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Watschn für Vater: oder Neues aus der Rape Culture

Radfahrer @, Sonntag, 12. Juli 2015, 00:17 (vor 1498 Tagen)

So weit sind wir also schon in der Rape Culture: Ein Vater kann nicht einmal mehr mit seinem Kind spazieren gehen und sich dabei sicher fühlen, nicht krankenhausreif geschlagen zu werden.

Danke an die Rape Culture HysterikerInnen!

Es berichtet natürlich Arne, aber auch z.B. die Augsburger Allgemeine und der Focus.

Erschütternd fand ich einen Kommentar unter dem Focus-Artikel:

Schön, dass es doch noch so viel Zivilcourage gibt. Was der Artikel jetzt nicht hergibt, ist, was vorgefallen ist. Denn ich halte es für an den Haaren herbeigezogen, dass jemand einfach so beschimpft wird. [...]

Also nochmal langsam: Es kann passieren, dass ich mit meiner Tochter spazieren gehe, dabei erst als Kinderschänder angepöbelt und dann vor den Augen meines geschockten Kindes geschlagen werde. Und dann erblödet sich noch ein Kommentator, zu schreiben, "schön, dass es doch noch so viel Zivilcourage gibt". Seid mir nicht böse, Leute, aber das fasse ich nicht.

Was meint ihr: Soll ich mit meiner Tochter (12) darüber sprechen?

Fassungsloses Grüßle, Radfahrer

Watschn für Vater: oder Neues aus der Rape Culture

Winrich, Sonntag, 12. Juli 2015, 01:05 (vor 1498 Tagen) @ Radfahrer

Was ist denn das für eine abgefahrene Geschichte? Hatten die "Kinderschützer" denn irgendeine Anlass, den Vater für einen Pädophilen zu halten?

Watschn für Vater: oder Neues aus der Rape Culture

AndreasKs. @, Sonntag, 12. Juli 2015, 12:00 (vor 1497 Tagen) @ Radfahrer

Was meint ihr: Soll ich mit meiner Tochter (12) darüber sprechen?

Ich werde das mit meinen Töchtern (17 & 19) nicht ansprechen. Erstens, weil ich diese perverse Moral nicht durch Erwähnung an sie heran tragen möchte. Zweitens, weil sie auch schon älter sind und ein eigenes Urteil auch in diesen Dingen haben.

Bei Deiner 12-jährigen Tochter ist mein Rat, solchen Unsinn von ihr fern zu halten.

Beste Grüße

Andreas

--
https://twitter.com/AndreasKrausser

Watschn für Vater ... heute berichtet der Spiegel

Radfahrer @, Sonntag, 12. Juli 2015, 22:30 (vor 1497 Tagen) @ Radfahrer

Heute kommt ein weiterer Artikel im Spiegel dazu.

Der Spiegel schreibt:

Was hat den Männern den Eindruck vermittelt, sie würden Zeuge eines Verbrechens? Dies sei vollkommen unklar, sagt ein Polizeisprecher auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. Man habe keine Ahnung, wie das anfängliche Trio auf "die völlig absurde Idee" gekommen sei. Es habe keinerlei Anhaltspunkte dafür gegeben, dass der 50-Jährige sich in irgendeiner Weise verdächtig verhalten habe.

Der Radfahrer hat eine Ahnung: Da der Teutsche immer ein Feindbild braucht, hat man sich nun den Mann als steten potentiellen Vergewaltiger herausgesucht. Also muss, so der Mob, doch einfach klar sein, was ein Mann vorhat, wenn er um 21 Uhr mit einem Kind durch die Gegend spaziert. Was anderes als Vergewaltigen (so der Mob) haben diese Monster doch eh nicht im Sinn.

Was den Mann, der den offensichtlich unschuldigen Vater vor den Augen seiner Tochter schlug, dazu veranlasste, war hingegen schnell geklärt:

Nicht Zivilcourage, lieber Herr Kommentator, sondern Alkohol.

Und eine Frau, die ihn (wie ich nach dem Lesen des Artikels der Augsburger Allgemeinen unterstelle) anstiftete.

Grüßle, Radfahrer

Watschn für Vater ...

Hans3, Montag, 13. Juli 2015, 09:33 (vor 1496 Tagen) @ Radfahrer

Der Radfahrer hat eine Ahnung: Da der Teutsche immer ein Feindbild braucht, hat man sich nun den Mann als steten potentiellen Vergewaltiger herausgesucht. ...

Aber es waren doch Männer, die den Vater, einen anderen Mann, zumindest verfolgt und beschimpft haben - das ist es, was ich noch viel weniger verstehe :-( . Wieso können so viele Männer ihr eigenes Geschlecht nicht leiden?!

Einen Tag vorher hat SPON bereits berichtet, und da ist für mich der eigentliche Skandal versteckt:
"Später stellte sich heraus, dass der Mann aus Ingolstadt mit seiner Tochter spazieren ging, weil sie sich die Zeit vertreiben wollten, in der seine Frau einen Fortbildungskurs absolvierte. Seine Frau klärte die Familienverhältnisse bei der Polizei auf."

