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Der Fluch, der auf Hewlett Packard lastet

AndreasKs., Donnerstag, 19. August 2010, 18:59 (vor 3261 Tagen)
bearbeitet von AndreasKs., Donnerstag, 19. August 2010, 19:05

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HP was the original Silicon Valley start-up: Bill and Dave founded the company in a Palo Alto garage in 1938 with an investment of $538 and turned it into the world’s most influential high-tech company. HP not only launched a succession of world-changing products, such as the pocket calculator. It also embodied a management style—the HP way—that emphasised high ethical standards and collegial behaviour.

HP war der die erste Firmengründung im Silicon Valley: Bill und Dave gründeten die Firma in einer Garage in Palo Alto 1938 mit 538 $ und machten daraus die weltweit einflußreichste High-tech-Firma. HP führte nicht nur eine ganze Reihe von Produkten, die die Welt veränderten, ein, wie etwa den Taschenrechner. Es verkörterte auch einen neuen Managementstil – die Art und Weise von HP – die hohe ethische Standards und kollegiales Verhalten verkörperte.

But in the late 1990s something strange happened to this great organisation—the equivalent of a deranged hairy-bellied scientist getting hold of the company’s DNA and adding a dangerous dose of Hollywood flakiness. The HP story suddenly acquired some unexpected new ingredients: a boardroom coup (Carly Fiorina was brought in as the first female chief executive of a Dow-30 company but was tossed out after the company lost half its value); a corporate spying scandal (Patricia Dunn, the company’s chairwoman, was also binned after it emerged that she had used a private security firm to spy on board members and journalists); obscene pay-packets (Ms Fiorina was paid more than $20m to leave); and improbable second acts (Ms Fiorina is now running as a Republican candidate for the Senate).

Aber in den späten 1990ern widerfuhr dieser großartigen Organisation Seltsames – etwa als ob ein Wissenschaftler mit haarigem Wanzt die DNA der Firma in die Hand bekommt und eine gefährliche Dosis Hollywood-Spinnkram einbaut. Die Geschichte von HP hatte plötzlich unerwartete, neue Zutaten aufzuweisen: einen Vorstands-Putsch (Carly Fiorina wurde eingebracht als der erste weibliche Vorstand einer Dow-30-Firma, wurde aber wieder rausgeworfen als die Firma die Hälfte ihres Wertes verloren hatte); einen Spionage-Skandal (Patricia Dunn, die Vorstandvorsitzende, wurde ebenfalls gegangen als herauskam, daß sie eine Privatdetektei beauftragt hatte, die anderen Vorstandsmitglieder und Journalisten auszuforschen); obszöne Gehälter (Frau Fiorina bekam mehr als 20 Millionen $ damit sie ging); und unpassende Zweitbesetzungen (Frau Fiorina versucht sich nun als Senatskandidatin der Republikaner).

Tags:
Wirtschaft Frauen Quoten

Fortsetzung 1

AndreasKs., Donnerstag, 19. August 2010, 19:01 (vor 3261 Tagen) @ AndreasKs.
bearbeitet von AndreasKs., Freitag, 20. August 2010, 11:55

The company did its best to rid itself of its new Hollywood DNA by appointing Mark Hurd—a nerdy-looking numbers guy—as chief executive in 2005. But on August 6th the news broke that Mr Hurd has had more than numbers on his mind. Two more improbable characters entered the HP story. One was Jodie Fisher, a former soft-core-porn and B-movie actress who had helped at corporate events for HP. The other was Gloria Allred, a Los Angeles lawyer who had previously locked horns with O.J. Simpson, Britney Spears and Tiger Woods. Mr Hurd resigned amid stories of sexual harassment and iffy expense reports—and HP saw $10 billion briefly wiped off its stockmarket value …

