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Neuer feministischer Grundwiderspruch

Winrich, Mittwoch, 09. September 2015, 11:56 (vor 1443 Tagen)

Es klang ja bei Plasberg immer wieder unüberhörbar durch: "Solche Jobs, die eben gerne hauptsächlich von Frauen gemacht werden, also im sozialen und im Pflegebereich werden viel zu schlecht bezahlt." Das ist eben die neue Argumentation, nach dem der Gender-Pay-Gap-Schwindel von wegen 23% weniger Lohn für die gleiche Arbeit nicht mehr haltbar war.

Einerseits ist alles nur sozial konstruiert, andererseits gibt es Jobs, die Frauen quasi von Natur aus lieber und besser machen als Männer. Tja, was denn nun?

Neuer feministischer Grundwiderspruch

Scharlih, Mittwoch, 09. September 2015, 12:51 (vor 1443 Tagen) @ Winrich

Es klang ja bei Plasberg immer wieder unüberhörbar durch: "Solche Jobs, die eben gerne hauptsächlich von Frauen gemacht werden, also im sozialen und im Pflegebereich werden viel zu schlecht bezahlt." Das ist eben die neue Argumentation, nach dem der Gender-Pay-Gap-Schwindel von wegen 23% weniger Lohn für die gleiche Arbeit nicht mehr haltbar war.

Es ist auch eine im Kern sozialistische Position. Alle Arbeit ist gleich viel wert, alle, die arbeiten, sollen also gleich bezahlt werden. Das glauben alle Sozialisten heute noch und liegt auch der marxistischen Theorie zugrunde. Das Problem ist: die Arbeitswerttheorie ist längst widerlegt. Nicht der Wert einer Arbeit, eines Produkts, eines Angebots bestimmt den Preis, sondern die Nachfrage (im Verhältnis zum Angebot).

Daß dies nun mal so ist, paßt Sozialisten aller Schattierungen nicht, deswegen werden sie nicht müde, nach Regulierungen und Verstaatlichungen zu schreien. Das feministische Geschwätz von der "gleichwertigen" Arbeit ist nur eine Variante dieses Bedürfnisses, den freien Markt auszuschalten und an seine Stelle staatlichen Zwang zu setzen.

Scharlih

Neuer feministischer Grundwiderspruch

AndreasF ⌂ @, Kutenholz, Mittwoch, 09. September 2015, 20:05 (vor 1443 Tagen) @ Winrich

Ich glaube nicht, dass seine Argumentation richtig war.

Er sagte ja, dass die Löhne sinken, wenn mehr Frauen den Job machen. Ich glaube jedoch, dass schlicht und ergreifend schlechter bezahlte Jobs von Männern gemieden werden, da die Frauen ja von ihnen erwarten, dass sie die Familie ernähren - was natürlich von Gender-Seite geleugnet wird.

Frauen haben hingegen das Problem des Hauptverdieners deutlich seltener und machen dann eben die Arbeit, die ihnen am meisten an persönlicher Erfüllung bietet.

Meine Frau ist da ein gutes Beispiel. Ich verdiene recht gut und es ist für unsere Familie (Mann, Frau, 2 Kinder) Überlebenswichtig, dass dieses Geld ohne wenn und aber hereinkommt.
Kündigen? Das könnte ich nur, wenn ich übergangslos einen zumindest gleichwertig bezahlten Job bekommen würde - was mit meinen 50 Lenzen bereits schwierig wird.

Meine Frau hingegen ist gelernte Bürokauffrau und hatte, nachdem unsere Kinder auf die weiterführende Schule kamen, keine Lust mehr auf Büroarbeit.
Also wurde sie Altenpflegehelferin, ergriff also einen deutlich schlechter bezahlten Beruf, der ihr mehr persönliche Erfüllung brachte.
Nach 6 Jahren hat sie sich mit ihrer Chefin zerstritten und mal eben so gekündigt - was ich nicht kann - und sich einen neuen Job gesucht.
Glücklicherweise werden Altenpfleger gesucht und so ergab sich keine Lücke, doch wenn, dann hätte mein Hauptgehalt das abfangen müssen - umgekehrt unmöglich!

--
Der Feminismus hat es geschafft, dass Frauen die gleichen Rechte wie die Männer haben, jedoch ohne deren Pflichten übernehmen zu müssen.
Gelichzeitig müssen Männer heute viele Pflichten der Frauen mit übernehmen, ohne jedoch deren Rechte zu bekommen!

Zustimmung

AndreasKs. @, Mittwoch, 09. September 2015, 20:47 (vor 1443 Tagen) @ AndreasF

Man kann das Geschlechterverhältnis auf dem Arbeitsmarkt nicht richtig erfassen, solange man das Geschlechterverhältnis auf dem Beziehungsmarkt ausblendet.

--
https://twitter.com/AndreasKrausser

Ebenfalls Zustimmung

Friedhardt, Samstag, 12. September 2015, 00:10 (vor 1441 Tagen) @ AndreasF

AndreasF

Ich glaube jedoch, dass schlicht und ergreifend schlechter bezahlte Jobs von Männern gemieden werden, da die Frauen ja von ihnen erwarten, dass sie die Familie ernähren...
Frauen haben hingegen das Problem des Hauptverdieners deutlich seltener und machen dann eben die Arbeit, die ihnen am meisten an persönlicher Erfüllung bietet.

AndreasKs

Man kann das Geschlechterverhältnis auf dem Arbeitsmarkt nicht richtig erfassen, solange man das Geschlechterverhältnis auf dem Beziehungsmarkt ausblendet.

Diese beiden Kommentare bringen es auf den Punkt!


Mit subsumierten Grüßen

Friedhardt

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