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Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

NorbertU ⌂ @, Nordhessen, Samstag, 27. Juni 2015, 19:47 (vor 1512 Tagen)
bearbeitet von NorbertU, Samstag, 27. Juni 2015, 20:04

Bei Genderama wurden von Arne Hofmann zwei Leserbriefe veröffentlicht, die sich mit dem Thema Vaterlosigkeit im Zusammenhang mit der Homo-Ehe beschäftigen.
http://genderama.blogspot.de/2015/06/lesermail-homo-ehe_26.html
http://genderama.blogspot.de/2015/06/lesermail-homo-ehe-und-vaterlosigkeit.html


Beide Leserbriefschreiber wuchsen, wie ich auch, vaterlos auf. Wer meine Autobiografie „Der Opektafarmer“ gelesen hat weiß, dass die Suche nach meinem Vater meine Kindheit und Jugend bestimmt hat. Ich schreibe hier als nicht nur als Betroffener, sondern auch als ausgebildeter Pädagoge.

In der Diskussion zur Homo-Ehe wird beharrlich ein wichtiger Aspekt verschwiegen:
Kein gleichgeschlechtliches Paar kann ein gemeinsames Kind haben.
Alle Kinder, die in solchen Partnerschaften aufwachsen, haben mindestens einen Elternteil verloren, häufig auch beide. Adoptionswillige Schwule und Lesben bemühen sich gerne um Kinder aus anderen Ländern, da der deutsche Adoptionsmarkt nicht genügend Kinder zur Verfügung stellt. Alle diese Kinder haben leibliche Eltern, Vater und Mutter. Wer sich mit den Geschichten von adoptierten Kindern beschäftigt erfährt, dass viele von ihnen später Kontakt zu ihren leiblichen Eltern suchen.
Rund ein Drittel aller Stiefkindadoptionen scheitern, später wollen entweder Kinder oder Eltern die Adoption rückgängig machen (was aber nach dem Gesetz nicht möglich ist).
Die Homo-Ehe hat nach meiner Meinung nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern ist der Ausdruck des Bedürfnisses, die klassische Ehe zu imitieren. Der Wunsch nach Kindern zeigt deutlich, dass einige dieser Menschen nicht mit ihrer Lebensform zufrieden sind.
Dies sollte nicht dazu führen, dass Kinder, die bei fremden Menschen aufwachsen, als die eigenen Kinder ausgegeben werden dürfen. Dies sind sie nicht. Sie sind vielmehr Kinder, die ihre Eltern verloren haben und bei Ersatzeltern leben.

Der zweite Leserbriefschreiber regt an:

„Jedenfalls denke ich wirklich, dass wir erst einmal unbedingt eine Debatte über die Vaterlücke brauchen, in der die verschiedenen Stimmen zu Wort kommen können…“

Das denke ich auch und ich hoffe, dass es in diesem Forum zu dieser Debatte kommt.

Mehr zum Thema habe ich schon früher geschrieben. Siehe:
www.Stiefkindadoption.de/Gebrauchtkinder.htm
www.Stiefkindadoption.de/Schwulenadoption.htm

--
www.Stiefkindadoption.de
WWW.Opektafarmer.de

Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

Gismatis @, Basel, Sonntag, 28. Juni 2015, 15:14 (vor 1511 Tagen) @ NorbertU

Hallo NorbertU

In der Diskussion zur Homo-Ehe wird beharrlich ein wichtiger Aspekt verschwiegen:
Kein gleichgeschlechtliches Paar kann ein gemeinsames Kind haben.

Dieser Aspekt wird nicht verschwiegen, sondern er ist einfach offensichtlich. Die Vorstellung, dass erst leibliche Kinder eine Ehe legitimieren, ist offenbar nicht sehr verbreitet. So müssen zum Beispiel Heteropaare, die Kinder adoptieren möchten, seit jeher verheiratet sein. Hier wird gar nicht erst erwartet, dass sie eigene Kinder zeugen, denn sonst müssten sie ja nicht welche adoptieren.

Alle Kinder, die in solchen Partnerschaften aufwachsen, haben mindestens einen Elternteil verloren, häufig auch beide. Adoptionswillige Schwule und Lesben bemühen sich gerne um Kinder aus anderen Ländern, da der deutsche Adoptionsmarkt nicht genügend Kinder zur Verfügung stellt. Alle diese Kinder haben leibliche Eltern, Vater und Mutter.

Es gibt keine Waisen in anderen Ländern?

Wer sich mit den Geschichten von adoptierten Kindern beschäftigt erfährt, dass viele von ihnen später Kontakt zu ihren leiblichen Eltern suchen.

Wenn die leiblichen Eltern noch leben, sollte dies auch ermöglicht werden. Wenn sie nicht mehr leben, sollten die Kinder wenigstens erfahren, wer sie waren.

Rund ein Drittel aller Stiefkindadoptionen scheitern, später wollen entweder Kinder oder Eltern die Adoption rückgängig machen (was aber nach dem Gesetz nicht möglich ist).