Die Firma tat ihr Bestes, die neue Hollywood-DNA wieder loszuwerden, indem sie 2005 Mark Hurd als Vorstandsvorsitzenden auf den Schild hob – ein schüchtern wirkender Zahlentyp. Aber am 6. August ging herum, Herr Hurd habe mehr nur als Zahlen im Kopf. Zwei weitere unpassende Charaktäre gelangten an Bord der HP-Geschichte. Eine davon war Jodie Fisher, eine frühere Softporno- und B-Klassen-Film-Darstellerin, die bis dahin bei Firmenfeiern ausgeholfen hatte. Die andere war Gloria Allred, eine Anwältin aus Los Angeles, die sich zuvor schon mit O. J. Simpson, Britney Spears und Tiger Woods angelegt hatte. Herr Hurd trat zurück inmitten von Geschichten über sexuelle Belästigung und zweifelhafter Berichte über seine Ausgaben – und HP sah seinen Börsenwert schnell um 10 Milliarden $ reduziert …

The problem for HP is that Mr Hurd deserved his money more than most other chief executives. The company’s share price doubled on his watch. HP sped past IBM to become the world’s largest information-technology company by revenues. It also became the first IT company to have sales of more than $100 billion. Mr Hurd restored HP to its former glory as the world’s biggest maker of personal computers. He prepared the ground for further growth by putting together a succession of multibillion-dollar deals, snapping up Electronic Data Systems (EDS), 3Com and Palm. And he did all this while squeezing costs.

Das Problem für HP ist, daß Herr Hurd sein Geld Wert war, viel mehr als die meisten anderen Vorstandsvorsitzenden. Der Aktienkurs verdoppelte sich in seiner Zeit. HP zog an IBM vorbei und wurde die weltweit größte IT-Firma nach Umsatz. Es wurde die erste IT-Firma mit mehr als 100-Milliarden-$ Verkäufen. Herr Hurd stelle HPs früheren Ruf als weltweit größter PC-Hersteller wieder her. Er bereitete den Boden für weiteres Wachstum, indem er eine Reihe von Multi-Milliarden-Dollar-Abschlüssen realisierte, er schnappte sich Electronic Data Systems (EDS), 3Com und Palm. Und all das tat er während er nebenbei noch die Kosten reduzierte.

Fortsetzung 2

AndreasKs., Donnerstag, 19. August 2010, 19:02 (vor 3261 Tagen) @ AndreasKs.
bearbeitet von AndreasKs., Donnerstag, 19. August 2010, 19:33

HP is now struggling to fill not one but two top positions: Mr Hurd doubled as chief executive and chairman (despite pointed warnings from corporate reformers). His abrupt departure also leaves HP grappling with innumerable questions. Why exactly is Mr Hurd leaving? Ms Fisher says that the two never had sex and that her complaint against him—about which she remains tight-lipped—was settled without a lawsuit. The board’s charge sheet on Mr Hurd focuses on dodgy expense claims. It is all rather confusing. If his ethical lapses were serious, then why is he being given a golden parachute of $12.2m? And if they weren’t serious, then why is the company getting rid of a star chief executive? Larry Ellison, Oracle’s chief executive, calls it “the worst personnel decision since the idiots on the Apple board fired Steve Jobs many years ago” …

Nun muss HP kämpfen, nicht nur eine, sondern zwei Top-Positionen neu zu besetzen. Herr Hurd übte zwei Funktionen aus: er leitete Vorstandsvorsitz und operatives Geschäft (entgegen ausdrücklicher Warnung von Reformern). Sein plötzlicher Abgang lässt HP außerdem mit unzähligen ungelösten Fragen zurück. Warum genau muss Herr Hurd gehen? Frau Fisher sagt, die beiden hätten nie Sex gehabt und ihre Klagen über ihn – bezüglich derer sie schmallippig bleibt – seien ohne Gerichtsverfahren beilegt worden. Das Belastungspapier der Geschäftsleitung gegen Hurd befasst sich schwerpunktmäßig mit ausgekochten Vorwürfen bezüglicher seiner Ausgaben. Es ist alles ziemlich verwirrend. Wenn sein Fehlverhalten aber schwerwiegend gewesen sein sollte, warum kriegt er dann einen goldenen Fallschirm über 12,2 Millionen $ zum Abschied? Und wenn sie nicht schwerwiegend waren, warum will die Firma dann ihren Star-Manager loswerden? Larry Ellison, der Topmanager von Oracle, nennt das Ganze „die schlechteste Personalentscheidung seit die Idioten von Apple Steve Jobs gefeuert haben vor vielen Jahren“ …

