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Heiko Maas: Mord, Totschlag und Haustyrannen

Radfahrer @, Montag, 30. Juni 2014, 12:51 (vor 1939 Tagen)

Bundesjustizminister Heiko Maas will, so schrieben Heribert Prantl und Robert Roßmann im Februar in der Süddeutschen, die Paragrafen zu Mord und Totschlag ändern.

Maas sagte, viele Laien verstünden unter Mord eine geplante, genau überlegte Tötung - und unter Totschlag eine Tötung im Affekt. Ungefähr so sei es auch bis 1941 geltendes Recht gewesen. Dann haben die Nationalsozialisten jedoch die Mordmerkmale geändert. Seitdem heißt es im Strafgesetzbuch, Mörder sei, "wer […] oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam (...) einen Menschen tötet".

Die Kritik an dem bestehenden Mordparagraphen zielt durchaus nachvollziehbar darauf ab, dass der Tatbestand sich nicht allein auf die Tat, sondern auch auf die Person des Täters bezieht:

Der geltende Mordparagraf beschreibe "also nicht, wann eine Tat ein Mord ist". Stattdessen beschreibe er "einen Menschentypus mit moralisch aufgeladenen Gesinnungsmerkmalen wie ,niedrige Beweggründe' oder ,Heimtücke'". […] Das sei "noch immer die beklemmende Beschreibung eines Mörders, wie ihn sich die Nazis vorgestellt haben".

Und dann kommt's:

Maas begründete die Reform auch mit dem sogenannten Haustyrannen-Dilemma. Ein Mann, der seine Frau erschlägt, kommt bisher womöglich mit Totschlag davon, […]. Die Ehefrau, die jahrzehntelang von ihrem Mann gequält worden ist, und den Haustyrannen vergiftet, bekommt aber automatisch "lebenslänglich", da der Einsatz von Gift als heimtückisch gilt und damit immer als Mord geahndet werden muss. Der Minister will mit der Reform des Mordparagrafen auch dieses Dilemma lösen.

Ein Mann, der seine Frau erschlägt (ohne Begründung, denn Männer erschlagen Frauen nun mal einfach so), wird verglichen mit der Ehefrau, die jahrzehntelang von ihrem Mann gequält worden ist, und den Haustyrannen vergiftet (weil mordende Frauen sind ja allesamt Opfer).

Damit macht Maas aber denselben Fehler wie die Reformierer der §§211-212 von 1941: er macht einen Menschen zum Mörder, nicht, weil er etwas getan hat, sondern weil er etwas ist.

Die "beklemmende Beschreibung eines Mörders", wie Herr Mass sich ihn vorstellt, hat keine niedrigen Beweggründe und keine Heimtücke mehr.

Er hat einen Penis.

Grüßle, Radfahrer

Ach du scheiße! Ich geh' mal eben brechen... [kT]

Mannzipation, Montag, 30. Juni 2014, 19:18 (vor 1939 Tagen) @ Radfahrer

- kein Text -

--
Frauen werden in den Medien stets als das sensiblere, romantischere, empathischere und aufopferungsbereitere Geschlecht dargestellt. Warum begehen dann Ehemänner, deren Frauen sterben, zehnmal häufiger Selbstmord als Frauen, deren Männer gestorben sind?

Heiko Maas: Mord, Totschlag und Haustyrannen

Cal68, Montag, 30. Juni 2014, 22:10 (vor 1939 Tagen) @ Radfahrer

Der Minister sorgt sich umsonst. Die Opfer-Frauen ersticken ihre Ehemänner für gewöhnlich im Schlaf mit einem Kissen, deklarieren es als Notwehr und werden freigesprochen.

Ist das ein Fehler, Radfahrer?

Roslin, Dienstag, 01. Juli 2014, 15:29 (vor 1938 Tagen) @ Radfahrer

*Damit macht Maas aber denselben Fehler wie die Reformierer der §§211-212 von 1941: er macht einen Menschen zum Mörder, nicht, weil er etwas getan hat, sondern weil er etwas ist.*

Damals reformierten Nazis, angeleitet von ihrer Ideologie, heute reformieren Feminst.I.nnen, angeleitet von ihrer misandrischen Ideologie.

In beiden Fällen: kein Fehler.

Sondern konsequent, konsequente Folge menschen-, heute vor allem männerfeindlichen Denkfühlens.

Das einen Fehler zu nennen, ist darum in meinen Augen verharmlosend. Fehler sind ja zufällig, aber ideologische "Fehler" weisen immer konsequent in eine Richtung, die zwar falsch ist, aber nicht zufällig.