Ja, irgendwann muss man sich halt entscheiden. Das müssen Heteropaare auch, wenn sie miteinander ein Kind zeugen. Dass ein bestimmter Prozentsatz eine Entscheidung später bereut, kann ja nicht heißen, dass dieser Weg nun nicht mehr gewählt wird. Dann könnten wir uns ja für gar nichts mehr entscheiden.

Die Homo-Ehe hat nach meiner Meinung nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern ist der Ausdruck des Bedürfnisses, die klassische Ehe zu imitieren.

Sie hat sehr viel mit Gleichberechtigung zu tun: Das Recht von Frauen, einen Mann zu heiraten, wird auf Männer ausgeweitet und das Recht von Männern, eine Frau zu heiraten, wird auf Frauen ausgeweitet. Mann und Frau bekommen hier die völlig gleichen Rechte.

Auf deine Vorstellung, dass hier etwas imitiert wird, möchte ich kurz eingehen, da sie leicht für ein brauchbares Argument gehalten werden kann. Dabei ist es nur ein Konstrukt, das nacheinander auf folgenden Vorstellungen aufbaut:

1. Die Hetero-Ehe ist das Original
2. Die Homo-Ehe ist eine Nachahmung des Originals
3. Homosexuelle wollen die Homo-Ehe, um die Hetero-Ehe zu imitieren
4. Der Wunsch der Homosexuellen wird dadurch delegitimiert

Schon der erste Punkt ist eine reine Zuschreibung deinerseits. Der letzten Punkt ist eine Annahme meinerseits. Bitte korrigiere mich, falls ich falsch liegen sollte.

Der Wunsch nach Kindern zeigt deutlich, dass einige dieser Menschen nicht mit ihrer Lebensform zufrieden sind.

Dann sind aber auch Heteropaare, die sich Kinder wünschen, mit ihrer (aktuell kinderlosen) Lebensform «nicht zufrieden».

Dies sollte nicht dazu führen, dass Kinder, die bei fremden Menschen aufwachsen, als die eigenen Kinder ausgegeben werden dürfen. Dies sind sie nicht. Sie sind vielmehr Kinder, die ihre Eltern verloren haben und bei Ersatzeltern leben.

Das ist der Vorteil bei gleichgeschlechtlichen Paaren. Bei ihnen ist es offensichtlich.

Der zweite Leserbriefschreiber regt an:

„Jedenfalls denke ich wirklich, dass wir erst einmal unbedingt eine Debatte über die Vaterlücke brauchen, in der die verschiedenen Stimmen zu Wort kommen können…“

Die brauchen wir sowieso, ganz unabhängig von der Diskussion um die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare.

Gruß
Gismatis

@NorbertU & @Gismatis

AndreasKs. @, Sonntag, 28. Juni 2015, 19:00 (vor 1511 Tagen) @ Gismatis

Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.

--
https://twitter.com/AndreasKrausser

Den Satz würde ich drucken.

Matt Alder @, Sonntag, 28. Juni 2015, 19:15 (vor 1511 Tagen) @ AndreasKs.

- kein Text -

gut gesagt!

Radfahrer @, Sonntag, 28. Juni 2015, 19:35 (vor 1511 Tagen) @ AndreasKs.

Die Verbindung von Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, ist eine Essenz. Die Verbindung zweier Erwachsener, die Kinder adoptieren, ist eine Konstruktion.

Ich denke, solange man dies feststellt und nicht wertet, unterschreiben es sogar viele Homosexuelle. Diese akzeptieren die "Heteronormativität" der Fortpflanzung viel unverkrampfter als manche IdeologInnen.

dto.

Friedhardt, Sonntag, 28. Juni 2015, 23:56 (vor 1511 Tagen) @ AndreasKs.

- kein Text -

Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

Carlos, Sonntag, 28. Juni 2015, 20:29 (vor 1511 Tagen) @ Gismatis

Hallo Gismatis,
ich persönlich stehe neutral zur Homo-Ehe, mir geht es nur um die Argumente.

Die Homo-Ehe hat nach meiner Meinung nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern ist der Ausdruck des Bedürfnisses, die klassische Ehe zu imitieren.


Sie hat sehr viel mit Gleichberechtigung zu tun: Das Recht von Frauen, einen Mann zu heiraten, wird auf Männer ausgeweitet und das Recht von Männern, eine Frau zu heiraten, wird auf Frauen ausgeweitet. Mann und Frau bekommen hier die völlig gleichen Rechte.

Ich glaube auch, dass es nichts mit Gleichberechtigung zu tun hat. Denn: wenn ich richtig informiert bin, dann fehlen in Deiner Darstellung entscheidende Punktte: 1. diese Rechte sind mit finanzieller Vergünstigung verbunden, und 2. warum sollte der Staat eine Ehe auf diese Weise prämieren? Der Grund ist, weil es um eine "Produktion" von neuen Bürgern geht. Das ist in einer Homo-Ehe nicht möglich. Deswegen ist es auch keine Diskriminierung (also keine Nicht-Gleichberechtigung) von Homosexuellen, ihnen diese Vergünstigungen zu verwehren.

