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Equal Life Day 10. Dezember

Viktor @, Dienstag, 13. Dezember 2016, 14:20 (vor 101 Tagen)

Am 10. Dezember war in Deutschland (Un)equal Life Day, der an die unterschiedliche Lebensdauer von Männern und Frauen erinnert.
Die Stiftung von Dr. Matthias Stiehler machte darauf aufmerksam:

https://idw-online.de/de/news664372

Vorläufer war 2011 der Grazer Verein Freimann (siehe Archivtext):

EQUAL LIFE DAY am 7. Dezember!

Nach den jüngsten Zahlen der Statistik Austria liegt die durchschnittliche Lebenserwartung österreichischer Frauen bisher bei 83,15 Jahren, die der Männer bei 77,7 Jahren. Gerechnet ab dem derzeitigen gesetzlichen Pensionsantrittsalter bedeutet dies einen Pensionsbezug von Frauen 23,15 Jahre, bei Männern 12,7 Jahre lang. Da die obersten fünf Prozent der Gesellschaft etwa sieben bis zehn Prozent länger leben als die untersten fünf Prozent, ergibt sich (Annahme zehn Prozent längeres Leben) im Schnitt eine männliche Lebenserwartung zwischen 74 und 81,5 Jahren.

Wird die Lebenserwartung auf ein Kalenderjahr projiziert, ist der EQUAL LIFE DAY für Männer am 7. Dezember - den Rest des Jahres werden sie von Frauen überlebt. Die obersten fünf Prozent der Männer schieben ihren Jahrestag bis auf den 24. Dezember hinaus, die untersten fünf Prozent haben ihn aber schon am oder ab dem 21. November. Da die herrschende Klasse aber den obersten fünf Prozent angehört, ist die subjektive Betroffenheit geringer und erklärt sich daraus wohl auch das Ausbleiben der Thematisierung, geschweige von Gegenmaßnahmen der Politik.
(2.12.2011)

Equal Life Day 10. Dezember

Robin Hood, Samstag, 17. Dezember 2016, 11:48 (vor 97 Tagen) @ Viktor

Dass Frauen im Durchschnitt länger leben als Männer ist ja auch erst einmal nur eine reine Beobachtung oder Feststellung der Dinge. Warum sollte die Politik dass denn thematisieren?
Würde man denn thematisieren, dass Männer im Schnitt größer sind und Frauen kleiner und daraus Forderungen nach Maßnahmen der Politik aufstellen? Wohl sicherlich nicht, denn es macht gar keinen Sinn über solche Unterschiede, die die Natur so hervorgebracht hat, lange zu philosophieren.
Manche Leute unterstellen ja mit dem Hervorheben der geringeren Lebensdauer von Männern, dass diese überwiegend aufgrund von Benachteiligungen von Männern im weitesten Sinne verursacht wird. Damit begibt man sich aber auf sehr dünnes Eis, denn dafür müsste man erst einmal plausible Belege bringen, die zeigen, dass die Unterschiede der Lebensdauer tatsächlich mehrheitlich auf strukturelle Faktoren zurückzuführen sind. Das dürfte aber ziemlich schwer fallen, denn wie die Biologie hierbei hereinspielt ist nahezu unbekannt und die persönlichen Einflussfaktoren wie z.B. eine gesunde Lebensweise (Alkohol, Rauchen, Ernährung, Sport etc.) dürften mit den größten Einfluss auf die Lebensdauer haben.


Meines Erachtens sollte man bei solchen Themen den Ball flach halten und nicht in das gleiche Geschrei wie die Feministinnen verfallen, die aus jedem Unterschied eine Benachteiligung der Frauen herbeireden. Auf dieses primitive Niveau sollte man sich nicht herabbegeben.
Letztendich schürt so etwas nur den Twist zwischen den Geschlechtern und spielt damit dem "Teile und Herrsche"-Prinzip der Machteliten in die Hände. Diese schüren solche Dinge nämlich bewusst über die von ihnen kontrollierten Massenmedien.

Equal Life Day 10. Dezember

MathiasF, Montag, 02. Januar 2017, 14:40 (vor 81 Tagen) @ Robin Hood

Allein die Tatsachen, dass für Frauen eine kostenlose Mammographie angeboten wird, die schätzungsweise um die 500 € teuer sein dürfte und von Männer mit bezahlt wird, während für Männer nicht einmal ein PSA Test für 20 € durch die gesetzlichen Kassen getragen wird, läßt eine Benachteiligung auf Grund des Geschlechts vermuten. Es wäre ein Desaster für die Rentenkassen, wenn Männer plötzlich genau so lange wie Frauen leben würden.