Hä? Wieso muss das erst die Frau aufklären??? Und wieso bei der Polizei? Es sollte doch reichen, wenn der Vater die Sache aufklärt. Für mich klingt das so, dass der Vater erst mal verhaftet wurde - da hat er ja noch mal "Glück" gehabt, dass seine Frau nicht mehrere Tage auf Dienstreise war, sonst hätte er wahrscheinlich noch mehrere Tage in Untersuchungshaft gesessen. Wenn ein paar Vollpfosten Langeweile haben, ist es das eine, wenn aber die Polizei offensichtlich auch diese Vorurteile hat, dann ist es noch viel schlimmer.

Gruß,
Hans3

Watschn für Vater ... heute berichtet der Spiegel

Scharlih, Montag, 13. Juli 2015, 14:18 (vor 1496 Tagen) @ Radfahrer

Was den Mann, der den offensichtlich unschuldigen Vater vor den Augen seiner Tochter schlug, dazu veranlasste, war hingegen schnell geklärt:

Nicht Zivilcourage, lieber Herr Kommentator, sondern Alkohol.

Alkohol veranlaßt zu nix. Das ist ein Märchen derjenigen, die glauben, man dürfe niemanden für seine Taten verantwortlich machen. Alkohol enthemmt, das ist aber etwas ganz anderes.

Scharlih

Watschn für Vater ... heute berichtet der Spiegel

Mannzipation, Donnerstag, 23. Juli 2015, 08:47 (vor 1486 Tagen) @ Scharlih

Alkohol veranlaßt zu nix. Das ist ein Märchen derjenigen, die glauben, man dürfe niemanden für seine Taten verantwortlich machen. Alkohol enthemmt, das ist aber etwas ganz anderes.


Das ist ein überaus wichtiger Punkt, Danke!

--
Frauen werden in den Medien stets als das sensiblere, romantischere, empathischere und aufopferungsbereitere Geschlecht dargestellt. Warum begehen dann Ehemänner, deren Frauen sterben, zehnmal häufiger Selbstmord als Frauen, deren Männer gestorben sind?

off topic ... Alkohol

Radfahrer @, Samstag, 25. Juli 2015, 15:24 (vor 1484 Tagen) @ Scharlih

Was den Mann, der den offensichtlich unschuldigen Vater vor den Augen seiner Tochter schlug, dazu veranlasste, war hingegen schnell geklärt:

Nicht Zivilcourage, lieber Herr Kommentator, sondern Alkohol.


Alkohol veranlaßt zu nix. Das ist ein Märchen derjenigen, die glauben, man dürfe niemanden für seine Taten verantwortlich machen. Alkohol enthemmt, das ist aber etwas ganz anderes.

Hallo Scharlih,

falsch:

1. reißt Du meine Aussage aus dem Zusammenhang (den Du aber freundlicherweise mit zitierst, also gilt mein Vorwurf nur halb). Ich widersprach dem Kommentator, der die angebliche Zivilcourage des Schlägers lobte. Dieser war aber nicht mutig, sondern besoffen.
2. Natürlich veranlasst der Alkohol etwas. Schimpf mich einen Biologisten, aber nach 3 Bier tickt mein Hirn anders als vorher, und zwar nicht nur "enthemmt".
3. stellst Du etwas als Dissens hin, worin wir uns einig sind: Drogenkonsum darf kein Grund sein, um aus der Verantwortung genommen werden.

Im Gegenteil, ich gehe da noch weiter: Ich plädiere für ein Straftatmerkmal der "besonders groben Fahrlässigkeit", das immer dann greifen soll, wenn die Tat unter Drogeneinfluss begangen wurde. Dies würde es erheblich vereinfachen, einen Täter einer Straftat zu überführen, da die Juristen der Ausrede beraubt würden, der Täter habe unter Drogeneinfluss gehandelt, und deshalb sei ihm kein Vorsatz nachweisbar (was ja faktisch stimmt, aber das darf ihn eben nicht der Verantwortung entledigen).

Im Detail gäbe es da freilich viel zu klären. Was ist z.B., wenn dem Täter die Drogen eingeflößt wurden, und wo liegt dann die Beweislast?

Aber im Grunde Zustimmung: Wenn ich ohne Not einen Vater vor den Augen seiner Tochter schlage, nur weil ich mir einbilde, er sei pädophil, dann darf es (strafrechtlich) keinen wesentlichen Unterschied machen, ob ich das nüchtern oder nach der 3. Maß mache.

Grüßle, Radfahrer

Watschn für Vater: oder Neues aus der Rape Culture

maddes8cht, Montag, 13. Juli 2015, 12:12 (vor 1496 Tagen) @ Radfahrer

Interessant ist auch der Umstand, dass im Focus in den Kommentaren die Frage nach der Ethnie auftaucht.
Ob das entweder rechte Schläger waren, oder Ausländer.
Die Überlegeung, dass sich da linkes Gutmenschentum äußert, ist näherliegender, aber nicht als Möglichkeit in den Köpfen denkbar.

Rassistischer Hintergrund der Tat?
Aber sicher:
Sie richtet sich gegen den WHM.
Ich denke, an gewaltsame Aktionen gegen WHM werden wir uns noch gewöhnen müssen.:-(

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