Diskriminierung liegt dann vor, wenn einem etwas aufgrund einer Eigenschaft verwehrt wird, die mit der Sache, um die es geht, nichts zu tun hat. Die Sache, um die es dem Staat bei einer Ehe geht, sind die Kinder. Und Kinder können Homosexuelle nicht bekommen.

Natürlich kann man nun entgegnen, dass nicht alle verheiratete Paare Kinder bekommen (wie Arne das unlängst tat, ich weiß nicht ob Du das auch so sagen würdest). Das ändert aber nichts an der legitimen Haltung des Staates Kinder haben zu wollen und dies zu belohnen. Eine Lücke im Gesetz ist kein Argument dafür sie zu vergrößern. Wenn im Gefängnis auch ein paar Unschuldige landen, ist es kein Argument dafür alle frei zu lassen. Oder wenn ein Türsteher nicht alle Krawallmacher aussortieren kann, ist das kein Argument dafür jeden reinzulassen (bitte Homosexuelle nicht mit Krawallmachern gleichsetzen, ist nur ein Beispiel, um ein Prinzip zu verdeutlichen).

Dass man heute die Begriffe "Gleichberechtigung" und "Diskriminierung" sehr gut als Totschlagargumente missbrauchen kann, ist glaube ich der hauptsächliche Grund, warum man diese für die Homo-Ehe als Kampfbegriffe ausgewählt hat.

Überzeugender (und auch redlicher) fände ich eine Argumentation über den gesellschaftlichen (nicht juristischen) Status der Eheleute. Verheiratete drücken gesellschaftlich - im Gegensatz zu Unverheirateten, die den Endruck einer provisorischen Partnerschaft vermitteln - die höchste Stufe der Liebe aus. Hier könnte argumentiert werden, dass auch Homosexuelle fähig sind ihren Partner ebenso (bedingungslos und lebenslang) zu lieben.

Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

AndreasKs. @, Sonntag, 28. Juni 2015, 21:47 (vor 1511 Tagen) @ Carlos

Verheiratete drücken gesellschaftlich - im Gegensatz zu Unverheirateten, die den Endruck einer provisorischen Partnerschaft vermitteln - die höchste Stufe der Liebe aus.

Das ist eine Vorstellung ziemlich neueren Datums. Früher wurden Ehen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten arrangiert. Das war in Deutschland in ländlichen Raum noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts zu beobachten.

--
https://twitter.com/AndreasKrausser

Gut zu wissen

Carlos, Sonntag, 28. Juni 2015, 23:50 (vor 1511 Tagen) @ AndreasKs.

- kein Text -

Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

Gismatis @, Basel, Mittwoch, 08. Juli 2015, 10:27 (vor 1501 Tagen) @ Carlos

Hallo Carlos

Natürlich kann man nun entgegnen, dass nicht alle verheiratete Paare Kinder bekommen (wie Arne das unlängst tat, ich weiß nicht ob Du das auch so sagen würdest).

Das ist der entscheidende Punkt. Wenn es so wäre, dass nur Paare, die miteinander Kinder bekommen können und wollen, heiraten könnten, wären ja auch Heteropaare ausgeschlossen, bei denen dies nicht der Fall ist. Somit wäre ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen keine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare.

Das ändert aber nichts an der legitimen Haltung des Staates Kinder haben zu wollen und dies zu belohnen. Eine Lücke im Gesetz ist kein Argument dafür sie zu vergrößern.

Wenn es dem Staat wirklich um Kinder ginge, dann würde er verheiratete und unverheiratete Eltern gleichermaßen fördern. Ich sehe einfach, dass bei der gegenwärtigen Regelung rechtlich nicht der geringste Zusammenhang besteht und auch nicht versucht wird, diesen Zusammenhang zu stärken.

Dass man heute die Begriffe "Gleichberechtigung" und "Diskriminierung" sehr gut als Totschlagargumente missbrauchen kann, ist glaube ich der hauptsächliche Grund, warum man diese für die Homo-Ehe als Kampfbegriffe ausgewählt hat.

Es sind keine Kampfbegriffe, sondern sie sind juristisch einfach zutreffend. Kinder sind nirgends als Kriterium aufgeführt, um eine Ehe eingehen zu können. Daher kann auch nicht das Geschlecht als notwendiges Kriterium geltend gemacht werden. Kein Gegner der Homoehe hat das bisher gestört. Das ist der Grund, warum ich es ihnen nicht abnehme, wenn sie jetzt plötzlich mit diesem Argument kommen. Natürlich ist dieses Verfahren politischer Standard: Ein Argument wird nur temporär hervorgeholt, um gegen eine aktuelle Gefahr zu argumentieren. Sobald die Gefahr abgewehrt ist, verschwindet das Argument wieder und spielt keine Rolle mehr. Obwohl also nach einer erfolgreichen Abwehrung der Homoehe (die ja sowieso nur temporär wäre) der angeblich stoßende Zustand, dass viele Ehen kinderlos bleiben, bestehen bleibt, wäre das plötzlich wieder (genau wie zuvor) kein Problem mehr. Ich halte dieses Argument daher für komplett unglaubwürdig.