And history suggests that a good one can make the difference between success and failure: look at how Lou Gerstner revived IBM or how Jack Welch opened up General Electric’s lead over Westinghouse. Or look at the way that HP itself began to crumble under Ms Fiorina.

Die Geschichte zeigt, dass ein Guter den Unterschied ausmachen kann zwischen Erfolg und Scheitern: schaut euch an wie Lou Gerstner IBM wiederbelebt hat oder wie Jack Welch den Vorsprung von General Electric vor Westinghouse ausgebaut hat. Oder guckt euch die Art und Weise an, wie HP zu zerfallen begann unter Frau Fiorina.

Quelle: The Economist

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Ich sage: Man kann entweder Regularien etablieren, die dem Geschäftserfolg günstig sind, oder man kann Regularien etablieren, die dem Feminismus günstig sind. Zwei Göttern kann man nicht gleichzeitig dienen. Und wenn es in der Wirtschaft jetzt um das Geschlecht gehen soll, dann sieht es schlecht aus für Wohlstand und Beschäftigung.

Frauenquoten für Spitzenpositionen sind Gender-Planwirtschaft.

Gruß

Andreas

PS: Wie lange dauert es wohl noch, bis bei uns ein Vorstandsvorsitzender von BMW oder Mercedes von einer Kelly Trump aus dem Amt gejagt wird? Und was würde das für den Automobilstandord Deutschland bedeuten?

Fortsetzung 2

Eugen, Donnerstag, 19. August 2010, 19:55 (vor 3260 Tagen) @ AndreasKs.

Ich sage: Man kann entweder Regularien etablieren, die dem Geschäftserfolg günstig sind, oder man kann Regularien etablieren, die dem Feminismus günstig sind. Zwei Göttern kann man nicht gleichzeitig dienen. Und wenn es in der Wirtschaft jetzt um das Geschlecht gehen soll, dann sieht es schlecht aus für Wohlstand und Beschäftigung.
Frauenquoten für Spitzenpositionen sind Gender-Planwirtschaft.
Gruß
Andreas


Sehr interessanter Beitrag! Und völlige Zustimmung: Zwei Geschäftskonzepte sind eins zu viel!

Gruß, Eugen

Fortsetzung 2

Frank, Sonntag, 22. August 2010, 10:27 (vor 3258 Tagen) @ AndreasKs.

Ich sage: Man kann entweder Regularien etablieren, die dem Geschäftserfolg günstig sind, oder man kann Regularien etablieren, die dem Feminismus günstig sind. Zwei Göttern kann man nicht gleichzeitig dienen. Und wenn es in der Wirtschaft jetzt um das Geschlecht gehen soll, dann sieht es schlecht aus für Wohlstand und Beschäftigung.

Frauenquoten für Spitzenpositionen sind Gender-Planwirtschaft.


Es wäre interessant, einmal die Szenarien aufzustellen, die sich als Folge dieser Planwirtschaft ergeben: Verlagerung von (noch mehr) Firmen ins Ausland, zunehmende Abwanderung fähiger männlicher Spitzenkräfte, die Herrschaft von (noch mehr) Nieten in Nadelstreifen und Kostüm in den Chefetagen der Großkonzerne, schlechtes Image der Quotenfrauen in den Vorständen (die immer im Ruf stehen werden, ihren Job nicht ihrer Qualifikation zu verdanken zu haben, sondern alleine ihrem Frausein). Und so weiter.