Pseudo-Objektivität

Radfahrer @, Dienstag, 01. Juli 2014, 16:19 (vor 1938 Tagen) @ Roslin

Ist das ein Fehler, Radfahrer?

Das Wort Fehler ist einer pseudo-objektiven Vogelperspektive geschuldet, die ich mir selbst anmaße.

Damals reformierten Nazis, angeleitet von ihrer Ideologie, heute reformieren Feminst.I.nnen, angeleitet von ihrer misandrischen Ideologie.

In beiden Fällen: kein Fehler.

Da hast Du selbstverständlich Recht. Trotzdem erstaunt mich, mit welcher Naivität oder, je nachdem, Unverfrorenheit Herr Maas und die ihm huldigenden Medien ein Gesetz, dem ein essentialistisches Menschenbild zugrunde liegt, dadurch "korrigieren" möchte, indem er ihm ein anderes, nicht weniger essentialistisches Menschenbild zugrunde legt.

Er tut genau das, was er selbst kritisiert. Und er kann sich scheinbar darauf verlassen, dass das Wahlvolk so blöd bzw. unpolitisch ist, dass man ihm das auch noch abkauft.

Hast Du ein besseres Wort?

Grüßle, Radfahrer

"Hast Du ein besseres Wort?" Ja, von Ideologie getriebene, hasserfüllte Verblendung!

Roslin, Dienstag, 01. Juli 2014, 16:35 (vor 1938 Tagen) @ Radfahrer

Daraus kann nur Ungerechtigkeit erwachsen, die aber kein Fehler ist, sondern erwünscht, erwünscht von jenen, die, als Anhänger einer Sündenbockideologie, den jeweiligen Sündenbock ihrer Ideologie beschädigen/bestrafen wollen.

Und sei es für eingebildete Sünden, die der nie begangen hat.

Für Sünden, die er begangen hat, wird er darum erst recht und umso härter bestraft.

Nazis bestraften Untermenschen (herkunftsbestimmt), solche, die nach ihrer Definition für Untermenschen gelten konnten.

Der Sündenbock heute, im Zeitalter der feministischen Sündenbockideologie, ist der Mann, besonders der Weiße Heterosexuelle Mann (Moslems, Farbige etc. können wenigstens noch ein paar Bonuspunkte als "Unterprivilegierte" sammeln).

Dass Maas selbst ein WHM ist,hindert ja nicht, dieser Ideologie anzuhängen. Er muss nur darauf achten, tagtäglich zu beweisen, dass er sein sündiges "Rassemerkmal", WHM zu sein, überwunden hat,indem er tagtäglich zeigt, dass er ein guter Mann ist, keiner von den bösen, üblen.

Wie beweist er das?

Na, ganz klassisch: Indem er Frauen zeigt, wie gut er sie schützen und versorgen kann.

Das tut er dann ja auch, halt an dem Platz, an dem er tätig ist, als Justizminister.

Sicher?

Michael K., Montag, 21. Juli 2014, 14:06 (vor 1918 Tagen) @ Roslin
bearbeitet von Michael K., Montag, 21. Juli 2014, 14:15

Mir erscheint das, was Maas hierzu zum besten gibt, eher eine typisch 'dialektische' Herangehensweise, wie sie die SPD ganz im Stil der Sozialisten regelmäßig anwendet: Es wird behauptet, mit einer Reform zwei widersprüchliche Anforderungen zu erfüllen, aber de facto kann nur eine davon wirklich erfüllt werden. Damit sollen gegensätzliche Interessengruppen eingeschlossen werden bzw. mindestens eine davon soll getäuscht werden.

Beispiele:
Kommunismus propagiert totale Sicherheit und tatsächlich auch staatliche Freiheit des Individuums, das Zweite kann aber im Kommunismus nur eingeschränkt werden.
Quotenbefürworter propagieren ''positive'' Diskriminierung und Leistungsgerechtigkeit, das Erste schließt aber das Zweite aus.
Und hier: Maas propagiert eine tatbezogene Definition des Mordes, will aber ausgerechnet das 'Haustyrannendilemma' (ob das überhaupt ein Dilemma ist oder eher ein Propagandabild, ist eine andere Diskussion) damit 'lösen'.

Das geht auch nicht:
De facto würde nämlich eine Reform, so wie Maas sie - übrigens meines Wissens auf Drängen des Deutschen Anwaltsvereins und keinesfalls der SPD oder der Frauenbewegung - derzeit vorschlägt, noch stärker die Tatmerkmale berücksichtigen und noch weniger die Person hinter der Tat. Somit wäre ja gerade der geplant und heimtückisch ausgeführte 'Tyrannenmord' automatisch ein Mord, während der Mann oder die Frau der/die im 'Affekt' jemanden erschlägt, milder davonkommen würde. Denn nur die eigentliche Tat zählt laut dem Vorschlag von Maas, und besonders wohl auch, ob ein 'Affekt' vorlag (wie ein Affekt bewiesen/widerlegt werden soll, ist natürlich auch völlig unklar).

