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Feministinnen fühlen sich gewaltsam ignoriert

Viktor @, Mittwoch, 09. März 2016, 15:32 (vor 1225 Tagen)

Am 8. März gab es wieder die üblichen Opferbekundungen in den Medien. Diesen ist bei ihrer überwiegenden Einseitigkeit bzw. medialen Ungleichbehandlung/-gewichtung von Frauen- und Männerproblemen allerdings zugute zu halten, daß sie von einer Lobby gut organisierter Feministinnen bedrängt werden, die (zumindest in Graz) den bekannten Satz "Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt" anscheinend sinngemäß abgewandelt haben zu "Und bist du nicht willig, so brauchst DU Gewalt":

Zitat: "Die Ignoranz von Frauenrechten, frauenpolitischen und feministischen Themen durch Journalistinnen und Journalisten ist Teil täglicher struktureller Gewalt gegen Frauen. 'Wir haben andere Probleme', so ein Satz, der oft genannt wird, wenn mehr frauenpolitische und feministische Themen in den Medien gefordert werden. Redakteurinnen und Redakteure berichten kaum über feministische und frauenpolitische Aktionen und Inhalte - in einigen Medien werden diese Themen durch verantwortliche Redakteure bzw. Redakteurinnen gänzlich ignoriert. Antifeministische Themen bekommen hingegen immer mehr Raum."

http://grazerfrauenrat.at/fb/frauenbeauftragte/%E2%80%9Emachplatz-mehr-platz-f%C3%BCr-frauenpolitische-und-feministische-themen-den-medien%E2%80%9C

Das macht Hoffnung

Sandal Tolk, Donnerstag, 10. März 2016, 06:49 (vor 1225 Tagen) @ Viktor

Zitat: "... Antifeministische Themen bekommen hingegen immer mehr Raum."

Unsere Kritik wurde offensichtlich erhört. :-D

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".. why was it so rare for a hundred women to get together and build a ship ..., whereas men have fairly regularly done such things?" Roy Baumeister. Männer haben aber kaum für ihre Rechte als Väter gekämpft. Es ist Zeit, das zu ändern!

Aber es wird noch ein langer Weg

Viktor @, Donnerstag, 10. März 2016, 10:37 (vor 1224 Tagen) @ Sandal Tolk
bearbeitet von Viktor, Donnerstag, 10. März 2016, 11:06

Klarer quantitativer Sieg für den Wiener "Standard": In seiner Ausgabe vom 5. März lieferte er auf 39 Seiten mehr oder weniger anklagende Beiträge zum Frauentag. Sogar die Schachseite mußte herhalten, obwohl die Abwesenheit von Frauen an der Leistungsspitze die angebliche Frauendiskriminierung am besten widerlegt, denn im Schach zählt unbestreitbar nur die Leistung und nicht das Geschlecht. Die Verfasser ruf&ehn probierten es also mit argumentativen Verrenkungen: "Schachspieler haben es nicht immer leicht. Schachspielerinnen kaum je. Es mangelt häufig nicht, wie dies Bertina Henrichs in ihrem Roman 'Die Schachspielerin' - 2009 verfilmt mit Sandrine Bonnaire in der Hauptrolle - gezeigt hat, an Talent, aber der Weg zur Anerkennung ist zumeist weiter als jener der Männer." Dann verweisen sie auf die tatsächlich diskriminierende Kopftuchpflicht, die "kulturellen Respekt" vor dem Veranstalterland zeigen sollte, beim Grand-Prix des (offenbar feigen) Weltschachbundes FIDE in Teheran. Sarasadat Khademalsharieh hätte übrigens das Frauenturnier gewinnen können, doch gab die Perserin in der Schlußrunde eine Partie auf, obwohl sie unentschieden stand. Ein Fall von "Schachblindheit", passend zur feministischen Schwarzmalerei oder von patriarchaler Unterdrückung?

Mit Beiträgen auf 21 Seiten belegte die Ausgabe der Grazer "Kleinen Zeitung" vom 8. März den zweiten Platz. Die Forderung nach Gleichberechtigung beim Zugang zu kirchlichen Ämtern war vergleichsweise unauffällig plaziert, was bei einem Blatt, das der katholischen Kirche nahesteht, nicht verwundern sollte. Zum Internationalen Männertag 2015 hatte dieses Blatt mit zwei Seiten die Spitzenposition inne, ohne allerdings der Intention des Männertages, nämlich auch Benachteiligungen von Männern aufzuzeigen, nachzukommen - eher das Gegenteil war der Fall. Am 5. März erklärte Carina Kerschbaumer "so manche Männerbastion" mit der Antwort von Männern auf die Frage, was im Job wichtig sei: Männer nannten meist Erfolg. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn ein hoher Status des Mannes steht auf der Wunschliste von partnersuchenden Frauen an erster Stelle und erzeugt bei Männern Erfolgsdruck.