Und wenn ich dann lese, mit welchen Begründungen die Befürworterinnen der Quote argumentieren, wird mir einfach nur schlecht:


CSU-Politikerin für mehr Frauen im Management

München (kna). Die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) hat für mehr Frauen in Führungspositionen plädiert. "Leider werden die meisten Spitzenjobs immer noch aus Prinzip mit Männern besetzt", sagte sie der Illustrierten "Bunte". Sie kritisierte, dass viele Männer meinten, allein die Tatsache, ein Mann zu sein, qualifiziere sie für eine Führungsposition. Auf die Frage, ob sie sich das Amt des Ministerpräsidenten zutraue, habe sie gesagt: "Können könnt ich's."

rp-online


Solche klischeehaften Vorstellungen geistern also in den Köpfen verantwortlicher Politikerinnen herum. Weil leider sehr viele von ihnen so denken und weil leider zu viele von denen wichtige Entscheidungen mit treffen, werden wir bald eine Frauenquote in der Wirtschaft haben. Es ist einfach nur beschämend.

Fortsetzung 2

Dampflok, Sonntag, 22. August 2010, 10:51 (vor 3258 Tagen) @ Frank

München (kna). Die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) hat für mehr Frauen in Führungspositionen plädiert. "Leider werden die meisten Spitzenjobs immer noch aus Prinzip mit Männern besetzt", sagte sie der Illustrierten "Bunte". Sie kritisierte, dass viele Männer meinten, allein die Tatsache, ein Mann zu sein, qualifiziere sie für eine Führungsposition.


Das ist die klassische Projektion: Viele feministinnen projizieren ihre Ängste und Vorurteile auf den "Feind".

Ich habe bisher keinen einzigen Mann kennengelernt, der bei seiner Einstellungspraxis das Geschlecht als Bedingung gemacht hat. Es war immer der aus der Person zu ziehende Profit.

Allerdings sind mir schon viele Männer begegnet, die aufgrund der Erfahrungen mit dem feministischen System (Unterhalt, Kindesentzug) pauschal die Beziehung zu Frauen ablehnen und damit Opfer der Zwietracht säenden feministischen Ideologie geworden sind.

Dazu gehören auch Unternehmer, die üble Erfahrungen mit den beruflichen Frauenprivilegien genmacht haben. Wenn man z.B, wie in einem mir bekannten Fall vor etlichen Jahren, einen ganzen Jahrgang nur Mädchen als Azubis einstellt, die im eigenen Betrieb dann später als Fachkräfte gebraucht werden sollen, und dann ein Jahr später alle wegen Schwangerschaft verschwinden, aber deren Arbeitsplätze jahrelang freigehalten werden müssen, obwohl am Ende keine von denen wiedergekommen ist, dann darf man als Unternehmer sehr wohl seine Erfahrungen in die Entscheidungen einfließen lassen.


.

Fortsetzung 2

OldSchool, Sonntag, 22. August 2010, 14:09 (vor 3258 Tagen) @ AndreasKs.

Ich sage: Man kann entweder Regularien etablieren, die dem Geschäftserfolg günstig sind, oder man kann Regularien etablieren, die dem Feminismus günstig sind. Zwei Göttern kann man nicht gleichzeitig dienen. Und wenn es in der Wirtschaft jetzt um das Geschlecht gehen soll, dann sieht es schlecht aus für Wohlstand und Beschäftigung.

Der von dir zitierte Artikel stammt aus den USA. In D haben wir ähnliche Entwicklungen. Ich denke, das Problem ist, daß prinzipiell in allen Ländern dieser, unserer Erde mehr oder weniger das gleiche abläuft (und aus feministischer Sicht ablaufen soll!). In den westlichen Industrienationen schneller, aber in den Ländern der 2. Liga ebenfalls, wie man etwa an den zunemenden Protesten von Männerrechtlern in Indien ablesen kann.