Equal Life Day 10. Dezember

Robin Hood, Donnerstag, 09. März 2017, 09:15 (vor 15 Tagen) @ MathiasF

Dass es einzelne Punkte gibt, bei denen Männer benachteiligt werden, die u.U. auch eine Auswirkung auf die Lebensdauer haben, möchte ich gar nicht abstereiten. Ich nenne hier einmal den Militärdienst, der überwiegend von Männern geleistet wird. In den meisten Ländern gibt es eine Wehrpflicht nur für Männer und in den vielen Kriegen der letzten Jahrhunderte wurden fast nur Männer in den Schlachtfeldern verheizt. Der Tot der Soldaten wirkt sich natürlich auch auf die Lebensdauer der Männer aus. Das ist z.B. ein Punkt wo Männer m.e. stark diskriminiert werden.

Was ich aber bei der Diskussion nicht gut finde ist, dass dann oft so getan wird, als ob die statistisch zu beobachtenden X Jahre kürzerer Lebensdauer der Männer automatisch vollständig auf eine Diskriminierung der Männer zurückzuführen wären. Das ist eben genau die Vorgehensweise, wie es die Feministinnen ständig bei irgendwelchen von ihnen angesprochenen Themen tun. Es wird gar nicht mehr reflektiert, was denn konkret die einzelnen Faktoren und Ursachen sind, sondern von vornherein alles auf eine Benachteiligung geschoben. Von so einer Vorgehensweise halte ich überhaupt nichts. Beim Thema Lebensdauer ist es m.e. viel zu offensichtlich, dass die persönliche Lebensweise und die eigenen Lebensentscheidungen den größten Einfluss auf die eigene Lebensdauer haben und nicht irgendwelche Benachteiligungen.
Beim Thema Gehalt ist es ja auch so. Da ist nicht eine Benachteiligung der Frauen die Ursache für ein geringeres Einkommen der Frauen, sondern persönlicher Einsatz und persönliche Lebensentscheidungen. Ein Gejammer wegen Benachteiligung ist da völlig fehl am Platz, sondern Ärmel hochkrempeln ist angesagt.

Wenn Du unsere Sozialsysteme wie Rentenversicherung und Krankenversicherung ansprichst, müsste man hier aber ganz anders ansetzen. Bei der Rentenversicherung liegt das Haupproblem an dem unsinnigen Umlageverfahren. Gäbe es ein Kapitaldeckungvefahren, wie es z.B. auch bei privaten Versicherern verwendet wird, so hätte man viele der Probleme der Rentenkassen nicht, wie z.B. das Generationenproblem bei demografischem Wandel. Wenn Männer länger leben würden, müsste das gar kein Problem für die Rentenkasse sein, wenn man das zugrunde liegende System richtig gestaltet.
Bei der Krankenkasse ist es ähnlich. Hier müsste m.e. das System auch grundlegend geändert werden. Derartige "Extrawürste", wie ein kostenloses xy für eine bestimmte Gruppe, ist natürlich fehl am Platz, wenn die anderen das mitbezahlen müssen. Dann aber zu fordern, wir wollen nun auch 'ne Extrawurst, weil ja die anderen auch eine bekommen haben, ist sicherlich nicht der richtige Ansatz. Aber diesen Ansatz kann man leider von Männerseite auch oft hören. Finde ich völlig falsch. Man müsste in dem Fall fordern, dass keiner eine Extrawurst bekommt. Würde man flexiblere Verträge für Krankenkassen anbieten, bei denen sich jeder auswählen kann, welche Leistungen er gerne enthalten haben möchte, bei entsprechend etwas höheren Beiträgen für mehr Leistungen, so wäre jedem eigentlich am besten gedient. Aber so etwas wollen viele ja im heutigen sozialistischen Zeitgeist schon gar nicht hören, denn bei denen muss ja für alle alles gleich sein und niemand mehr bezahlen müssen, als ein anderer. Das Ergebnis ist dann aber nur, dass es insgesamt für alle schlechter wird und nie den individuell unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnem Menschen entspricht.
Aber das werden die Sozis ja nie verstehen.

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