Überzeugender (und auch redlicher) fände ich eine Argumentation über den gesellschaftlichen (nicht juristischen) Status der Eheleute. Verheiratete drücken gesellschaftlich - im Gegensatz zu Unverheirateten, die den Endruck einer provisorischen Partnerschaft vermitteln - die höchste Stufe der Liebe aus. Hier könnte argumentiert werden, dass auch Homosexuelle fähig sind ihren Partner ebenso (bedingungslos und lebenslang) zu lieben.

Das mag man ergänzend tun, ändert aber nichts an der juristischen Argumentation.

Gruß, Gismatis

Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

Carlos, Mittwoch, 08. Juli 2015, 12:40 (vor 1501 Tagen) @ Gismatis

Grüß Dich, Gismatis,

Wenn es dem Staat wirklich um Kinder ginge, dann würde er verheiratete und unverheiratete Eltern gleichermaßen fördern. Ich sehe einfach, dass bei der gegenwärtigen Regelung rechtlich nicht der geringste Zusammenhang besteht und auch nicht versucht wird, diesen Zusammenhang zu stärken.

Was die gegenwärtige Regelung angeht bin ich nicht so fit, und was die unverheirateten Eltern betrifft, ist in der Tat interessant. Ich könnte mir vorstellen, dass da religiöse Vorstellungen eine Rollen gespielt haben, oder aber man geht davon aus, dass bei verheirateten Eltern die finanzielle und psychische Stabilität des Kindes besser gewährleistet wird.

Aber die wichtige Frage bleibt: warum sollte der Staat ein Interesse daran haben, dass zwei Menschen dauerhaft zusammenkommen; stabile und langjährige Beziehungen eingehen? Was geht es den Staat an?

Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

NorbertU ⌂ @, Nordhessen, Montag, 29. Juni 2015, 11:35 (vor 1510 Tagen) @ Gismatis

kursiv: Ursprünglicher Text
Antwort Gismatis
Meine Antwort auf diese

In der Diskussion zur Homo-Ehe wird beharrlich ein wichtiger Aspekt verschwiegen:
Kein gleichgeschlechtliches Paar kann ein gemeinsames Kind haben.

Dieser Aspekt wird nicht verschwiegen, sondern er ist einfach offensichtlich. Die Vorstellung, dass erst leibliche Kinder eine Ehe legitimieren, ist offenbar nicht sehr verbreitet. So müssen zum Beispiel Heteropaare, die Kinder adoptieren möchten, seit jeher verheiratet sein. Hier wird gar nicht erst erwartet, dass sie eigene Kinder zeugen, denn sonst müssten sie ja nicht welche adoptieren.
Wenn dieser Aspekt offensichtlich ist, warum wird in den Medien nicht erwähnt (und somit verschwiegen), dass ein gleichgeschlechtliches Paar kein gemeinsames Kind haben kann? Der Grund ist, dass dann manche Befürworter der Adoption durch Homosexuelle ihre Meinung ändern könnten. Heterosexuelle Paare zeugen ihre Kinder in der Regel. Die Adoption ist nicht die Regel.
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Kinder von homosexuellen Paaren immer leibliche Eltern verloren haben.

Alle Kinder, die in solchen Partnerschaften aufwachsen, haben mindestens einen Elternteil verloren, häufig auch beide. Adoptionswillige Schwule und Lesben bemühen sich gerne um Kinder aus anderen Ländern, da der deutsche Adoptionsmarkt nicht genügend Kinder zur Verfügung stellt. Alle diese Kinder haben leibliche Eltern, Vater und Mutter.

Es gibt keine Waisen in anderen Ländern?
Doch. Aber die Kinder müssen nicht Waisen sein, um adoptiert zu werden. Das adoptierte Kind eines schwulen Paares aus Köln zum Beispiel, dessen „Väter“ sich bei mir über meine Meinung beschwert hatten oder der Junge aus Indien, dessen Geschichte auf der Suche nach seinen Wurzeln im Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Wer sich mit den Geschichten von adoptierten Kindern beschäftigt erfährt, dass viele von ihnen später Kontakt zu ihren leiblichen Eltern suchen.

Wenn die leiblichen Eltern noch leben, sollte dies auch ermöglicht werden. Wenn sie nicht mehr leben, sollten die Kinder wenigstens erfahren, wer sie waren.
Das ist das mindeste.

Rund ein Drittel aller Stiefkindadoptionen scheitern, später wollen entweder Kinder oder Eltern die Adoption rückgängig machen (was aber nach dem Gesetz nicht möglich ist).