Und wenn die Wirtschaft überall zugleich danieder geht, dann gibt es auch kein Abwandern mehr, kein Leistungsgefälle, etc. Dann nimmt einfach der Wohlstand ab.

Oder liegt das dann etwa an der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft?!
Oder vielleicht an dem umweltverträglicheren Umgang mit Resourcen?
Oder an ...
Wer merkt da dann den Unterschied?

Fortsetzung 2

Musashi, Sonntag, 22. August 2010, 16:18 (vor 3258 Tagen) @ AndreasKs.

Ich sage: Man kann entweder Regularien etablieren, die dem Geschäftserfolg günstig sind, oder man kann Regularien etablieren, die dem Feminismus günstig sind. Zwei Göttern kann man nicht gleichzeitig dienen. Und wenn es in der Wirtschaft jetzt um das Geschlecht gehen soll, dann sieht es schlecht aus für Wohlstand und Beschäftigung.

Frauenquoten für Spitzenpositionen sind Gender-Planwirtschaft.

Da nenne ich mal als Gegenbeispiel Ikea. Ikea hat eine Frauenquote, Petra Hesser - ja, die mit den misandristischen Äußerungen - ist eine Quotenfrau. Und trotzdem ist Ikea Deutschland wirtschaftlich erfolgreich, allerdings auf Kosten der Mitarbeiter die laut Frontal 21 ausgepresst werden, bis der Krankenwagen kommt.

Fortsetzung 3

Roslin, Sonntag, 22. August 2010, 20:07 (vor 3257 Tagen) @ Musashi

Und ich nenne als Gegenbeispiel Claas
" Die 34-jährige Juniorchefin, die seit sechs Jahren neben ihrem Vater zunehmend das Zepter schwingt, habe durch ihren autoritären Führungsstil fähige Manager und Aufsichtsräte vergrault, Ängste geschürt und damit Fehler provoziert. Sie führe das Unternehmen mit 9000 Beschäftigten mit zu harter Hand - und sei nahezu immun gegen Rat von außen. Das räche sich gerade jetzt, in Krisenzeiten, wo Ideen, Erfahrung und Eigenständigkeit gefragt seien."

Quelle : http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/services/nachrichten/ftd/UB/50148551.html

Passt übrigens gut zu dieser Umfrage unter 3000 Beschäftigten in Großbritannien: 2/3 der Befragten bevorzugten männliche Chefs( 63 % der Frauen, 75 % der Männer):

http://www.dailymail.co.uk/femail/article-1302096/Men-best-bosses-Women-just-moody.html

Die Vorzüge männlicher Vorgesetzter lesen sich wie aus dem Vademecum klassischer Geschlechterklischees entnommen.

Männer reden direkter zur Sache, sind weniger intrigant.
Mit ihnen ist leichter streiten
Sie sind vernünftiger, weniger emotional, zeigen keine zyklischen Stimmungsschwankungen, sind weniger zu übler Nachrede geneigt, fühlen sich nicht so leicht persönlich angegriffen bei Kritik, sind darum nicht so aggressiv-herrisch (!!!), können Privates und Berufliches besser trennen.

Da gibt es nun 2 Möglichkeiten:

Entweder nach 40 Jahren Gegensozialisation, -erziehung und -propaganda sind diese Uraltklischees immer noch nicht aus den Köpfen geschwunden und bestimmen nach wie vor die Wahrnehmung einer ganz anders gearteten Realität.

Oder

Die Geschlechterklischees erneuern sich permanent, weil sie sich mit den alltäglich machbaren Erfahrungen decken, weil sie Realität enthalten.

Ich halte letzteres zunehmend für wahrscheinlicher.

Männer und Frauen sind nicht gleichartig und unsere Vorfahren waren auch nicht blöder als wir es sind.

Wir sollten endlich wieder den Mut haben, unseren alltäglichen Wahrnehmungen zu trauen und sie nicht als klischeehaft zu denunzieren.

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