und Schlamper schreibt einen
diffamierenden Artikel in Wikipedia und zitiert dieses unseriöse
Hetzpamphlet als Quelle und voilá, schon hätten wir in Wikipedia einen
verleumderischen Artikel, der „Wissenschaftlichkeit“ suggeriert. Aber wie
gesagt, das ist rein fiktiv. So könnte man es tun, aber wer wäre für solch eine verwerfliche Tat fähig;-)

Kemper schreibt über Wikipedia...

Gismatis @, Basel, Dienstag, 20. November 2012, 00:27 (vor 2465 Tagen) @ Arne Hoffmann

Tag Arne

Auf diese Weise könnte man mit zig weiteren Beispielen weitermachen. Grundsätze der Wikipedia wie NPOV, "keine Interessenskonflikte", "keine Theoriefindung", "richte keinen Schaden an" usw. usf. werden durchgehend gebrochen, weil die Ideologen dort inzwischen die Oberhand haben. Man müsste keineswegs erst die gesamte Gesellschaft reformieren, um aus der Wikipedia ein seriöses Lexikon zu machen. Dass man sich dort wieder an die eigenen Regeln hält, statt gezielt Indoktrination zu betreiben, würde vollkommen ausreichen.

Das Problem ist doch, dass sie das gar nicht wollen, bzw. dass sie sich tatsächlich einbilden, genau dies zu tun. Ich sehe im Moment keine Möglichkeit, die Wikipedia zu verändern. Sie wird sich verändern, wenn die Gesellschaft sich ändert.

Der Fehler bei Wikipedia war meines Erachtens, dass man davon ausging, man könne die Autoren einfach machen lassen. Bei umstrittenen Themen funktioniert das Wikiprinzip jedoch nicht. Die Administratoren sind entweder überfodert oder wollen sich nicht einmischen. Eine starke Verbesserung wäre es ja nur schon, wenn die Anzahl Bearbeitungen pro Tag und Artikel stark eingeschränkt wäre, sodass Arbeitslose und Berufstätige die gleichen Chancen hätten.

Liebe Grüße

Gismatis

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum