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Multimillionärinnen sinnieren über Equal Pay, Folge 17

Radfahrer @, Donnerstag, 01. Dezember 2016, 20:47 (vor 145 Tagen)

Hallo Leute,

dieses Mal ist es Tennisstar Serena Williams, die im Guardian die Ungerechtigkeit beklagen darf, dass sie ja so viel weniger ...

Ich übersetze auszugsweise und erlaube mir ein paar Kommentare:

Als ich aufwuchs, hatte ich einen Traum [...]: der beste Tennisspieler der Welt zu werden. Nicht die beste Tennisspielerin!

Der Radfahrer meint: Liebe Serena, der beste Tennisspieler (geschlechterübergreifend, wie von dir gemeint) der Welt kann alle anderen Männer und Frauen besiegen. Hättest du mal gegen Federer und Co. gespielt, dann wüssten wir, ob du es geschafft hast (Steffi Graf sagte zu ihrer besten Zeit, gegen die ersten 20 der Männerrangliste habe sie keine Chance, und das ganz, ohne die Ungerechtigkeit, wessen denn?, zu bejammern).

Doch wir wissen es, zu oft werden Frauen nicht genug unterstützt, ihren Weg zu wählen.

Aha, wer verweigert ihnen die Unterstützung? Wer auch immer das ist, hat der oder die mich darin unterstützt, die Tour de France zu gewinnen, nur weil ich ein Mann bin?

Wenn das Thema gleiche Bezahlung aufkommt, dann frustriert es mich zuerst, dass ich, wie ihr [Frauen] auch, die gleiche Arbeit gemacht und die gleichen Opfer erbracht habe wie meine männlichen Gegenüber. Ich möchte niemals, dass meine Tochter für dieselbe Arbeit weniger bekommt als mein Sohn. Und ihr möchtet das auch nicht.

Liebe Serena, wieviele Jungs und Mädels haben sich denn genauso angestrengt wie du und haben es überhaupt nicht zum Profi geschafft? Es gibt noch andere Faktoren als Mühe: Begabung, Glück, Beziehungen, zur rechten Zeit am rechten Ort sein. Vielleicht ist Herr Federer einfach begabter als du? Kann bei gleichem Trainigsaufwand genauso gut zielen, aber vielleicht noch ein klein wenig härter aufschlagen als du? Kann das sein?

Wenn das Thema gleiche Bezahlung aufkommt, frage ich mich eher: Wie bezahlst du deine Haushaltshilfe, deinen Gärtner, den Mann, der dein Auto putzt?

Leute nennen mich einen der "besten weiblichen Athleten" der Welt. Sagen sie bei LeBron, Tiger, Roger Federer auch immer "männlich" dazu? Warum nicht? Sie sind ganz sicher nicht weiblich. Wir sollten dies herausfordern. Wir sollten immer nach unserem Erreichten beurteilt werden, nicht nach unserem Geschlecht.

Na gut, wenn es dir so wichtig ist, einer der "geschlechterübergreifend zweitbesten Athleten" der Welt zu sein: Ich bin gerne bereit, dich so zu nennen. Du hast genug Geld und Beziehungen, um die echte Herausforderung anzunehmen: Veranstalte ein gemischtes Turnier mit den besten Männern und Frauen. Lass sie unter fairen Bedingungen mit- und gegeneinander spielen.

Oder sei froh, dass es reine Damenturniere gibt, wo die beste Frau das sein darf, was sie ist: die beste Frau.

Grüßle, Radfahrer (und Damentennisfreund, Annika Beck find ich cool)

Multimillionärinnen sinnieren über Equal Pay, Folge 17

gewege, Freitag, 02. Dezember 2016, 00:19 (vor 145 Tagen) @ Radfahrer

Einfach unglaublich, welche immense Bedeutung für viele Frauen die Relation und Abgrenzung zu Männern hat und mit welcher Eigensinnigkeit sie auf ihrer Benachteiligungsmasche herumreiten.

Zu ihrem Traum und zur Bezahlung zwei Beiträge:

Zuerst zu ihrem Traum:

http://ch.tennisnet.com/a/australian-open-als-karsten-braasch-die-williams-schwestern-vernaschte-38836

Der Kettenraucher [Karsten Braasch] aus Deutschland zeigte 1998 in Melbourne Serena und Venus Williams die Grenzen auf. […]

Die Williams-Schwestern waren es gewohnt, mit Männern zu trainieren. Und so ließ sich Serena Williams, zum Zeitpunkt der Australian Open die Nummer 53 der Welt, zu der Aussage hinreißen, dass sie einige Spieler in den Top 200 der Herren-Weltrangliste besiegen würde. […]

Karsten Braasch nahm die Herausforderung an. Der Deutsche befand sich in den Endzügen seiner Karriere und war bekannt als Lebemann. Braasch war in den Neunzigern ein richtiger Typ, quasi der Mario Basler des Tennissports. Er rauchte wie ein Schlot und gönnte sich hin und wieder ein Bier.[…]

Serena Williams fand kein Mittel, um halbwegs konkurrenzfähig gegen den Deutschen zu sein. „Es war sehr schwer. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwer wird. Ich habe Schläge gemacht, die auf der WTA-Tour Gewinnschläge gewesen wären, aber er hat sie einfach erreicht", sagte Serena nach der Niederlage. So einfach, dass sich Braasch während des Seitenwechsels eine Zigarette anzündete.

