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"Maskuline Muskelspiele" - Sendetermine am Sa und So

gewege, Donnerstag, 23. Mai 2013, 23:51 (vor 2338 Tagen)

Im SR 2 habe ich heute eine Vorankündigung (vor den Nachrichten, müsste um 8 Uhr gewesen sein) mitbekommen. Die meisten Sendetermine sind jetzt am Wochenende. Ist schon eine üble Diffamierungskampagne, die hier breit in die Öffentlichkeit gebracht wird (Antifeminismus ist per se schlecht,

Maskulisten stricken online aus rechtsextremen Verschwörungstheorien ihre Kampagnen.

Behring Breivik und seine Morde gehören dazu).

Das "ARD radiofeature" wurde hier http://wp1131552.server-he.de/forum/index.php?id=10779 schon behandelt. Ankündigungstext hier http://www.presseportal.de/pm/29876/2474647/das-ard-radiofeature-maskuline- muskelspiele-anti-feministen-eine-neue-gefahr-fuer-die-demokratie (Leerstelle vor "muskelspiele" entfernen, da Wort sonst zu lang für Forum-Software).

Sendetermine:

SWR 2 Mittwoch, 22. Mai, 22.03 Uhr
SR 2 KulturRadio Samstag, 25. Mai, 09.05 Uhr
Bayern 2 Samstag, 25. Mai, 13.05 Uhr
Nordwestradio (RB) Sonntag, 26. Mai, 09.05 Uhr
NDR Info Sonntag, 26. Mai, 11.05 Uhr
WDR 5 Sonntag, 26. Mai, 11.05 Uhr
hr2-Kultur Sonntag, 26. Mai, 18.05 Uhr

"Maskuline Muskelspiele" - Interessante Kommentare

NorbertU ⌂ @, Nordhessen, Sonntag, 26. Mai 2013, 12:18 (vor 2335 Tagen) @ gewege

Die Sendung selbst mag unsäglich sein, die Kommentare dazu sind jedoch interessant.

http://web.ard.de/radio/radiofeature/?page_id=2860

Zur Einstimmung ein Kommentar hier:
24.05.2013, 18:39 Uhr
Der Autor geht in dieser Sendung offensiv gegen „Maskulisten“ vor, als die er Kritiker des Feminismus bezeichnet. Dabei verlässt er die Regeln des seriösen Journalismus, indem er einseitig die Personen kritisiert, über die er berichtet. Als Zeugen seiner Kritik lässt er wenige Personen zu Wort kommen, die seit Jahren die Männerrechtsbewegung bekämpfen. Feminismuskritiker selbst kommen nicht zu Wort.
Aus zum großen Teil zusammenhanglos zitierten Schlagworten konstruiert er ein Bild von den bösen Menschen, die den (aus seiner Sicht offensichtlich guten) Feminismus kritisieren.
Schwerpunkte seines Radiofeatures sind eine unsinnige Verknüpfung des Oslo-Attentäters Breivik mit der deutschen Männerrechtsbewegung, das Beklagen von „Hatespeech“ (Hasssprache, Hassrede) und angebliche Morddrohungen gegen die Kritiker der „Antifeministen“.
Breivik hat offenbar selbst sehr viel darüber geschrieben, wie er die Attentate von Oslo rechtfertigen will. Auf über 1500 Seiten mögen auch feminismuskritische Äußerungen zu finden sein. Es mag auch einzelne Personen in Deutschland geben, die den Gedanken von Breivik folgen. Breiviks unsinnige Theorien sind aber nicht in erster Linie feminismuskritisch. Mögliche, Breiviks Gedanken folgende Stimmen aus Deutschland spiegeln nicht die Meinung der Mehrheit der deutschen Feminismuskritiker wieder. Breivik hat mit der deutschen feminismuskritischen Bewegung schlicht überhaupt nichts zu tun. Die Verknüpfung von Breivik mit der deutschen Männerrechtsbewegung ist eine bösartige Diffamierung der Menschen, die sich sachlich mit der Kritik am Feminismus auseinandersetzen.
Die von dem Autor beklagte Hassrede setzt dieser in der gesamten Sendung selbst ein. Fast eine Stunde lang macht er nichts anderes, als Kritiker des Feminismus zu diffamieren. Dass es die beklagte Hassrede, insbesondere in Internetforen, tatsächlich gibt, ist unbestritten. Aber das betrifft beide Seiten, Feministen und Antifeministen. Oder zeugt es nicht etwa von Hass, wenn Alice Schwarzer propagiert, ein Mann in Salzsäure sei ein gelöstes Problem?
Hinrich Rosenbrock hat bereits in der Vergangenheit die die hier wiederholte Behauptung verbreitet, gegen ihn wären Morddrohungen erhoben worden. Damit will er wohl einerseits Antifeministen zu Straftätern abstempeln, anderseits aber auch sich selbst als Opfer darstellen.
Gewaltdrohungen zwischen Diskutanten sind unerträglich, so unterschiedlich ihre Positionen auch sein mögen. Der Autor dieses Kommentars hatte Rosenbrock deshalb schriftlich aufgefordert, „Ross und Reiter“ zu benennen.
Statt einer sachlichen Antwort reagierte H. Rosenbrock mit einem „Verbot“ den Schriftverkehr zu veröffentlichen, drohte mit Anzeigen wegen „Nötigung“ und der „Verbreitung unwahrer Behauptungen“ und verbat sich „jede weitere Kontaktaufnahme“, die er wolle juristisch klären lassen. Eine konkrete Benennung der angeblichen Morddrohungen oder gar einen Beleg dafür erbrachte er nicht.
Herr Rosenbrock ist somit nicht Willens oder eher, wie ich meine, nicht in der Lage, die angeblichen Morddrohungen zu belegen. Ich gehe deshalb davon aus, dass es die angeblichen Morddrohungen nicht gab. Diesen Schluss legen insbesondere Ton und Inhalt seiner Antwort nahe.
Die Radiosendung „Maskuline Muskelspiele“ erweist sich somit als propagandistisch, die mich an Karl-Eduard von Schnitzlers Sendung „Der schwarze Kanal“ aus DDR-Zeiten erinnert.

