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Zur österreichischen Bundespräsidentenwahl

Viktor @, Mittwoch, 25. Mai 2016, 11:06 (vor 1029 Tagen)

Bundespräsident: Grüner Phlegmatiker an der Macht - aber was hätte FPÖ-Hofer denn besser gemacht?

Mit Alexander van der Bellen wurde ein Mann Bundespräsident, der das Amt im Sinne von Vorgänger Heinz Fischer weiterführen wird. Überraschenderweise war eine seiner ersten Ankündigungen, er wolle die Kompetenzen des Amtes gesetzlich einschränken lassen.

Für Norbert Hofer stimmten 60% der Männer, für Van der Bellen 60% der Frauen. Die FPÖ bietet sich als Projektionsfläche für Hoffnungen an. ORF-Moderator Armin Wolf laut "Spiegel" (21. Mai): Die FPÖ arbeite mit der emotionalen Botschaft "Ihr seid Opfer, und wir sind die Einzigen, die euch verstehen". Geschlechterpolitisch ist der Mann jedoch für die rechten FPÖ-Burschenschafter, die die Partei kontrollieren, kein Opfer und wer die Hoffnung hätte, die Partei würde sich für Beseitigung von Nachteilen für Männer etwa in den Bereichen Pensionsantrittsalter, Ungleichförderung beim Arbeitsmarktservice oder gar dem Wehrdienst einsetzen, kann lange warten. Die steirische FPÖ forderte am Samstag auf ihrem Parteitag unter anderem einen Ausbau der Frauen- und Familienpolitik.

Hofer hat die Wahl in Wien verloren. Der Wiener "Falter" (25. Mai) zitiert anonym einen "hochrangigen Freiheitlichen": "Wir konzentrieren uns zu sehr auf Kommunikation und Showeffekte, aber das Inhaltliche bleibt auf der Strecke. Oder wann hat man etwa beim in Wien so brennenden Thema Arbeitslosigkeit etwas von der FPÖ gehört oder gesehen?"

Der von Parteichef Heinz-Christian Strache vor einem Jahr aus der FPÖ ausgeschlossene Salzburger Obmann Karl Schnell im Wiener "News" (21. Mai) über Strache:
"Man hat das Gefühl, der sitzt nur daheim im Kämmerchen und denkt nach, wen er wieder entfernen muss. Das ärgert mich sehr, denn die vielen Themen, die die Menschen wirklich bewegen - TTIP, Cea, Glyphosat, der Türkei-Deal -, da hätte er überall die Möglichkeit, im Nationalrat einen Antrag zu stellen. Aber das interessiert ihn nicht. Er will überhaupt nichts verändern für die Leute. Er will nur mit seiner schlagenden Mannschaft an die Macht und die gut bezahlten Posten übernehmen. Das ist alles, was er will."

Außenpolitisch wäre Hofer, dem die österreichische Neutralität angeblich ein Anliegen ist, für Vermittlerdienste etwa im Nahostkonflikt wegen einseitiger Parteinahmen eher ungeeignet gewesen. Mit seiner Aussage, er würde gegen einen Austritt aus der EU stimmen, enttäuschte er auch die EU-Gegner.

Zur österreichischen Bundespräsidentenwahl

Winrich, Mittwoch, 25. Mai 2016, 16:26 (vor 1029 Tagen) @ Viktor

Bei der AfD gibt es ja ähnliche Widersprüchlichkeiten. Einerseits verwahren sie sich gegen Gender-Ideologie und einseitige Frauenbevorzugung, andererseits setzen sie sich für die Wiederaufnahme der Wehrpflicht für Männer ein...

Interessante Betrachtungen

James T. Kirk ⌂, Donnerstag, 26. Mai 2016, 15:56 (vor 1028 Tagen) @ Viktor

Das ist eben die Krux mit den Konservativen (und den Linken). Beide Seiten pflegen ihre Ideologie und sind nicht bereit zur Revision, pflegen ihre Spleens vom angeblich Guten.

Aber ich sehe die AfD da schon als fortschrittlicher an als die FPÖ. Mir scheint da schon ein gewisses aktives Bewußtsein vorhanden, nicht bloß eine Ablehnung von Feminismus.

Wie steht denn die FPÖ zur Beschneidung? Die AfD wurde ja gleich gerügt von unseren Edeljuden, daß sie jüdische und muslimische Jungen vor Genitalverstümmelung schützen möchte. Man muß das ja so sarkastisch schreiben, um zu zeigen, wie grenzenlos dumm unsere Gesellschaft ist und was man den (offiziellen) Juden alles durchgehen läßt aufgrund unseres Holocaustmasochismus.

Die Linkspartei hatte sich ja dazumalen wohl zu 90% gegen das Komiker-Gesetz ausgesprochen. Damals gab es keinen Aufschrei.