Das geht eindeutig hieraus hervor:

http://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsverstaendnis-aus-nazi-zeiten-justizminister-maas-will-mord-und-totschlag-reformieren-1.1883041

Damit würde eine solche Maas-Reform die Situation bezüglich des 'Haustyrannen-Dilemmas' gerade nicht ändern.
Es kommt nun darauf an, was ganz konkret im Gesetzestext stehen soll, diese Politik ist wie eine 'Wundertüte', die aber auch unerwünschte 'Geschenke' enthält - diese Unsicherheit entsteht regelmäßig bei dieser Form der Dialektik und trägt zu völlig berechtigtem Mißtrauen in den Staat bei.

Du wirst staunen, wie einfach das geht

Roslin, Montag, 21. Juli 2014, 15:01 (vor 1918 Tagen) @ Michael K.
bearbeitet von Roslin, Montag, 21. Juli 2014, 15:10

wie ein Affekt bewiesen/widerlegt werden soll, ist natürlich auch völlig unklar).

Sehr schlicht:

Bei einer Frau, die ihren Mann tötet, wird man eine Affekttat unterstellen ("Sie musste sich von ihrem Unterdrücker befreien!")

Bei einem Mann wird man niedrige Beweggründe unterstellen, denn er muss sich ja nicht von einem SCHWACHEN Weib befreien. Er hätte ja nur die Partnerschaft verlassen müssen.

Es ist naiv, anzunehmen, hier würden Frauen und Männer mit dem gleichen Maßstab gemessen. Die Gesetzesänderung eröffnet genau den Ermessensspielraum, der für die Ungleichbehandlung gebraucht wird.

Damit würde eine solche Maas-Reform die Situation bezüglich des 'Haustyrannen-Dilemmas' gerade nicht ändern.

Oh doch.

Für Frauen wird sich die Situation sehr wohl ändern: sie können gefahrloser ihre Männer entsorgen.

Neben Scheidung auf Zuruf nun noch eine ultimative Notfalllösung für ganz besondere Fälle.

Sicher eine Waffe, die nur selten zur Anwendung kommt, aber gut zu wissen, wenn auch vielleicht nur "hintergründig", sie im Arsenal zu haben.

Das empauert und ich glaube, genau das soll es auch.

Für Männer wird sich nicht viel ändern.

Sie waren vorher feige Mörder und werden es bleiben.

Außer, dass sie wissen werden, allmählich, wieviel Macht die Frau, mit der sie zusammenleben, über sie haben wird, buchstäblich nun auch eine auf Leben und Tod.

Ist Scheidung schon eine Angelegenheit, bei der Männer, besonders Väter, sehr viel mehr zu verlieren haben als Frauen, sehr viel erpressbarer sind, so tritt nun ein weiterer Faktor der Deprivilegierung des Mannes in der Ehe hinzu: Das wird die "Kompromissfindung" beim Zusammenleben für die Frau erleichtern.

Für Männer ist unter den herrschenden feministisch-femizentrischen Bedingungen, die sich immer weiter zugunsten der Frauen verschieben, bereits jetzt eine Partnerschaft auf Augenhöhe kaum noch führbar.

Wir nähern uns dem matriarchalen Familienideal, die Frau als Oberhaupt, der Mann als ihr Lifestyle-Accessoire, beliebig zuwählbar und entsorgbar.

Ich sehe wenig andere Möglichkeiten für Männer als auf Ehe und Vaterschaft unter diesen Bedingungen zu verzichten.

Ehe und Vaterschaft machen sie nur noch erpressbarer, unterworfen den Interessen der Frau/des Staates = dem Verbündeten der Frau.

Wie soll da ein gleichberechtigtes Aushandeln der "Terms of Trade" für Männer überhaupt noch möglich sein?

Wenn die eine Seite immer mehr Macht bekommt, mit der Staatsmacht im Rücken am Verhandlungstisch sitzt?

Paranoia?

Nicht, wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahrzehnte im Zusammenhang ansieht und das, was sich im Bundesverfassungsgericht abspielt, hinzufügt.

Dazu müsste man den Pargraphen gerade nicht ändern

Michael K., Montag, 21. Juli 2014, 15:35 (vor 1918 Tagen) @ Roslin
bearbeitet von Michael K., Montag, 21. Juli 2014, 15:58

wie ein Affekt bewiesen/widerlegt werden soll, ist natürlich auch völlig unklar).