Antwort von Herrn Homann direkt darunter.

--
www.Stiefkindadoption.de
WWW.Opektafarmer.de

ein Spinner namens Oskar...

Eugen, Sonntag, 26. Mai 2013, 14:11 (vor 2335 Tagen) @ NorbertU

Die Sendung selbst mag unsäglich sein, die Kommentare dazu sind jedoch interessant.
http://web.ard.de/radio/radiofeature/?page_id=2860

jaja, ein Spinner namens Oskar hat dort geschrieben:

"Der Tonfall, die Aggression und der Unwille, sich auch nur mit dem Feature auseinanderzusetzen zeigt, wie richtig und wichtig Homann’s Radiobeitrag ist."

Das ist eine komische Begründung. Warum soll ich mich mit so einem Mist auseinandersetzen? Ich zieh mein Ding durch, und nicht das von Homann oder Oskar. Homanns sog. feature ("Geschmiere") wird dadurch um keinen Deut richtig oder wichtig.

Und mein Tonfall ist durchaus nicht überzogen, sondern sehr moderat und überaus angemessen, lieber Norbert, das ist festzuhalten. Überzogen ist einzig und alleine der Tonfall von Homann und seinen heulenden Aliassen.

Gruß, Eugen

Breivik

Thorsten @, Sonntag, 26. Mai 2013, 13:35 (vor 2335 Tagen) @ gewege

Ist schon eine üble Diffamierungskampagne, die hier breit in die Öffentlichkeit gebracht wird (Antifeminismus ist per se schlecht,

Maskulisten stricken online aus rechtsextremen Verschwörungstheorien ihre Kampagnen.

Behring Breivik und seine Morde gehören dazu).

Nur damit klar ist, warum Männerrechtler mit Breivik in Verbindung gebracht werden. Es gab damals tatsächlich zwei "Spezialisten", die Texte zu diesem Anschlag schrieben (die nach wie vor online stehen): Manifold von Die Söhne von Perseus und Michail Savvakis. Beide Texte waren damals reichlich umstritten, beide Autoren haben den Betrieb heute eingestellt, und keiner von den beiden sprach damals mit irgendeiner Legitimation für irgendeine Gruppe.

