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Problem Autoraser: Wo haben Staat und Gesellschaft versagt?

Viktor @, Mittwoch, 01. März 2017, 15:44 (vor 28 Tagen)

Hunderte junge Männer als Besitzer von PS-starken Wägen, die sich spontan zu Wettrennen in Berlin oder Köln verabreden und sich, wenn sie sich den "Kick" geben, häufig auch durch rote Ampeln nicht stoppen lassen, sind seit Jahren ein Problem. Bisher erhielten sie, wenn überhaupt selbst wenn schon vorbestraft, nur relativ milde Strafen (etwa ein Monat Führerscheinentzug). Ein Berliner Gericht hat nun aber zwei Raser (160 km/h am Kurfürstendamm mit tödlichem Unfall) wegen Mordes verurteilt, nicht rechtskräftig zu lebenslangem Gefängnis. Überwiegend Beifall aus der Politik, aber kaum jemand stellt die Frage, was Staat und Gesellschaft durch Versäumnisse und Fehler beigetragen haben.

Es handelt sich um eher orientierungslose Männer bis ca. 25 Jahre, die glauben, sich beweisen zu müssen und dabei offenbar nachholen, was in der feminisierten Schule verpönt war: Miteinander Kräfte messen, den Drang nach Bewegung ausagieren. Sie wollen Frauen imponieren und tatsächlich kommt ein schneidiger Sportwagenbesitzer besser an als beispielsweise ein Fahrplantüftler, der ohne eigenes Auto sein Auslangen findet. Zumal in den Schulen sowas niemals gelehrt wird. Mangels Aufklärung verfallen die Heranwachsenden der PKW-Werbung und identifizieren sich dann mit der Motorleistung und Geschwindigkeit ihrer Autos. Imponiersucht und Selbstsucht lassen sich so von der PKW-Industrie gerade bei den noch selbstunsicheren Jüngeren gewinnbringend ausbeuten.

Männer wurden und werden mit ihren Problemen und Kränkungen von Staat und Gesellschaft weitgehend alleingelassen, im Gegensatz zu Frauen, die angeblich die Opfer der Gesellschaft sind und daher jede Form der Unterstützung beanspruchen können. Die Rechnung für diese Einseitigkeit kann natürlich nicht ausbleiben.

Problem Autoraser: Wo haben Staat und Gesellschaft versagt?

MathiasF, Donnerstag, 02. März 2017, 19:01 (vor 27 Tagen) @ Viktor
bearbeitet von MathiasF, Donnerstag, 02. März 2017, 19:10

Da ist wohl noch Jemand auf die "Leitmedien" hereingefallen. Zum einen sind es zwei sehr unterschiedliche Männer, auch von ihrem bisherigen Werdegang, zum anderen sind sie auch unterschiedlich gefahren, der mit den 380 PS war ca. 20 km/h langsamer als der, der den Unfall gebaut hat, mit einem 220 PS Audi A 6 TDI, was bekanntlich kein Sportwagen ist. Ich denke, hier hat ein politischer Schauprozess vom allerfeinsten stattgefunden, was nicht unbedingt unser Thema ist. Wenn ich dann aber in den gleichen Medien lese, dass die Herren beide wegen Mord verurteilt wurden, während eine Mutter, die ihren zweijährigen Sohn erdrosselt hat, nur acht Jahre wegen Totschlag bekommt, dann wird es doch wieder unser Thema.

Problem Autoraser: Wo haben Staat und Gesellschaft versagt?

adler @, Kurpfalz, Freitag, 03. März 2017, 14:00 (vor 26 Tagen) @ Viktor

Ein Berliner Gericht hat nun aber zwei Raser (160 km/h am Kurfürstendamm mit tödlichem Unfall) wegen Mordes verurteilt, nicht rechtskräftig zu lebenslangem Gefängnis.

Das Urteil ist zwar begrüßenswert, wird jedoch keinen Bestand haben. Das Mordmerkmal ist zu weit hergeholt. Unser maasloser Justizminister ist mit anderen Dingen beschäftigt, als Bürger vor rollenden Bomben zu schützen. Z.B. gemeinsam mit Küstenbarbie Manuela vom #TeamGinaLisa die Unschuldsvermutung für Männer auszuhebeln.

Prof. Tonio Walter, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Europäisches Strafrecht an der Uni Regensburg und Richter am Oberlandesgericht Nürnberg beschreibt es so:

Hätten die Berliner Raser keinen Menschen getötet, sondern einer Frau an den Hintern gefasst und dabei von der Arbeit noch einen Schraubenzieher in der Tasche gehabt, könnte man sie tatsächlich für 15 Jahre ins Gefängnis stecken. Das ist ein Ergebnis der Reform des Sexualstrafrechts.

Aber solange der Justizminister ein Ideologe ist, wie Heiko einer ist, wird es wohl dabei bleiben, dass es eine Lappalie bleibt, mit 160 Sachen durch die Städte zu rasen und unbeteiligte Menschen im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Leben zu katapultieren. In der Schweiz ist das anders.

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