Das Forum wird vom MANNdat e.V. (Impressum) für Diskussion und Informationsaustausch zur Verfügung gestellt. Es steht allen Interessierten zur Verfügung. Die Beiträge geben ausschließlich die Meinung der jeweiligen Verfasser wieder und sind keine Verlautbarungen von MANNdat. Eine Schreibberechtigung im Forum begründet weder eine Mitgliedschaft bei MANNdat, noch setzt sie sie voraus. Um einen Schreibzugang zu bekommen, bitte hier klicken. Bitte keine Beiträge oder Bilder aus fremden Quellen ohne ausdrückliche Genehmigung der Rechteinhaber hier einstellen. Statt dessen: Kommentierte Zitate mit Quellenangabe und Link. Kontakt: forumsverwaltung@forum-maennerrechte.de
Die Kommentarfunktion auf unserer Website erlaubt, einzelne Artikel auch unmittelbar dort zu kommentieren. Wir danken allen Teilnehmern an dem regen Gedankenaustausch recht herzlich und freuen uns auch in Zukunft über einen regen Gedankenaustausch.

Frauenbeauftragte in Behinderten-WErkstätten

mecki76 @, Lübeck, Montag, 04. Mai 2015, 17:03 (vor 1631 Tagen)

Ein großes Thema beschäftigt derzeit die Werkstätten für behinderte Menschen: Es sollen FRAUEN-Beauftragte in Werkstätten plaziert werden. Die ersten wurden bereits gecoacht und sind bereits aktiv. Von Männer-Beauftragten hört und liest man (wieder mal) nichts! Oh Wunder? Ich sitze selbst im Werkstattrat einer großen Schleswig-Holsteiner WfbM und habe bereits das Thema auf die Tagesordnung gesetzt.

Besonders Organisationen wie Weibernetz e.V. oder die LAG Werkstatträte tun sich dabei hervor. Besonders dreist jedoch ist Weibernetz: Sie stellen vom 1. Satz an klar, dass Frauen Gewalt erleben, und die TÄTER sind IMMER männlich. Es wird nicht im Ansatz daran gedacht, dass auch Frauen in Versorger-Position Frauen missbrauchen (können).

Es wird alles so dargestellt, dass jede Frau, die diese Texte liest, automatisch sich gleich als Opfer fühlt, da ja nur Frauen betroffen sind.

Es gibt in ganz Deutschland nur einen einzigen Bundes-Männerbeauftragten. Und jetzt kommt der Knaller: Es ist, TADA! Alt-Bundeskanzler GERHARDT SCHRÖDER!

Als ich das Thema heute in der Sitzung des Werkstattrates ansprach, erhielt ich Zustimmung, da dieser Punkt bislang gröbst vernachlässigt wurde. Proteste gab es, oh Wunder, nur von den anwesenden FRAUEN!

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Anliegen von Männern in Werkstätten besonders zu beleuchten und sie aus der Versenkung hervorzuholen. Es muss endlich Schluss sein mit der ewigen Diskriminierung von Männern, besonders, wenn diese doppelt benachteiligt werden:

1. weil sie Männer sind
2. weil sie behindert sind

Für einen Einblick in den Sumpf des Feminats von Weibernetz stelle ich einmal den Link zu der Webseite der Frauenbeauftragten in einfacher Sprache hier ein.

Ich bin gespannt auf die Reaktionen...

Weibernetz e.V. Frauenbeauftragte in Einrichtungen

Frauenbeauftragte in Behinderten-Werkstätten

James T. Kirk ⌂, Montag, 04. Mai 2015, 22:03 (vor 1631 Tagen) @ mecki76

Als ich das Thema heute in der Sitzung des Werkstattrates ansprach, erhielt ich Zustimmung, da dieser Punkt bislang gröbst vernachlässigt wurde. Proteste gab es, oh Wunder, nur von den anwesenden FRAUEN!

Mich würde mal interessieren, was die gesagt haben. Und was du eventuell geantwortet hast.

So eine Situation ergäbe ja mal die Möglichkeit, den Damen ihre Verlogenheit und Egozentrik klarzumachen. :-)

Frauenbeauftragte in Behinderten-Werkstätten

mecki76 @, Lübeck, Dienstag, 05. Mai 2015, 03:00 (vor 1631 Tagen) @ James T. Kirk

Eine Dame war schwer enttäuscht, dass ich die Notwendigkeit von Frauenbeauftragten anzweifelte.
Ich habe ihr aber dann an diversen Beispielen vorgerechnet, dass Frauen in allen Belangen überbewertet werden, während Männer KEINERLEI Unterstützung erhielten.Sie war jedoch nicht zu überzeugen und fühlte sich persönlich angegriffen.