Die Söhne von Perseus: Gedanken zum Osloer Anschlag mit Diskussion auf WGvdL
Michail Savvakis: Von wegen Norwegen... mit Diskussion auf WGvdL

Breivik

Peter @, St.Gallen, Sonntag, 26. Mai 2013, 16:28 (vor 2335 Tagen) @ Thorsten
bearbeitet von AndreasKs., Sonntag, 26. Mai 2013, 18:33

Nur damit klar ist, warum Männerrechtler mit Breivik in Verbindung gebracht werden. Es gab damals tatsächlich zwei "Spezialisten", die Texte zu diesem Anschlag schrieben (die nach wie vor online stehen): Manifold von Die Söhne von Perseus und Michail Savvakis.

@ Thorsten

In dem von Dir verlinkten Diskussionsstrang (wgvdl) wird aber auch ersichtlich, dass von einer generellen Zustimmung zu Breiviks Thesen keine Rede sein kann, nicht mal im "berüchtigten" wgvdl-Forum, wo sich so einige Extremisten austoben können, was wiederum eine Folge der sehr liberalen Moderationspraxis ist.

Gruss Peter

Breivik

Eugen, Montag, 27. Mai 2013, 00:10 (vor 2335 Tagen) @ Peter

Nur damit klar ist, warum Männerrechtler mit Breivik in Verbindung gebracht werden. Es gab damals tatsächlich zwei "Spezialisten", die Texte zu diesem Anschlag schrieben (die nach wie vor online stehen): Manifold von Die Söhne von Perseus und Michail Savvakis.
Gruss Peter

Hallo Peter,

jetzt bin ich aber beleidigt ;-)

Auch ich habe etwas zu Breivik geschrieben, und es steht auch immer noch online, aber offenbar ist das viel zu maßvoll und zu differenziert. Also keine Chance, dass arme Irre mit Orgasmusschwierigkeiten und zu kleinen Penissen (wer gemeint ist, wird´s schon wissen...) das auch nur zur Kenntis nehmen, geschweige denn verbreiten. Mit deren Spinnereien sich ernsthaft zu beschäftigen, ist wirklich nur Zeitverschwendung.

Gruß, Eugen

http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=5824

zur Sache

Den Teilnehmern dieses Forums meinen herzlichen Dank für die derzeitige Stille. Die Welt da draußen summt in diesen Tagen wie eine Schachtel voller Maikäfer, weil jeder, der gerade noch einen Finger auf die Tasten kriegt, etwas zum Massaker in Norwegen anmerken muss. Seien wir nachsichtig und halten wir zugute, dass dem der Mund übergeht, dem das Herz voll ist.

Leider gehört dazu offenbar unausweichlich, dass fast jeder mit solchen Scheußlichkeiten die eigene fade Suppe würzt, wie z. B. das Hetzblatt EMMA, das Feminismuskritikern in diesem Zusammenhang eine Art Sippenhaftung anlasten will. Das ist natürlich der Versuch, auf schäbigste Weise aus dieser Tragödie propagandistischen Gewinn zu schlagen. Ich kann nur allen Weintrinkern empfehlen, sich schleunigst von Breivik vollumfänglich zu distanzieren, denn es könnte sich ja noch herausstellen, dass der Mann Weintrinker ist. Mit anderen Worten:
Es gibt an unserer männerrechtlichen Gesellschafts-, Politik- und Feminismuskritik nicht einen Buchstaben zurückzunehmen, nur weil EMMA das gerne so hätte, weil vielleicht gerade ein Psychopath seine Verbrechen mit solchen Problemfeldern verknüpft hat.

Dass die Welt der Foren, Kommentarspalten, Blogs oder Talksshows ein buddhistisches Retreat sei, wird wohl niemand behaupten. Dass die Großmäuler beiderlei Geschlechts in dieser Welt bisweilen heftige, strohdumme, ja sogar ekelhafte, gehässige, menschenverachtende Töne anschlagen, ist betrüblich aber nachvollziehbar. Aber es gibt natürlich einen grundlegenden Unterschied zwischen diesen und einem Breivik, sonst müssten wir jeden Tag neue Verbrechensopfer beklagen. Auch die Behauptung, die Diskussion bereite schließlich den geistigen Boden für solche Taten, ist anzuzweifeln. Suchen sich Menschen mit einem Defekt, wie Breivik ihn hat, irgendeine Bühne für ihre katastrophalen Selbstinszenierungen, oder kann die Beschäftigung mit einem bestimmten Thema zur Ausbildung eines solchen psychischen Defektes führen? Gibt es gar es eine fatale Wechselwirkung? Das sind außerordentlich wichtige Fragen, die natürlich untersucht werden sollten.

Unser Thema ist das nicht. Wir haben schon eines: Die Forderung nach einer echten Gleichberechtigung, nach einer Politik, die nicht nur schamlos etwas von der "Gleichstellung" von Frauen und Männer heuchelt, wo sie in Wahrheit die Ermächtigung von Frauen und die Demontage von Männern meint! Es gilt, lautstark die tatsächliche Umsetzung des Art. 3 Abs. 2 GG einzufordern: "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." Dieses Gesetz ist keine Zustandsbeschreibung, sondern eine Vorschrift an den Staat, 1994 auf maßgebliches Betreiben von Frauenverbänden eingeführt. Bis auf den heutigen Tag wurde sie im Hinblick auf Benachteiligungen von Männern noch nicht einmal ansatzweise umgesetzt!

"Maskuline Muskelspiele" - Sendetermine am Sa und So

AndreasKs. @, Sonntag, 26. Mai 2013, 14:52 (vor 2335 Tagen) @ gewege

Ich habe die Denkmuster unserer Kritiker geprüft. Einer der schlimmsten beruft sich auf Marx. Auf Marx berief sich auch Stalin. Also propagieren unsere Kritiker den Gulag. Unser zweit- und unser drittschlimmster Kritiker grenzen sich nur unzureichend davon ab und sind nach links offen.

Sendetermin ARD folgt.

--
https://twitter.com/AndreasKrausser

"Maskuline Muskelspiele" - Sendetermine am Sa und So

Jens, Montag, 03. Juni 2013, 14:40 (vor 2327 Tagen) @ gewege

In einigen Kommentaren legt der Autor Ralf Homann noch mal nach (gefunden ueber Wgvdl), was ich euch nicht vorenthalten wollte:

2.06.2013, 19:44 Uhr | Ralf Homann

Sehr geehrter Herr Baleanu
den von Ihnen dankenswerter Weise aus dem Feature zitierten O-Ton Herrn Rosenbrocks möchte ich um den vorhergehenden Take ergänzen: “Ich würde vielen der Männer, die sich in solchen Männerrechtsgruppen organisieren nicht absprechen, dass sie persönlich betroffen sind. Viele sind tief gekränkt, durch eine Trennung, dadurch, dass ihnen ihre Kinder vorenthalten werden – das ist ein geschlechterpolitisches Minenfeld –
Sie lassen sich sozusagen instrumentalisieren von Ideologen, Demagogen, die ein geschlossenes antifeministisches Weltbild ihnen präsentieren. Also an allen, was sie vielleicht persönlich als Problem wirklich haben, ist dann der Feminismus Schuld, sind die Frauen schuld, ist der Staat, der angeblich von den Feministinnen übernommen ist, Schuld. Das ist das Problem.” (O-Ton Herr Gesterkamp). Das Feature benennt also, dass es aktuelle geschlechterpolitische Herausforderungen gibt, stellt sie nicht in Abrede, sondern Kontextualisiert den “Maskulismus”. Selbstverständlich können auch Männer Opfer sein, warum nicht? Für mich persönlich wäre dann allerdings die vernünftige Anschlussfrage, ob das Kriterium Geschlecht für die Analyse oder für die Entwicklung einer Programmatik zur Lösung eines sozialen Problems tatsächlich hilfreich ist. ES gibt ja immer offensichtliche Phänomene und weniger sichtliche Hintergrundvariablen. Zum Beispiel liefern die Sozialwissenschaften viele weitere Kriterien: Sozialer Status, Bildung, Religion, Staatsbürgerschaft, ökonomische Verhältnisse wie z.B. Arbeitsbedingungen und ihre Wirkungen auf die Familie, usw. Um Ihr Beispiel vom Krieg aufzugreifen: Reicht zur Analyse das Kriterium Geschlecht? Wie ist das Durchschnittseinkommen derjenigen, die gefallen sind und derjenigen, die überlebt haben. Gibt es andere Signifikanzen? Gab es Männer, die auf Grund religiöser Überzeugungen nicht in den Krieg marschiert sind, oder für die Kriegsorganisation, zum Beispiel die Befehlskette, ungeeignet waren? M. E. ist die Anwendung einer Bandbreite an Kriterien oftmals hilfreicher als alles ausschließlich durch das Instrument “Geschlechterbrille” zu betrachten. Das hängt von der Fragestellung ab.
In meinem Feature ist nicht die Rede davon, dass der “soldatische Mann” eine Opferideologie entwickelt, sondern: Er brauche eine „Verschwörungstheorie“, die ihm erklärt, warum er die von ihm theoretisch beanspruchte Machtstellung nicht praktisch ausüben kann. Im 20. Jahrhundert gab es einige solcher Verschwörungstheorien, die darauf zielten die Schuld bei Anderen zu suchen und die die These vertraten, wenn diese Anderen eliminiert seien, dann wäre die Welt endlich in der wahren Ordnung. Ich spreche in meinem Feature davon, dass der Antifeminismus eine solche Verschwörungstheorie für das 21. Jahrhundert bereitstellt. Sie ist Teil der „männlichen Opferideologie“, die besagt, die Feministen, die „Feminazis“, das „Feminat“, die „Femokratie“, der „Staatsfeminismus“ o.ä. ist Schuld, dass ein Mann nicht mehr männlich sein kann, also Opfer dieser Verschwörung ist. Die Vorstellung von der wahren Ordnung und der Männlichkeit bleiben dabei unreflektiert, Hauptsache: Wenn diese Verschwörung beendet ist, dann ist die Welt wieder in Ordnung: Der „soldatische Mann“ Anders Breivik hat entsprechend seiner Verschwörungstheorie gehandelt und am Ende gemordet. Herr Kemper erläutert im Feature diese fatale Weltsicht. Im Feature wird darauf hingewiesen, Breivik hätte als „soldatischer Mann“ theoretisch auch eine andere Verschwörungsideologie benutzen können, hat er aber nicht. Anders Breiviks Ideologie zirkuliert nun auch in der deutschen antifeministischen Szene der „Maskulisten“, d.h. es gibt da auch eine Auseinandersetzung über das Für und Wider. Auf diesen Sachverhalt setzt das Feature seine Gefahreneinschätzung.