Ja, irgendwann muss man sich halt entscheiden. Das müssen Heteropaare auch, wenn sie miteinander ein Kind zeugen. Dass ein bestimmter Prozentsatz eine Entscheidung später bereut, kann ja nicht heißen, dass dieser Weg nun nicht mehr gewählt wird. Dann könnten wir uns ja für gar nichts mehr entscheiden.
Das ist absurd. Ein Kind kann sich in der Regel nicht entscheiden, ob es adoptiert werden will. Eine Adoption ist (zumindest in Deutschland) nicht wieder aufzuheben. Einem leiblichen Vater kann sein ehelich geborenes Kind wegadoptiert werden, Adoptiveltern sind auf Gedeih und Verderb und ewig mit dem Kind verbunden.
Heteropaare wollen nicht annähernd häufig ihre leiblichen Kinder später wieder loswerden.
Kinder ihre biologischen Eltern sowieso nicht.

Die Homo-Ehe hat nach meiner Meinung nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern ist der Ausdruck des Bedürfnisses, die klassische Ehe zu imitieren.

Sie hat sehr viel mit Gleichberechtigung zu tun: Das Recht von Frauen, einen Mann zu heiraten, wird auf Männer ausgeweitet und das Recht von Männern, eine Frau zu heiraten, wird auf Frauen ausgeweitet. Mann und Frau bekommen hier die völlig gleichen Rechte.

Auf deine Vorstellung, dass hier etwas imitiert wird, möchte ich kurz eingehen, da sie leicht für ein brauchbares Argument gehalten werden kann.
Es ist ein brauchbares Argument.
Dabei ist es nur ein Konstrukt, das nacheinander auf folgenden Vorstellungen aufbaut:

1. Die Hetero-Ehe ist das Original
2. Die Homo-Ehe ist eine Nachahmung des Originals
3. Homosexuelle wollen die Homo-Ehe, um die Hetero-Ehe zu imitieren
4. Der Wunsch der Homosexuellen wird dadurch delegitimiert

Schon der erste Punkt ist eine reine Zuschreibung deinerseits. Der letzten Punkt ist eine Annahme meinerseits. Bitte korrigiere mich, falls ich falsch liegen sollte.
Der erste Punkt ist selbstverständlich. Der zweite ist richtig. Der dritte auch. Der vierte ergibt sich daraus.
Der Wunsch nach Kindern zeigt deutlich, dass einige dieser Menschen nicht mit ihrer Lebensform zufrieden sind.

Dann sind aber auch Heteropaare, die sich Kinder wünschen, mit ihrer (aktuell kinderlosen) Lebensform «nicht zufrieden».
Heteropaare, die sich Kinder wünschen, zeugen sich welche und ziehen diese auf. Das macht diese Eltern sehr zufrieden. Heteropaare, die trotz Kinderwunsch keine bekommen, sind unzufrieden und versuchen bisweilen dies durch Adoption zu ändern.

Dies sollte nicht dazu führen, dass Kinder, die bei fremden Menschen aufwachsen, als die eigenen Kinder ausgegeben werden dürfen. Dies sind sie nicht. Sie sind vielmehr Kinder, die ihre Eltern verloren haben und bei Ersatzeltern leben.

Das ist der Vorteil bei gleichgeschlechtlichen Paaren. Bei ihnen ist es offensichtlich.
Das ist absurd.
Wenn Du die Leserbriefe bei Arne oder meine Autobiographie gelesen hast solltest Du wissen, dass das niemals ein Vorteil sein kann.

Der zweite Leserbriefschreiber regt an:

„Jedenfalls denke ich wirklich, dass wir erst einmal unbedingt eine Debatte über die Vaterlücke brauchen, in der die verschiedenen Stimmen zu Wort kommen können…“

Die brauchen wir sowieso, ganz unabhängig von der Diskussion um die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare.

Richtig

--
www.Stiefkindadoption.de
WWW.Opektafarmer.de

Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

Gismatis @, Basel, Samstag, 04. Juli 2015, 15:46 (vor 1505 Tagen) @ NorbertU

Wenn dieser Aspekt offensichtlich ist, warum wird in den Medien nicht erwähnt (und somit verschwiegen), dass ein gleichgeschlechtliches Paar kein gemeinsames Kind haben kann?

Warum bitte sollten sie denn etwas, was so offensichtlich ist, erwähnen?

Der Grund ist, dass dann manche Befürworter der Adoption durch Homosexuelle ihre Meinung ändern könnten.

Aber jeder weiß doch, dass zwei Personen gleichen Geschlechts zusammen keine Kinder zeugen können! Dass es Leute gibt, denen man dies erst extra mitteilen muss und die deswegen dann ihre Meinung ändern, halte ich für höchst unwahrscheinlich.

Heterosexuelle Paare zeugen ihre Kinder in der Regel. Die Adoption ist nicht die Regel.