Sehr schlicht:

Bei einer Frau, die ihren Mann tötet, wird man eine Affekttat unterstellen ("Sie musste sich von ihrem Unterdrücker befreien!")

Bei einem Mann wird man niedrige Beweggründe unterstellen, denn er muss sich ja nicht von einem SCHWACHEN Weib befreien. Er hätte ja nur die Partnerschaft verlassen müssen.

Es ist naiv, anzunehmen, hier würden Frauen und Männer mit dem gleichen Maßstab gemessen. Die Gesetzesänderung eröffnet genau den Ermessensspielraum, der für die Ungleichbehandlung gebraucht wird.

Hmm.. das, was Du hier prognostizierst, ginge ja jetzt schon, dazu bräuchte es keinerlei Änderung des Paragraphen.
Mit dem aktuellen Mordparagraphen könnte ein/e krass misandrische Richer/in auch einfach (wie Du ja schriebst) die niedrigen Beweggünde bei Männern unterstellen und bei Frauen nicht. Oder es könnte auch Notwehr ungleich zugebilligt werden.

Was Maas laut Süddeutscher vorschlägt, ist vom Deutschen Anwaltsverein vorformuliert und würde ja, wenn es tatsächlich so umgesetzt würde, genau diese willkürliche Schuldzuweisung durch Richter/innen mittels täterbezogener Etikettierung deutlich erschweren.

Zudem will Maas offenbar den 'Affekt' bewerten lassen. Wenn das eingeführt würde, müssten Staatsanwaltschaften und Richter ja für ein 'Lebenslänglich'-Urteil regelmäßig einen Affekt WIDERLEGEN (in dubio pro reo). Es könnte jeder gute Anwalt erstmal auf einen Affekt abzielen, wenn dies so gesetzlich festgelegt wäre. Das Gericht müsste diesen zweifelsfrei widerlegen. Maas wird hier selbst völlig unlogisch, da er die Nazibegriffe im aktuellen Mordparagraphen als zu unklar kritisiert (zu recht), aber dann einen noch unklareren Begriff einführen will. Auch diese Art der Unlogik ist meiner Meinung nach typische sozialistische 'Dialektik'.


Damit würde eine solche Maas-Reform die Situation bezüglich des 'Haustyrannen-Dilemmas' gerade nicht ändern.


Oh doch.

Für Frauen wird sich die Situation sehr wohl ändern: sie können gefahrloser ihre Männer entsorgen.

Nicht, wenn das so umgesetzt würde, wie Maas behauptet. Genaues weiß man (aufgrund der widersprüchlichen Versprechen (eben der 'Dialektik')) erst, wenn das Gesetzt auf dem Tisch liegt und in den Medien steht. Eine typische staatliche 'Wundertüte' eben, allerdings sind diese oft mit vielen Nieten und unerwünschten 'Geschenken' versehen.

Neben Scheidung auf Zuruf nun noch eine ultimative Notfalllösung für ganz besondere Fälle.

Sicher eine Waffe, die nur selten zur Anwendung kommt, aber gut zu wissen, wenn auch vielleicht nur "hintergründig", sie im Arsenal zu haben.

Das empauert und ich glaube, genau das soll es auch.

Für Männer wird sich nicht viel ändern.

Sie waren vorher feige Mörder und werden es bleiben.

Das würde eine Reform, die den Mordparagraphen wirklich rein tatbezogen ausgestaltet, ja gerade verhindern.
Auch die anderen von Dir beschriebenen Konsequenzen würden dann eher eingeschränkt.

Außer, dass sie wissen werden, allmählich, wieviel Macht die Frau, mit der sie zusammenleben, über sie haben wird, buchstäblich nun auch eine auf Leben und Tod.

Ist Scheidung schon eine Angelegenheit, bei der Männer, besonders Väter, sehr viel mehr zu verlieren haben als Frauen, sehr viel erpressbarer sind, so tritt nun ein weiterer Faktor der Deprivilegierung des Mannes in der Ehe hinzu: Das wird die "Kompromissfindung" beim Zusammenleben für die Frau erleichtern.

Für Männer ist unter den herrschenden feministisch-femizentrischen Bedingungen, die sich immer weiter zugunsten der Frauen verschieben, bereits jetzt eine Partnerschaft auf Augenhöhe kaum noch führbar.

Wir nähern uns dem matriarchalen Familienideal, die Frau als Oberhaupt, der Mann als ihr Lifestyle-Accessoire, beliebig zuwählbar und entsorgbar.