Ein krasses Beispiel habe ich in einem anderen Posting bereits dargestellt: Es ging um sexuelle Übergriffe durch Frauen gegen Männer, und wie die Werkstatt damit umgegangen ist.
Das Ergebnis ist bekannt: ER wurde gefeuert, SIE wurde nicht belangt. Später wurde sie dann wegen anderer Delikte versetzt, aber genaueres weiss ich da auch nicht. Die Beteiligten haben mir als Geschädigtem jedoch permanent die Alleinschuld angelastet, konnten jedoch auf konkrete Nachfragen zu Fakten keinerlei Beweise vorbringen.

Auf meine Anregungen zum Thema Behindertenbeauftragte haben die Verantwortlichen zwar via Mail reagiert, geändert hat sich jedoch nichts. Ein Beispiel hier:

Der Text über die Aufgaben der Behinderten-Beauftragten auf der Webpräsenz lautet:

Zu den Aufgaben gehören:
Auf die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen von Menschen mit und ohne Behinderung hinwirken.

Bürgerschaft und Verwaltung in Angelegenheiten von Menschen mit Behinderung beraten und Lösungskonzepte bei Problemen entwickeln.

Ansprechbartnerin für Menschen mit und ohne Behinderung und für Verbände sowie Institutionen in Angelegenheiten sein, die die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung betreffen
(Wegweiserberatung, Informationsvermittlung).

Aktiv darauf hin wirken, dass geschlechtsspezifische Benachteiligungen von behinderten Frauen verhindert werden.

An kommunalen Planunge und Vorhaben, die die Belange von Menschen mit Behinderung betreffen, ist die Beauftragte frühzeitig und umfassend zu beteiligen. Die Vorschriften, die dem Datenschutz dienen, bleiben hiervon unberührt.

Die Behindertenbeauftragte hat das Recht auf Anhörung in der Bürgerschaft und in ihren Ausschüssen. Sie kann dieses Recht in den Ausschüssen auf Mitglieder des Behindertenrates delegieren.

Zur Sicherung und Verbesserung der Barrierefreiheit im Sinne von § 2 Absatz 3 des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes ist der Beauftragten frühzeitig die Möglichkeit zu geben, bei baulichen Veränderungen in Einrichtungen und Gebäuden und bei Planung wichtiger Veranstaltungen Stellung zu nehmen.

Hervorhebung einzelner Passagen durch mich.

Quelle:

Behindertenbeauftragte der Hansestadt Lübeck

Meine schriftliche Anregung zur Veränderung:

Sehr geehrte Fr. Bade!

Mein Name ist Markus Albrecht. Ich arbeite als Pflegebegleiter für die Vorwerker Diakonie und bin seit einiger Zeit im Werkstattrat tätig.

Ich habe mir einmal die Aufgaben durchgelesen, die zu Ihrer Arbeit gehören. Darin findet sich auch der Satz

Aktiv darauf hin wirken, dass geschlechtsspezifische Benachteiligungen von behinderten Frauen verhindert werden.

Ich kann diesen Satz so nicht akzeptieren, da er darauf abstellt, dass Frauen allein von Benachteiligungen betroffen seien. Das jedoch ist nachweislich falsch! Männer werden, gerade als Behinderte, viel häufiger Opfer als behinderte Frauen. Jedoch wird die Gewalt gegen Männer nicht als Gewalt erkannt, vorsätzlich geleugnet oder billigend in Kauf genommen. Durch die Aussage, Frauen seien besonders betroffen, vermitteln Sie den Eindruck, dass Männer überhaupt nicht betroffen seien. Das senkt die Hemmschwelle gegenüber Gewalt gegen Männer. Ich bitte Sie, diesen Passus zu streichen, oder ihn geschlechtsneutral zu gestalten.

Wenn Sie es wünschen, können wir auch gern gemeinsam einmal über diese Thematik sprechen. Ich selbst komme aus Lübeck, und habe es in die Innenstadt nicht weit.

Über eine Antwort Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Albrecht


Das alles war im Mai 2014. Geändert hat sich jedoch seither nichts, der Text steht nach wie vor unverändert parteiisch auf der HP.

Mehr kann ich leider zum jetzigen Zeitpunkt nicht berichten.

Und noch etwas WICHTIGES zum Schluss:

HEUTE, AM 05. MAI, IST EUROPÄISCHER TAG ZUR GLEICHSTELLUNG BEHINDERTER

Leider ist dieses politische Ereignis, welches seit 1992 besteht, Google keine Animation auf ihrer Startseite wert...:-(

Ich werde mit dem Werkstattrat der Vorwerker Diakonie auf dem Lübecker Kohlmarkt anwesend sein, um dort auf unsere Anliegen aufmerksam zu machen, und mit Aktionen für alle die Bevölkerung mit einzubinden.

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum