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US-Wahlen: Bathing In Feminist Tears

adler @, Kurpfalz, Mittwoch, 09. November 2016, 20:55 (vor 198 Tagen)

Jessica Valenti, als Autorin für The Washington Post, The Nation, The Guardian und andere, eine erfolgreiche Journalistin in Zeiten des gnadenlosen Männerhasses.

Jessica Valenti trägt ein Swet Shirt mit der Aufschrift "I bathe in male tears" und steht dabei im sonnigen Strand vor einem Meer. Es ist ein Urlaubsgruß an ihre hassenden Follower_Innen und soll wohl klar machen, dass sie sich Männer wünscht, die so sehr verletzt werden und hilflos sind, dass sie nur noch heulen können. Je mehr, desto lieber ist es ihr. Ein ganzes Meer sollen sie ausfüllen mit ihren Tränen. Twitter am 30.Juli 2014. Kann man sich auch ohne Twitter-Account ansehen. https://twitter.com/jessicavalenti/status/494591618519805953?lang=de

Das "Bathing In Men Tears" wurde in der Folge zu einem feministischen Hit. T-Shirts mit dem Aufdruck wurden zum Verkaufsschlager. Sehr beliebt waren auch Tassen. Das Trinken von Männertränen, das damit assoziiert wurde, ging ihnen runter wie Öl. Eine solche Empathielosigkeit hätte ich bis dahin nicht für möglich gehalten uns ist es wohl auch nicht. Das ist einfach krankhaft.

Ich habe mir die Wahlnacht bei Phoenix und 3sat (kam aus AT) angesehen. ARD und noch 10 mal schlimmer ZDF waren der bekannte und übliche VHS-Kurs für das dumme Volk, insbesondere als langsam klar wurde, dass "Ihre Hillary" es nicht schaffen würde, das habe ich schnell erkannt. Michael Klein auf sciencefiles hatte wohl dasselbe Gefühl. Er schreibt über die Berichterstattung bei ARD.
https://sciencefiles.org/2016/11/09/trump-von-dummen-gewaehlt-die-ard-manipuliert-schon-wieder/
Ich fand das ZDF beim testweise kurzen reinzappen, wie gesagt noch 10x schlimmer. Besonders als in der Früh ihr feministischer, weiblicher, lesbischer Superstar mit MiHiGru Dunja Hayali (DONNERstalk im Sommer) übernahm, war es nicht mehr auszuhalten, ohne psychisch Schaden zu nehmen.

So ab 04:00 Uhr, wurde langsam klar, dass etwas passieren würde, womit niemand gerechnet hatte, auch ich nicht. Was keine einzige Wahlumfrage auch nur im Bereich des Möglichen gesehen hatte, schien sich anzubahnen. Hillary Clinton, die gesetzte erste Präsident_In der USA könnte verlieren. Und als so gegen 6 Uhr ziemlich sicher war, dass Hillary wohl die Wahlen verlieren würde, da konnte man bei der vorgesehenen Party der Demokraten viele heulende Frauen sehen. Auch hübsche Gesichter waren dabei. Jessica Valenti hat auch ein hübsches Gesicht.

Die Gene schrien dabei in der Vergangenheit und die männliche Sozialisation fordert es noch heute: "Armen, verzweifelten Frauen musst du helfen!" Ich muss sagen, dass sich an diesem Morgen keines dieser Gefühle bei mir regte. Vielmehr verspürte ich sofort eine zunächst klammheimliche Freude.

Die Demokratinnen hatten Sanders verhindert, weil er keine Frau war. Er wäre eine echte Alternative gewesen zu dem Amerikanischen Establishment. Die Menschen spüren allmählich, dass sie veräppelt werden. Wie sehr sie sich auch anstrengen, sie haben keine wirkliche Chance. Gut geht es in diesem Land nur denen, die schon Geld haben, die anderen werden ausgebremst und abgehängt. Die Globalisierung dient nur den Konzernen, Aufsichtsräten und den Aktionären. Dem modernen Adel, der statt im Landbesitz wie der alte Adel, die Menschen nun in den Industrie-Arbeitsstätten malochen läßt.