Ich sehe wenig andere Möglichkeiten für Männer als auf Ehe und Vaterschaft unter diesen Bedingungen zu verzichten.

Ehe und Vaterschaft machen sie nur noch erpressbarer, unterworfen den Interessen der Frau/des Staates = dem Verbündeten der Frau.

Wie soll da ein gleichberechtigtes Aushandeln der "Terms of Trade" für Männer überhaupt noch möglich sein?

Wenn die eine Seite immer mehr Macht bekommt, mit der Staatsmacht im Rücken am Verhandlungstisch sitzt?

Paranoia?

Nicht, wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahrzehnte im Zusammenhang ansieht und das, was sich im Bundesverfassungsgericht abspielt, hinzufügt.

Es gibt aber auch eine Entwicklung in die andere Richtung, ich denke, dass immer weniger seriöse Richter (und auch Richterinnen) Interesse haben, sich zu Erfüllungsgehilfen dubioser aktueller politischer Strömungen oder sogar politischer Hetze machen zu lassen. Vielleicht kommen sogar manche intelligentere Polizisten irgendwann einmal auf diesen Trichter.

Dazu müsste man den Pargraphen gerade nicht ändern

Bruno K., Sonntag, 03. August 2014, 02:41 (vor 1906 Tagen) @ Michael K.

Beim Sorgerecht ist die Falschbeschuldigung von Vätern heute ein häufiges taktisches und erfolgreiches Mittel. Das wird bei der Tötungsvereinfachung nicht anders sein. Warum sollte es? Es war ja auch schon immer eine Forderung der Feministinnen. Die Zahlen von Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungen nehmen ebenfalls zu. Und dagegen will Maas ja nichts tun.

Heiko Maas: Mord, Totschlag und Haustyrannen

Hans3, Mittwoch, 02. Juli 2014, 10:19 (vor 1937 Tagen) @ Radfahrer


Und dann kommt's:

Maas begründete die Reform auch mit dem sogenannten Haustyrannen-Dilemma. Ein Mann, der seine Frau erschlägt, kommt bisher womöglich mit Totschlag davon, […]. Die Ehefrau, die jahrzehntelang von ihrem Mann gequält worden ist, und den Haustyrannen vergiftet, bekommt aber automatisch "lebenslänglich", da der Einsatz von Gift als heimtückisch gilt und damit immer als Mord geahndet werden muss. Der Minister will mit der Reform des Mordparagrafen auch dieses Dilemma lösen.

Man fragt sich schon, auf welchem Planeten Herr Maas eigentlich lebt:

Zum einen gibt es für die Frau zahlreiche Möglichkeiten, sich der Qual zu entziehen (der Täter, natürlich der Mann, kann auf ihre Anzeige hin der Wohnung verwiesen werden; es gibt Frauenhäuser und naheliegender weise kann sie sich scheiden lassen) und zum anderen macht er sich um nur sehr wenige Frauen sorgen (so waren 2011 von 2048 Lebenslänglichen nur 100 Frauen = 4,88%!).
Die Gerichte machen bei Frauen nämlich schon jetzt eifrig Gebrauch von der "Rechtsfolgenlösung", insbesondere eben beim sogenannten "Haustyrannenmord".

Aber wahrscheinlich schwebt Hr. Maas so eine Lösung wie z.B. in Russland vor - dort können von vornherein nur Männer lebenslänglich verurteilt werden!

Man kann nur hoffen, dass sich bei der Neugestaltung der Mord-/Totschlagsparagrafen
richtige Experten, wie z.B. dieser hier durchsetzt:
"Dieses ebenso schlechte wie unangebrachte Bild wird die im Kern sinnvolle Diskussion gleich vielfach vergiften. So gab es in den vergangenen Jahrzehnten durchaus Fälle des “Familientyranns”, der von seiner Ehefrau getötet wurde. Rein statistisch aber wurde hierbei in der BGH-Rechtsprechung vor allem ein Messer durch die Ehefrau genutzt, der Verweis auf ein “Gift” entspricht insofern eher einem Klischee als der Realität."
"...Etwa im Jahr 2003, als der BGH (1 StR 483/02) andeutete, dass auch in einer Ehe mildernde Umstände beim töten des schlafenden Gatten in Betracht kommen. Übrigens wurde auch hier kein Gift genutzt, sondern ein Revolver: Der Ehemann wurde im Schlaf mit 8 Schüssen erschossen. So viel zum Klischee."

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Haustyrannenmord
http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenslange_Freiheitsstrafe
http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsfolgenl%C3%B6sung

(Ich hoffe, ihr verzeiht mir Wikipedia ;-) )

Gruß,
Hans3

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