2.06.2013, 15:27 Uhr | Ralf Homann

[...]
Ich sehe in ihren Meinungsäußerungen hier auf der Seite einen transparenten Beleg für ein – so heißt es im Feature – “geschlossenes antifeministisches Weltbild”. Ich möchte hier die Betonung auf *geschlossen* legen. Das heißt, alles wird wieder in dieses Weltbild inkorporiert; es gibt keine Lücke, keine Brücke, die eine Dialogfähigkeit fundieren könnte, oder anschlussfähig wäre in einer Diskussion, die nicht auf ein antifeministisches Weltbild setzt. No Interface. Deshalb auch Ihr Freund/Feind-Denken.

31.05.2013, 10:28 Uhr | Ralf Homann

[...]
Feminismuskritik ist nicht Thema des Features, im übrigen sind Antifeministen keine Feminismuskritiker, weil es Ihnen nicht um Kritik, sondern um Bekämpfung geht. Dieser Euphemismus ist m. E. eher propagandistischer Natur.

http://anonym.to?http://web.ard.de/radio/radiofeature/?page_id=2860#awp::?page_id=2860

"Maskuline Muskelspiele" - Sendetermine am Sa und So

Arne Hoffmann, Montag, 03. Juni 2013, 14:55 (vor 2327 Tagen) @ Jens

Das ist ja alles schön und gut: Insbesondere Homanns Frage, ob das Kriterium Geschlecht für die Analyse oder für die Entwicklung einer Programmatik zur Lösung eines sozialen Problems tatsächlich hilfreich ist, könnte ein starker Anteil einer sinnvollen Feminismuskritik sein. Leider weist er aber ein geschlossenes antimaskulistisches Weltbild auf, so dass es keine Lücke gibt, keine Brücke, die eine Dialogfähigkeit fundieren könnte, oder anschlussfähig wäre in einer Diskussion, die nicht auf ein antimaskulistisches Weltbild setzt. No Interface. Deshalb auch sein Freund/Feind-Denken. Schade.

Herzliche Grüße

Arne

"Maskuline Muskelspiele" - Sendetermine am Sa und So

Friedhardt, Montag, 03. Juni 2013, 18:01 (vor 2327 Tagen) @ Arne Hoffmann

Eine gelungene Widerlegung von Homann mit seinen eigenen Worten. Herzlichen Glückwunsch!