Genau dieses Gefühl hat auch Donald Trump angesprochen. Er hatte Erfolge vor allem in den heruntergekommenen Industriezentren, wie in dem ungesetzten Staat Ohio. Im direkten Vergleich zu Donald Trump schnitt in den Umfrage Bernie Sanders fast durchweg besser ab als Hillary Clinton. Aber er durfte nicht Kandidat der Demokraten werden. Gesucht wurde eine Frau. Hauptsächlich Frau, auch wenn sie ein Teil des inzwischen verhassten Establishment ist. Ein Menetekel für die sPd!

Als ich heute früh die feministischen Tränen bei der geplante Wahlparty der Demokraten sah, da empfand ich überhaupt kein Mitleid. Es verwandelte sich vielmehr ungehemmt in Freude, was bisher Wut war. Es war eine Befreiung! Und jetzt ist es nicht mehr klammheimlich. Ich bekenne: Wenn ich feministischen Tränen sehe, dann hüpft mein Herz vor Freude. Ich bade nicht in Frauentränen, so moralisch abgrundtief unbarmerzig will ich nicht sinken. Aber manchmal sind solche Tränen für mich eine Genugtuung. Hier sitze ich. Ich kann nicht anders!


Und Heute Abend macht hier der ARD-Staatsfunk weiter mit seinem VHS-Kurs "Politik für Dummies.

Wer will, kann sich nämlich heute Abend um 21:00 Uhr Maischberger anschauen. Fassungsloser Titel der ARD-Gehirnwäsche: "DER TRUMP_SCHOCK". Auch Alice Schwarzgeld ist, wie so oft von der treu ergebenen Maischberger wieder eingeladen.
http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/maischberger/sendung/der-tag-danach-veraendert-die-us-wahl-die-welt-100.html
Aber auch Oscar Lafontaine. http://www.nachdenkseiten.de/?p=35748#more-35748
Irgendwas ist da nicht zu Ende gedacht, denn sie haben sich da den falschen als Prügelknabe ausgewählt. Oscar taugt dazu nicht.


Wichtige Links zu "I bathe in male tears":

Lukas Schoppe:
Vom praktischen Wert der Männertränen (Wozu ist Männerhass eigentlich gut?)
Man Tau 02.10.2014
http://man-tau.blogspot.de/2014/10/fantasien-der-entseuchung-wozu-ist.html
Fantasien der Entseuchung (Wozu ist Männerhass eigentlich gut? - Kleine Materialsammlung)
Gerade erst einige Wochen alt und schon jetzt ein Klassiker:
„Ich bade in Männertränen.“ (Jessica Valenti, als Autorin für The Washington Post, The Nation, The Guardian und andere eine der erfolgreichsten Journalistinnen weltweit, im Sommer 2014 in einem Urlaubsgruß an ihre Fans)

Vom praktischen Wert der Männertränen (Wozu ist Männerhass eigentlich gut? Teil 2)
Man Tau 02.10.2014
http://man-tau.blogspot.de/2014/10/vom-praktischen-wert-der-mannertranen.html

wikimannia:
Male Tears
http://de.wikimannia.org/Male_tears
Jessica Valenti
http://de.wikimannia.org/Jessica_Valenti#Gel.C3.B6scht_in_Wikipedia

Die politische Klasse in Deutschland im Lichte einer US-Wahl

AndreasKs. @, Donnerstag, 10. November 2016, 10:25 (vor 197 Tagen) @ adler
bearbeitet von AndreasKs., Donnerstag, 10. November 2016, 11:07

Bezeichnend für das Selbstverständnis der politischen Klasse in Deutschland ist deren Reaktion auf das Wahlergebnis. Ein Vergleich:

