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SPON und SPIEGEL schreiben über einen entsorgten Vater

Hans3, Samstag, 03. Dezember 2016, 11:20 (vor 116 Tagen)

die letzten Wahlen und Volksabstimmungen haben offensichtlich auch bei SPON zu einem, wenn auch langsamen, Umdenken geführt. So gibt es jetzt sogar einen Bericht (allerdings natürlich kostenpflichtig) über einen entsorgten Vater:
http://www.spiegel.de/spiegel/sorgerecht-das-kindeswohl-nach-der-scheidung-a-1123439.html


Und selbst die Hardcore-Feministin Margarete Stokowski sieht sich gezwungen, folgendes zu schreiben:
"Der weiße mittelalte heterosexuelle Mann gilt, wenn man allem Bösen glaubt, das über ihn gesagt wird, als rückständig und abgehängt, als Täter, Verlierer und Sündenbock, als Evolutionshemmnis und Auslaufmodell, als einer, der seine Privilegien nicht checkt und denkt, er könne dem Lauf der Welt entkommen, wenn er Faschisten wählt. Netzfeministinnen und -feministen wollen ihm an den Kragen, heißt es, und mit Glück nur an den."

"Es ist ätzend, weil es nie, wirklich nie, der Individualität einer Person gerecht wird und weil darin oft der Vorwurf mitgehört wird, man sei jemand, dem im Leben alles hinterhergeschmissen wird, obwohl im Kapitalismus den allermeisten Leuten gar nichts hinterhergeschmissen wird, außer Payback-Punkte. Männer haben es längst nicht besser als Frauen. Sie werden häufiger Opfer von Gewalttaten wie Raub oder Körperverletzung als Frauen, sie bringen sich öfter um, und selbst wenn sie es nicht tun, so ist ihr Leben im Schnitt kürzer als das von Frauen."

Natürlich relativiert und verdreht sie dann wieder einiges, aber aller Anfang ist schwer...;-)

Viele Grüße
Hans3

Schamvolles Zugeständnis

James T. Kirk ⌂, Samstag, 10. Dezember 2016, 15:28 (vor 109 Tagen) @ Hans3

Diese Anwandlungen sind mir auch schon aufgefallen. Man windet und dreht sich etwas. Die Grundausrichtung bleibt aber, und man ist weit davon entfernt, die eigene Psychopathologie kritisch zu reflektieren - also die unbewußte Eingebettetheit in die herrschende Ideologie.

Aus meiner Sicht ist das alles recht unglaubwürdig und weit entfernt von einer kritischen Krankheitseinsicht.

Analogie: Die Deutschen haben auch sehr lange gebraucht, um die Nazi-Zeit richtig einzuschätzen und sich von ihr zu distanzieren. Letztlich so um die 40 Jahre.

Ich finde es schon schockierend, das Selbstbild von Redaktionen wie dem "Spiegel" zu sehen und diese mit der Realität abzugleichen. Diese Leute behaupten, sie hätten "keine Angst vor der Wahrheit", verstehen sich als "Sturmgeschütz der Demokratie", als investigativ, kritisch etc.

Und dann trauen sie sich jetzt, praktisch 20 bis 30 Jahre zu spät wie ängstliche Hasen langsam, die Themen zu bearbeiten, die für Linke nicht so schmeichelhaft sind, weil sie deren Lebenslügen betreffen.

Absurd ist, daß wir das alles schon einmal hatten bzgl. der Lebenslügen von Rechten, wo in den 60ern und 70ern Leute auf die Straßen gingen und eine Anpassung an die Realität forderten.

Wie autoritär sind doch heutige Linke, wenn man ihren Umgang mit den heutigen Systemkritikern studiert. Das ist wirklich oberpeinlich. Überall schwingt die Nazi-Keule etc. Als Linker finde ich es wirklich grauenvoll, diese Tumbheit der Linken zu studieren, die sich in ihrer eigenen Übermoral suhlen.

--
http://feministische-zitate.de

Schamvolles Zugeständnis

Robin Hood, Samstag, 17. Dezember 2016, 12:06 (vor 102 Tagen) @ James T. Kirk

Die Deutschen haben auch sehr lange gebraucht, um die Nazi-Zeit richtig einzuschätzen und sich von ihr zu distanzieren.


Nein, 99% der Deutschen können nach wie vor die Nazi-Zeit nicht richtig einschätzen und verstehen auch ganz allgemein nicht das Geschehen in der Welt. Die Massenmedien bringen zur Zeit des Nationalsozialismus und zur deutschen Geschichte des letzten Jahrhunderts nichts als Propaganda und im Geschichtsunterricht in der Schule ist es auch nicht besser. Folglich hat der normale Bürger, der sich nicht selber in anderen Quellen informiert, ein völlig falsches Bild von der Zeit des Nationalsozialismus und der deutschen Geschichte im allgemeinen.
Hier hilft nur, sich selber intensiv über die Geschehnisse und Hintergründe zu informieren. Das erfordert einiges an Zeit, ist aber sehr aufschlussreich.

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