Ich glaube jetzt verstanden zu haben, was du meinst: Die Fähigkeit der meisten heterosexuellen Paare legitimiert die Adoption bei Heteropaaren, denen dies nicht gelingt. Umgekehrt wird die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare durch deren generelle Unfähigkeit, gemeinsam ein Kind zu zeugen, delegitimiert. Richtig? Ich kann diesen Gedanken nachvollziehen, nur bedingt das eine nicht das andere. Man kann es sogar umdrehen und sagen, dass gerade eben weil Homopaare keine gemeinsamen Kinder zeugen können, müssen sie die Möglichkeit der Adoption haben, während Heteropaare ja selber welche machen können.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Kinder von homosexuellen Paaren immer leibliche Eltern verloren haben.

Ehrlich nicht? Kann ich kaum glauben. Glauben die denn, die Kinder bringe der Storch?

Das adoptierte Kind eines schwulen Paares aus Köln zum Beispiel, dessen „Väter“ sich bei mir über meine Meinung beschwert hatten oder der Junge aus Indien, dessen Geschichte auf der Suche nach seinen Wurzeln im Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Das hat aber nichts mit Homosexualität zu tun, sondern ausschließlich mit der Adoption an sich.

Das ist absurd. Ein Kind kann sich in der Regel nicht entscheiden, ob es adoptiert werden will.

Ein Kind kann gar nichts entscheiden. Was möchtest du damit sagen?

Eine Adoption ist (zumindest in Deutschland) nicht wieder aufzuheben. Einem leiblichen Vater kann sein ehelich geborenes Kind wegadoptiert werden, Adoptiveltern sind auf Gedeih und Verderb und ewig mit dem Kind verbunden.

Ersteres ist ein Skandal. Zweiteres ist an sich unlogisch, da ja auch leibliche Elternschaft revidiert werden kann. Aber das hat auch wieder nichts mit Homosexualität, sondern nur mit Adoption an sich zu tun.

Es ist ein brauchbares Argument.

Weil viele Leute darauf hereinfallen. Viele Leute sind leicht beeinflussbar und nehmen dankbar jedes Argument auf, das ihnen plausibel erscheint. Dass das Argument auf reiner Assoziation beruht, merken sie nicht oder sie sehen kein Problem darin.

Der erste Punkt ist selbstverständlich.

Nein, ist er nicht, da Gesetzen oder einer Rechtspraxis keine Originalität zugeschrieben wird. Übernimmt zum Beispiel ein Land ein Gesetz eines anderen Landes, dann gilt das neue Gesetz nicht als Kopie des Gesetzes im anderen Land, da Gesetze keine Originalität für sich beanspruchen können. Überträgt man deine Sicht auf das Stimm- und Wahlrecht wäre dann das Frauenstimmrecht in der Schweiz lediglich eine Nachahmung des Männerstimmrechts. Niemand sieht das aber so, weil es absurd wäre.

Der zweite ist richtig.

Weil es kein Original gibt, gibt es auch keine Nachahmung. Eine Frau, die wählen darf, nimmt das gleiche Recht in Anspruch wie ein Mann, der wählen darf. Das Recht der Frau ist keine Kopie des Rechts des Mannes, sondern eben das gleiche Recht. Genauso nehmen gleichgeschlechtliche Paare das gleiche Recht in Anspruch wie heterosexuelle Paare in Bezug auf die Ehe.

Der dritte auch.

Es ist deine Unterstellung, sonst nichts.

Der vierte ergibt sich daraus.

Selbst wenn man den ersten drei Punkten folgt, ist es immer noch die Angelegenheit des betreffenden Paares alleine.

Heteropaare, die sich Kinder wünschen, zeugen sich welche und ziehen diese auf. Das macht diese Eltern sehr zufrieden. Heteropaare, die trotz Kinderwunsch keine bekommen, sind unzufrieden und versuchen bisweilen dies durch Adoption zu ändern.

Dasselbe versuchen gleichgeschlechtliche Paare. Der Unterschied ist höchstens der, dass Homopaare nicht erst herausfinden müssen, dass sie keine gemeinsamen Kinder zeugen können, auch mit medizinischer Hilfe nicht, sondern es von Anfang an wissen.


Wenn Du die Leserbriefe bei Arne oder meine Autobiographie gelesen hast solltest Du wissen, dass das niemals ein Vorteil sein kann.

Der Vorteil ist, dass diese Kinder unmöglich angelogen werden können.

Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

NorbertU ⌂ @, Nordhessen, Sonntag, 05. Juli 2015, 13:54 (vor 1504 Tagen) @ Gismatis
bearbeitet von NorbertU, Sonntag, 05. Juli 2015, 14:24

Hallo Gismatis,

es ist wohl sinnvoll, wenn ich meine Meinung zum Thema zusammenfasse:
Ich kenne sehr sympathische Lesben und Schwule und manche kann ich nicht leiden. Aber das geht mir mit Heteros auch so. Ich finde gute Travestiekünstler faszinierend, kann es aber nicht leiden, wenn Thomas Neuwirth (Künstlername Conchita Wurst) in den Medien als Frau ausgegeben oder sein Erfolg auf der Bühne fälschlich als Sieg der Schwulenbewegung behauptet wird. Ich teile die Ansicht von Dolce und Gabbana zur Adoption von Kindern (Schwule können keine Kinder bekommen und sollten das akzeptieren), finde es aber abstoßend, wenn sich ein schwules Paar mit Hilfe einer Leihmutter zu Kindern verhilft.

