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86 Prozent jugendlicher Suizide sind männlich

adler @, Kurpfalz, Dienstag, 02. Juni 2015, 15:22 (vor 1537 Tagen)

Die männliche Suizidrate ist drei bis 4 mal so hoch, wie die weibliche. Das liegt vielleicht an den männlichen Privilegien, die immer wieder behauptet werden. Deshalb gibt es dazu auch keinen #Aufschrei! bei Facebook und ist auch sonst nicht Thema in der öffentlichen Debatte. Das weibliche Opferprivileg muss schließlich erhalten bleiben. Lügen brauchen immer neues Futter, sonst fallen sie in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Dazu muss die Wahrheit unterdrückt werden, sonst glaubt sie vielleicht noch jemand.

Die ff. Zitate entstammen dem Artikel von Walter Hollstein aus der Basler Zeitung
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Der-Suizid-die-SBB-und-die-Maenner/story/29342357

Suizidprävention der Schweizer Bundesbahnen (SBB)
[image]
Zu Zahlen kommt man bei diesem Thema nur durch intensives Suchen. Oder durch Zufall, wie die kalifornische Journalistin Joan Ryan, die über den Freitod eines jungen Studenten berichtete. Bei ihren Recherchen, manche Journalisten machen sowas altmodisches manchmal noch, stieß sie auf Zahlen, die ihr "die Sprache verschlugen."

«Jungen begehen 86 Prozent aller Suizide von Heranwachsenden. Sechsundachtzig Prozent.» Diese Zahl – so berichtet sie – verschlug ihr die Sprache ...

«Wenn 86 Prozent der Suizide auf Mädchen entfielen, gäbe es sofort eine nationale Kommission, die die Gründe dafür herauszufinden hätte.» Es gäbe Titelgeschichten und Talk­shows, und Stiftungen würden Geld geben, damit Soziologen und ­Psychologen das Phänomen ergründeten. «Meine feministischen Schwestern und ich würden ­fragen, was läuft falsch in einer Kultur, die ­Mädchen – mehr als Jungen – dazu treibt, sich ­selber das Leben zu nehmen. Aber warum fragen wir nicht, was mit einer Kultur nicht in Ordnung ist, die Jungen – viel mehr als Mädchen – dazu zwingt, sich umzubringen.»

Natürlich wäre sie nicht überrascht gewesen, wäre diese Ungeheuerlichkeit auf der öffentlichen Agenda, wo sie natürlicherweise auch hingehört. Dort aber werden solche Zahlen im günstigsten Falle uminterpretiert. Aber, schreibt dann die Feministische Forschung und Presse: Bei den VERSUCHTEN Suiziden, da lägen die Frauen ganz weit vorn. Und dass sei schließlich das eigentliche Thema, weil es zeige, dass es Frauen ja doch viel schwerer haben im Leben.

Oder aber sie werden verdrängt und gar nicht erst veröffentlicht. Auf Nachfragen erhält mann dann patzige Antworten. So ist es gerade Prof. Walter Hollstein ergangen, der dazu den o.g. Artikel geschrieben hat.

Die SBB (Schweizer Bundesbahnen) haben nämlich eine Tagung zum «Schienensuizid» veranstaltet. Der Geschlechteraspekt fiel dabei aber gänzlich unter den Tisch. Das wunderte Prof. Hollstein, der die Gesamtzahlen kennt, weshalb er sich erdreistete, bei der SBB nachzufragen. Da kam er freilich an die Falsche. So hat sich der Dialog abgespielt:

Einer telefonischen Anfrage wird beschieden, das Ganze schriftlich einzureichen.

Eingereicht – notabene ausführlich und präzis –, wird erbeten, das Ganze noch einmal genauer zu formulieren.

Nach dezenter Kritik an diesem umständlichen ­Verfahren wird schulmeisterlich festgestellt, dass das überhaupt nicht umständlich sei.

Die ­eigentliche Frage nach dem Männlich­keits­aspekt bleibt unbeantwortet.

Das muss wohl abgebucht werden unter dem Stichwort ­«Arroganz der Staatsbetriebe».

Gruß
adler

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