„Ich denke nicht, dass sie jemals einen Spieler in den Top 500 besiegen können, weil ich heute wie ein Typ, der auf Platz 600 notiert ist, gespielt habe", erzählte Braasch hinterher. Dennoch hatte er lobende Worte für die Williams-Schwestern übrig.

Und zur Bezahlung Nicolas Kiefer (von 1995 bis 2010 Profi):

http://www.tennismagazin.de/kurz-cross/klartext-kiefer-die-frauen-verdienen-zu-viel/

Kritisch sehe ich eine andere Tatsache und weiß, dass ich mir mit dieser Meinung keine neuen Freunde mache: Dass die Damen bei den Grand Slams von der ersten Runde an die gleichen Summen kassieren wie die Herren, sehe ich als falsche Entwicklung. Klar, auch die Frauen trainieren hart und betreiben einen enormen Aufwand, um sich zu verbessern. Aber: Der Herren-Wettbewerb wird über drei Gewinnsätze ausgetragen und ist deshalb weitaus anstrengender.

Man muss die Vergütung nur mal in einen Stundenlohn umrechnen. Oft dauern Damen-Matches gerade in den ersten Runden etwa eine Stunde, während die Herren gleich mehrere Stunden gefordert werden. Ein Grand Slam-Sieger steht im Schnitt mindestens ein Drittel länger auf dem Platz als die Siegerin.

Ich erinnere mich an Wimbledon 2014: Damals spielte Novak Djokovic 27 Sätze im Turnier und kämpfte vier Stunden im Endspiel gegen Roger Federer. Petra Kvitova absolvierte in sieben Matches gerade einmal 15 Sätze und stand im Finale gut eine Stunde auf dem Court – ein Riesenunterschied. Man darf meine Meinung nicht falsch verstehen: Der Scheck für die Siegerin darf dem des Herrensiegers zumindest ähneln. Aber in den ersten Runden sollte es einen Unterschied in der Dotierung geben.

Gerhard

Multimillionärinnen sinnieren über Equal Pay, Folge 17

MathiasF, Sonntag, 04. Dezember 2016, 22:38 (vor 142 Tagen) @ gewege

Mit Tennis ist das so eine Sache. Damentennis ist aus unerfindlichen Gründen beliebter als Herrentennis und auch werbewirksamer, genau so ist es auch beim Beachvolleyball. Profisportler werden entsprechend bezahlt. Ich erinner mich noch an den Hype um das Frauenboxen, da erzählte ein junge Dame, die erst wenige Jahre zuvor das Boxen für sich entdeckt hat, was sie so für Börsen und Werbeeinnahmen hat. Der ebenfalls anwesende Ralf Roccigiani konnte nur noch ungläubig den Kopf schütteln. Etwas anders sieht es dann aus, wenn der Sport subventioniert wird. So waren in der Frauenfußballbundesliga früher etliche Sportsoldatinnen oder Polizistinnen unterwegs, die der Steuerzahler bezahlte.

Multimillionärinnen sinnieren über Equal Pay, Folge 17

Matt Alder @, Montag, 05. Dezember 2016, 09:38 (vor 142 Tagen) @ MathiasF

Mit Tennis ist das so eine Sache. Damentennis ist aus unerfindlichen Gründen beliebter als Herrentennis und auch werbewirksamer, genau so ist es auch beim Beachvolleyball.

Das sind auch Sportarten, in denen sie noch knapp bekleidet rumlaufen dürfen. Gerade beim Beachvolleyball siehst du nur Fotos von ħ$%%&@#?en in Höschen in der Presse - wahrscheinlich sehr zum Ärger aller Cellulite-Feministinnen...

Aber warte mal ab, wenn die erste ihren Kopf durchsetzt, vollverschleiert in Wimbledon aufzulaufen und sich nachher über die Benachteiligung beschwert, ständig über ihre Klamotten gestolpert zu sein (lachst Du da etwa?).

Ansonsten war zu Bum-Bum-Becker-Zeiten auch das Herrentennis recht populär.

Gruß,

Matt

Multimillionärinnen sinnieren über Equal Pay, Folge 17

MathiasF, Mittwoch, 07. Dezember 2016, 21:50 (vor 139 Tagen) @ Matt Alder

Ich habe mal ein Pärchen getroffen, die beide Beachvolleyball spielten. Da gibt es für die Damen sogar Regeln, wie knapp die Höschen zu sein haben. Das ist tatsächlich mal Sexismus, nur wird das nicht an die Glocke gehangen.

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