Die größte Tageszeitung Österreichs "Kronenzeitung" verteilte ihre Aufmerksamkeit zum Frauentag am 8. März auf neun Seiten (Ausgabe Steiermark). Ein Busenwunder wurde ausnahmsweise weiter hinten plaziert und mit schwarzen Balken zensiert. Die steirische Landessekretärin des ÖGB Helga Ahrer wurde mit der Aussage zitiert, Frauen würden in der Steiermark knapp 23 Prozent weniger verdienen - "für gleiche Arbeit wohl gemerkt". Wenn man Unrichtiges nur oft genug wiederholt, wird es anscheinend häufig geglaubt.

Einen mutigen Leitartikel gab es in der "Tiroler Tageszeitung" (8. März) von Anita Heubacher, die den Frauentag, an dem Frauen als Opfer inszeniert werden, am liebsten abschaffen würde. "Ich bin zuversichtlich, dass Mittelstandfrauen wählen und entscheiden können. Es gibt so viele Schattierungen und Lebensmodelle. Aber am Frauentag tun wir so, als ob die Karrierefrau, die am besten noch zwei Kinder hat, das bessere und anzustrebende Lebensmodell wäre und alle dorthin wollten, wenn Mann sie nur ließe. Das ist doch eine unzulässige Schwarz-Weiß-Malerei."

Im Wiener "Falter" (9. März) kritisiert Barbara Toth die angeblich "ganz und gar defensive Frauenpolitik" von Gabriele Heinisch-Hosek: Das Frauenpensionsantrittsalter "darf keinesfalls fünf Jahre früher als geplant erhöht werden, erzählt uns die rote Frauenministerin. Sie argumentiert mit dem traurigen Status Quo." Für zwei Drittel der Frauen, die jetzt schon bis 65 arbeiten wollen, fühle sie sich offensichtlich nicht verantwortlich. "In anderen Ländern, Norwegen, Dänemark und Island etwa, arbeiten Männer und Frauen schon heute völlig selbstverständlich bis 67." Der Gender-Pay-Gap und die ungebrochen hohe Teilzeitquote bei Frauen hätten sich "in den fünf letzten Jahrzehnten roter Frauenpolitik paradoxerweise überhaupt nicht verbessert" - diese Kritik geht allerdings ins Leere, denn man kann Frauen, die Teilzeit arbeiten wollen, nicht zu Vollzeit zwingen. Und unkorrekte Angaben über Gehaltsunterschiede sind eine Spezialität der Frauenministerin, mit der sie sich selber zur Freude der Opposition ein schlechtes Zeugnis ausstellt. "Heinisch-Hosek wehrte sich schon dagegen, dass Vätern das recht auf gemeinsame Obsorge für ihre Kinder von vornherein zusteht. Jetzt kämpft sie dagegen an, dass Kinder nach Trennungen automatisch bei Mama und Papa leben, wie es in vielen Ländern wie Großbritannien, den USA, Schweden, Dänemark, Belgien, Tschechien und inzwischen auch Deutschland üblich ist."
(Quelle: Verein Freimann Graz Newsletter 8. März mit Ergänzungen)

Obwohl der Wiener "Standard" am 5. März ein Feuerwerk an Feminismusbeiträgen lieferte, sind österreichische Frauen mit ihrer Situation zufriedener als Männer. Dies geht aus einer Umfrage im Auftrag des Wiener "Standard" selber hervor, die ebenfalls in der Ausgabe 5. März publiziert wurde. 81% der Frauen gaben an, persönlich sehr wohl gerecht behandelt zu werden.

http://derstandard.at/2000032299814/Mehrheit-fuerchtet-dass-Migration-Gleichberechtigung-gefaehrdet

Der Publizist Andreas Unterberger analysiert in seinem Blog diese Umfrage:

http://www.andreas-unterberger.at/2016/03/feminismus-diskriminierung-ohne-diskriminierte/

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