Es geht mir jedoch nicht um Lesben und Schwule, sondern darum, dass Menschen Kinder als ihre ausgeben, obwohl sie nicht die Eltern dieser Kinder sind.
Warum müssen Kinder nach einer Scheidung vom nächsten Ehepartner adoptiert werden, nur um eine „heile Familie“ vorzugaukeln? Diese Kinder haben Eltern und bekommen zusätzlich soziale Eltern. Dass diese im Alltag eine wichtigere Rolle einnehmen können als die leiblichen Eltern, ist häufig so. Aber diese Kinder dürfen nicht ihrer wirklichen Eltern beraubt werden.

Warum müssen Lesben und Schwule Kinder adoptieren, nur um eine „heile Familie“ vorzugaukeln? Diese Kinder haben Eltern, auch wenn sie diese verloren haben oder von diesen getrennt sind. Diese Kinder verlieren durch eine Adoption ihre wirklichen Eltern.

Es mag sein, dass es Kindern in einer anderen Familienkonstellation gut geht. Das wäre aber auch der Fall, wenn sie nicht adoptiert würden. Das sieht man an vielen Pflege- oder sozialen Nachfolgefamilien (Das Wort "Stiefkinder" benutze ich nicht gern. Besser trifft es der Begriff "soziale Kinder".)

Mein Thema ist eigentlich die Stiefkindadoption. Da Verbände von Lesben und Schwulen sich aber für ein Adoptionsrecht ihrer Klientel stark machen, betrifft meine Kritik an der Adoption auch Lesben und Schwule.

Gruß
Norbert

--
www.Stiefkindadoption.de
WWW.Opektafarmer.de

Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

Gismatis @, Basel, Samstag, 11. Juli 2015, 06:47 (vor 1499 Tagen) @ NorbertU

Hallo Norbert

Vielen Dank für die Zusammenfassung deines Standpunktes. Ich sehe das eigentlich ganz ähnlich. Leibliche Eltern bleiben es für immer. Ein Vater bleibt ein Vater, eine Mutter eine Mutter. Dem könnte dadurch Rechnung getragen werden, dass ein solches Verwandschaftsverhältnis niemals erlischt, auch nicht durch Adoption. Es ist ein schwieriges und komplexes Thema. Man wird mit keiner Regelung allen gerecht werden.

Ich finde gute Travestiekünstler faszinierend, kann es aber nicht leiden, wenn Thomas Neuwirth (Künstlername Conchita Wurst) in den Medien als Frau ausgegeben oder sein Erfolg auf der Bühne fälschlich als Sieg der Schwulenbewegung behauptet wird.

Conchita Wurst ist eine weibliche Kunstfigur. Auf sie beziehen sich die Medien. Ich würde sagen, dass Neuwirths Sieg bestimmt mit der Schwulenbewegung zusammenhängt.

Ich teile die Ansicht von Dolce und Gabbana zur Adoption von Kindern (Schwule können keine Kinder bekommen und sollten das akzeptieren), finde es aber abstoßend, wenn sich ein schwules Paar mit Hilfe einer Leihmutter zu Kindern verhilft.

Wer mit seinem Partner aus irgendeinem Grund (das falsche Geschlecht, unfruchtbar) keine Kinder bekommen kann, unbedingt aber eines möchte, versucht es halt auf anderem Weg. Persönliche Betroffenheit ist das stärkste Argument, das es gibt, in allen Bereichen. Dolce und Gabbana wollten wohl keine Kinder. Gäbe es eine Wunderpille, die einen starken Kinderwunsche und Wunsch nach Familienbildung auslösen würde und hätten Dolce und Gabbana aus Versehen eine genommen, hätte sich ihre Ansicht wahrscheinlich im Nu um 180 Grad gedreht. Desalb hat ihr Kommentar bei mir nicht mehr als ein Schulterzucken ausgelöst.

Mein Thema ist eigentlich die Stiefkindadoption. Da Verbände von Lesben und Schwulen sich aber für ein Adoptionsrecht ihrer Klientel stark machen, betrifft meine Kritik an der Adoption auch Lesben und Schwule.

Klar, wobei es diese Forderung ja lediglich gibt, weil auch Heteropaare adoptieren dürfen. Die Haltung zur Adoption generell wird dort keine andere sein als im Rest der Bevölkerung.

Gruß
Gismatis

Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

Radfahrer @, Sonntag, 28. Juni 2015, 19:15 (vor 1511 Tagen) @ NorbertU
bearbeitet von Radfahrer, Sonntag, 28. Juni 2015, 19:49

Hallo Norbert,

ich glaube, wenn wir uns kritisch mit der Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare auseinandersetzen wollen, nützt es sehr, dreierlei zu differenzieren:

1. die Adoption als solche.
2. der gesellschaftlich-rechtliche Status gleichgeschlechtlicher Paare als solcher.
3. die Spezifika der Adoption durch ein gleichgeschlechtliches Paar.