  • Die britische Premierministerin Theresa May (Tory) gratuliert Trump und bietet ihm die Fortdauer der besonders engen Beziehungen und der Zusammenarbeit beider Länder an. (BBC)
  • Der französische Präsident François Hollande (PS) gratuliert, zeigt sich aber auch besorgt. (Figaro)
  • Der deutsche Außenminister (!) Frank Walter Steinmeier (SPD) versagt dem kommenden US-Präsidenten die üblichen Glückwünsche zum Wahlgewinn. (N-TV)
  • Der deutsche Vizekanzler (!) Sigmar Gabriel (SPD) bepöbelt den kommenden US-Präsidenten. (T-Online)
  • Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bietet Trump Zusammenarbeit an - und zwar nur auf Basis von ihr (!) definierter Werte. (Focus)
  • Der italienische Premierminister Matteo Renzi gratuliert Trump zum Wahlsieg und setzt auf stabile Beziehungen. (Focus)
  • Der scheidende US-Präsident Barack Obama gratuliert Trump, ruft zur Geschlossenheit und zur Unterstützung des kommenden Präsidenten auf. (USAtoday)


Das Muster ist wohl klar geworden.

Wie nennt man das Gebahren der deutschen Politiker? Diese anmaßende moralische Selbstüberhöhung? Ein neuer Wilhelminismus?

Mein Fazit: Die Diskursunfähigkeit seitens der etablierten Politik, die uns in Geschlechterpolitik begegnet, ist kein isoliertes Phänomen, sondern Ausdruck der generellen politischen Unkultur in unserem Land.

--
https://twitter.com/AndreasKrausser

Mielke: "Ich liebe euch doch alle"

Hans3, Sonntag, 13. November 2016, 11:22 (vor 194 Tagen) @ AndreasKs.

nur "leider" wurde er nicht geliebt.;-)
(wer o.g. Zitat nicht versteht, bitte googeln)

Ich bin in der DDR aufgewachsen und auch alt genug, um aus eigener Erfahrung die DDR zu kennen. Und so erinnert mich diese Bundesrepublik immer mehr an die DDR; genauer gesagt: die Herrschenden (die Elite, das Establishment) glaubt seine eigenen Lügen bzw. lebt in seiner eigenen Phantasiewelt. Und so kann nicht sein was nicht sein darf. Damals war man angeblich vom Westen gesteuert, heute von Putin, oder man ist ein Populist oder gleich ein Nazi.
Man muss kein Trump-Fan sein, um dessen Wahl gut zu finden, erst recht jetzt, nachdem man die Reaktionen sieht.
Mit Fr. Clinton wäre es insbesondere für weiße, heterosexuelle Männer ein Katastrophe geworden und so ist es kein Wunder, dass besonders (aber eben nicht nur!) weiße Männer Trump gewählt haben. Diese sind nicht dumm, sondern ganz im Gegenteil klug, denn sie haben nicht ihre eigene Henkerin gewählt. Offensichtlich gibt es auch in den USA eine Politik für alle außer weiße Männer. Sie haben es satt ständig benachteiligt zu werden und dann auch noch ganz offiziell beschimpft, beleidigt und verspottet zu werden. (irgendwo habe ich gelesen, es war die Revolution der weißen Männer).
Und so hat diese Wahl mMn auch eine sehr starken männerrechtlichen Aspekt.

Viele Grüße
Hans3

ein passender Kommentar auf SPON

Hans3, Montag, 14. November 2016, 16:08 (vor 193 Tagen) @ Hans3

hier noch ein empfehlenswerter Kommentar auf SPON:

Das Ende des Feminismus (wie man ihn kannte)

Und hier, auch auf SPON, eine erste rel. sachliche Wähleranalyse:
Es waren nicht nur alte, weiße Männer

ein passender Kommentar auf SPON

MathiasF, Dienstag, 15. November 2016, 19:19 (vor 192 Tagen) @ Hans3

Ja, man wundert sich schon, das Jan Fleischhauer hier immer noch schreiben darf. Wenn Margarete Stokowski, die in ihrem Alter (Jahrgang 1986) schon die allumfassende feministische Weisheit mit Löffeln gefressen hat, hierzu geschrieben hätte, wäre ein ganz anderer Inhalt zustande gekommen.

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