Ich glaube, FPÖ und AfD sind trotzdem ein gutes Bollwerk gegen den Feminismus, Frauenförderung und Quoten und was weiß ich. Sie müßten halt nur mal ihren infantilen Kavaliers-Konservatismus ablegen und Männer auch als vollwertige Menschen akzeptieren. Ich meine, daß das durchaus einfach wäre, wenn da mal jemand seine Stimme erhebt und die Argumente vorträgt. Ich denke, beide Parteien hätten Potential, wenn sie eine reflektierte Feminismuskritik entwickeln und nicht bloß konservativ polemisieren.

Im übrigen werden diese Parteien ja auch deshalb häufiger von Männern gewählt, weil Männer sich meines Erachtens weniger von Islamophilie und Asylpsychose beeindrucken lassen. :-)

Interessante Betrachtungen

Viktor @, Freitag, 27. Mai 2016, 10:39 (vor 1027 Tagen) @ James T. Kirk

Auf der FPÖ-Webseite www.fpoe.at findet sich nichts zum Thema Beschneidung von Knaben. Da die Partei sich derzeit sehr für Juden und speziell Israel einsetzt und Kontakte zu dortigen Parteien am rechten Rand sucht, auch kaum verwunderlich.
Gruß
Viktor

Noch ist nicht aller Tage Abend

James T. Kirk ⌂, Sonntag, 29. Mai 2016, 19:50 (vor 1025 Tagen) @ James T. Kirk

Zitat Kurier:

Die Debatte um religiöse Beschneidungen an Buben sorgt auch in Vorarlberg für Verunsicherung. FPÖ-Obmann Dieter Egger fordert nach dem Kölner Urteil, an den Vorarlberger Landesspitälern solche Eingriffe an Kindern zu untersagen. Unterstützung erhält er dabei von Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP): Er rät den Ärzten ebenfalls, von Beschneidungen aus religiösen Gründen abzusehen, bis die rechtliche Lage eindeutig geklärt sei. Kritik kommt von der Landes-SPÖ.

Interessant ist hier die Verlogenheit der SPÖ, die sich über diesen "Aufschrei" gegen die Beschneidungspraxis echauffiert.

Es finden sich noch weitere Einträge, so z.B. auf Facebook von der FPÖ Wiener Neustadt.

Hier noch ein peinlicher Gutmensch, wo ich nur noch das Kotzen kriege:

Hose runter: Die FPÖ zählt beschnittene Penisse

Die FPÖ zählt beschnittene Penisse. Kaum zu glauben, aber wahr. Eine parlamentarische Anfrage der FPÖ will erkunden, wieviele Buben aus rituellen Gründen beschnitten werden. Die Türken-Hatz nimmt bedenkliche Ausmaße an. Karl Pfeifer sei es gedankt, dass er diese sagenhaften Umtriebe entdeckt hat.

Es gibt keine Islamophilie. :-)

Noch ist nicht aller Tage Abend

Viktor @, Montag, 30. Mai 2016, 09:30 (vor 1024 Tagen) @ James T. Kirk

Die Links stammen aus 2009 bzw. 2012. Ende 2014 hat Parteichef Strache seiner Partei allerdings eine Pro-Israel-Linie verordnet und seither hört man nichts mehr zum Thema Beschneidung.
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4621566/FPO_Strache-verordnet-ProIsraelLinie

Abwarten und Tee trinken

James T. Kirk ⌂, Montag, 30. Mai 2016, 17:05 (vor 1024 Tagen) @ James T. Kirk

PI-News positioniert sich ja nun schon quasi seit Jahrzehnten proisraelisch und gegen das Beschneidungsritual.

Ich habe das selbst mal positiv angemerkt in einem Kommentar dort, daß PI-News das Ritual brandmarkt und nicht einen auf zwanghaft proisraelisch macht, also durchaus differenzieren kann.

Ich würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn die AfD sich proisraelisch ausrichtet und gegen die Beschneidung - und wenn das genauso auf die FPÖ zutrifft. Der Strache hat ja 'nen Facebook-Account, hoffe ich zumindest. Man kann ihn ja mal fragen.

Daß zu dem Thema lange nichts kam, kann ja auch mit dem Zeitfaktor zu tun haben. Die Sache hat sich seit 2011 erst mal abgekühlt.

Nichtsdestotrotz bleibt es das Grundproblem unserer Parteien, daß sie Ideologie betreiben und entweder rechts- oder linksverblödet sind. Etwas dazwischen gibt es meist leider nicht, sodaß es immer wieder zu obskuren Verleugnungen und Verdrehungen kommt - je nachdem, was man als "gut" auserkoren hat. :-)

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