Der Einfachheit halber empfehle ich, die 3 Themen getrennt zu diskutieren.

zu 1.: da hast Du, glaube ich, eine sehr pointierte Meinung, die Du auch fundiert begründen kannst. Ich kenne mich damit nicht aus, also schweige ich besser darüber.

zu 2.: das Hauptthema einer Gleichberechtigung homosexueller gegenüber heterosexuellen Beziehungen ist in Deutschland neben der rechtlichen Befähigung zur Adoption das Thema Unterhaltspflicht. Damit spart der Staat an (Ex-)Ehepaaren eine Menge Geld. Aber das übliche Standardmodell "Mann zahlt, Frau kassiert" funktioniert bei homosexuellen Paaren nicht. Deshalb ist der finanzielle Anreiz für den Staat, eine echte Homo-Ehe zu erlauben, nicht hoch genug, und es muss ein anderes Unterhaltsmodell definiert werden, welches sich für den Staat lohnt und im Idealfall auch auf Heteropaare angewandt werden kann. Indes, solange eine mächtige Frauenlobby die Reform des Familienrechtes blockiert und an der Zementierung alter Rollenmuster in der Unterhaltsfrage festhält, werden wir genau dies nicht erleben. Indirekt lässt sich sagen, eine auf Frauenpolitik reduzierte Familienpolitik, so wie wir sie haben, ist ein größerer Hemmschuh für die Homo-Ehe als alle Konservativen und Homophoben(*) zusammen.

zu 3.: hm, spanndendes Thema. Es gibt praktisch keine Erfahrungswerte. Dass Adoptivkinder homosexueller Paare eine Vereinigung der Herausforderungen erleben, Adoptivkind zu sein einerseits und vater- bzw. mutterlos zu sein andererseits, liegt auf der Hand; aber man (zumindest ich) weiß es nicht.

Grüßle, Radfahrer

(*) um Missverständnissen vorzubeugen: eine in diesen Satz interpretierbare Korrelation aus Konservativität und Homophobie meine ich ausdrücklich nicht. Ich kenne eine Menge Konservativer, aber praktisch keine Homophoben.

Dokumentation zur Adoption heute 22:45 Uhr ARD

NorbertU ⌂ @, Nordhessen, Dienstag, 07. Juli 2015, 10:38 (vor 1502 Tagen) @ NorbertU

Zum Thema: Schwulenadoption, Stiefkindadoption, Adoption

Verbände von Schwulen und Lesben kämpfen für ein angebliches Recht auf Gleichberechtigung und fordern das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben.

Nach einer Scheidung wird häufig ein Elternteil, meist der Vater, ausgetauscht. Durch eine Stiefkindadoption wird der Vater entsorgt und ein neuer Mann spielt nun den Vater des Kindes.

In der Öffentlichkeit wird gerne verbreitet, dass häufig Kinder, die adoptiert werden, Waisenkinder sind, die aus Waisenhäusern in fremden Ländern gerettet werden.

Heute Abend sendet die ARD um 22:45 Uhr (Video vorab ab 18 Uhr verfügbar) die Dokumentation „Die Adoption“

ARD: Die Adoption

In diesem Bericht geht es zwar nicht um Schwulen- oder Stiefkindadoption, dennoch ist er auch für diejenigen sehenswert, die über das Thema mitreden wollen.

--
www.Stiefkindadoption.de
WWW.Opektafarmer.de

Video zur Doku "Die Adoption"

NorbertU ⌂ @, Nordhessen, Mittwoch, 08. Juli 2015, 18:34 (vor 1501 Tagen) @ NorbertU

Wer sich den Film nicht spät am Abend ansehen konnte, er ist auch als Video abrufbar:


Zum Video

--
www.Stiefkindadoption.de
WWW.Opektafarmer.de

Dankeschön

James T. Kirk ⌂, Dienstag, 07. Juli 2015, 19:38 (vor 1502 Tagen) @ NorbertU

Die Homo-Ehe hat nach meiner Meinung nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern ist der Ausdruck des Bedürfnisses, die klassische Ehe zu imitieren. Der Wunsch nach Kindern zeigt deutlich, dass einige dieser Menschen nicht mit ihrer Lebensform zufrieden sind.

Vielen Dank für diese wahren Worte. Es beruhigt, daß einige Leute bei diesem Thema noch klar im Kopf sind und sich nicht politisch korrekt prostituieren.

Aber Vorsicht! Wir haben keine Argumente, sondern sagen einfach "Gutmensch". Wir hinterhältigen und verschlagenen Homophobiker.

Katholischer Bischof: Homophobie ist eine "Geisteskrankheit" :-)

Genug der Ketzerei. Wir wollen niemanden verunsichern.

PS: Ich komme übrigens gut damit klar, pathologisiert zu werden. Diese Toleranz würde ich mir gerne auch von anderen Leuten wünschen.

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