"Maskuline Muskelspiele" - Sendetermine am Sa und So

AndreasKs. @, Montag, 03. Juni 2013, 23:43 (vor 2327 Tagen) @ Jens


“Ich würde vielen der Männer, die sich in solchen Männerrechtsgruppen organisieren nicht absprechen, dass sie persönlich betroffen sind. Viele sind tief gekränkt, durch eine Trennung, dadurch, dass ihnen ihre Kinder vorenthalten werden – das ist ein geschlechterpolitisches Minenfeld – … Das Feature benennt also, dass es aktuelle geschlechterpolitische Herausforderungen gibt, stellt sie nicht in Abrede, sondern Kontextualisiert den “Maskulismus”. Selbstverständlich können auch Männer Opfer sein, warum nicht?

Welche Ansätze, diesen Männern, denen eingestandenermaßen das Recht vorenthalten wird, zu helfen, offeriert die profeministische Männerbewegung? Seit Jahrzehnten offenbar keine. Obiges Zitat beinhaltet ein reines Lippenbekenntnis, sonst nichts. In das „Minenfeld“ wagen sich die Warmduscher nicht.


In meinem Feature ist nicht die Rede davon, dass der “soldatische Mann” eine Opferideologie entwickelt, sondern: Er brauche eine „Verschwörungstheorie“, die ihm erklärt, warum er die von ihm theoretisch beanspruchte Machtstellung nicht praktisch ausüben kann. Im 20. Jahrhundert gab es einige solcher Verschwörungstheorien, die darauf zielten die Schuld bei Anderen zu suchen und die die These vertraten, wenn diese Anderen eliminiert seien, dann wäre die Welt endlich in der wahren Ordnung. Ich spreche in meinem Feature davon, dass der Antifeminismus eine solche Verschwörungstheorie für das 21. Jahrhundert bereitstellt. Sie ist Teil der „männlichen Opferideologie“, die besagt, die Feministen, die „Feminazis“, das „Feminat“, die „Femokratie“, der „Staatsfeminismus“ o.ä. ist Schuld, dass ein Mann nicht mehr männlich sein kann, also Opfer dieser Verschwörung ist. Die Vorstellung von der wahren Ordnung und der Männlichkeit bleiben dabei unreflektiert, Hauptsache: Wenn diese Verschwörung beendet ist, dann ist die Welt wieder in Ordnung …

Der Sozialist und die Sozialistin brauchen eine Verschwörungstheorie, die ihnen erklärt, warum sie die Gesellschaft und die Geschichte „erklären“ können, jedoch nicht in der Lage sind, auch nur ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. In der Menopause haben sie oft noch keinen berufsqualifizierenden Abschluss vorzuweisen. Im 20. Jahrhundert gab es einige solcher Verschwörungstheorien, die darauf zielten, die Schuld bei Anderen zu suchen und die die These vertreten, wenn diese Anderen eliminiert seien, das wäre die Welt endlich in der wahren Ordnung. So führten das Gulag-System, der Soziod und die gezielte Herbeiführung von Hungersnöten in bestimmten Regionen zu schätzungsweise 100 Millionen Toten. Ich spreche davon, dass der Sozialismus als Verschwörungstheorie noch im 21. Jahrhundert aktiv ist. Teile der sozialisitschen Opferideologie, der Klassismus, das Bürgertum, die Märkte, die Globalisierung bewirkten, dass ein Mensch nicht Mensch sein kann. Die Vorstellung von der wahren Ordnung und der Menschlichkeit bleiben dabei völlig unreflektiert. Hauptsache: Wenn der Kapitalismus beendet ist, dann ist die Welt wieder in Ordnung.

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"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

James T. Kirk ⌂, Sonntag, 09. Juni 2013, 18:52 (vor 2321 Tagen) @ gewege
bearbeitet von James T. Kirk, Sonntag, 09. Juni 2013, 19:10

Ich habe auf meinem Blog einen Verriß dieses Radio-Features geschrieben und halte ihn für recht gelungen. Ich zeige dort vor allem die psychologischen Realitäten auf, die paranoiden Vorstellungen, die Homann und andere von uns hegen und die eigentlich auf sie selbst zutreffen. Ich äußere mich auch zu den beiden "Morddrohungen".

Eine davon habe ich offenbar ohne mein Wissen verfertigt. Das sollte man sich mal genau vor Augen führen. Auf meinem Blog karikiere ich die profeministischen Soziologen, die Feministinnen und ihre Hetzkampagnen durch einen "Adolf - der Männerrechtler" und noch durch weitere "Rechts"-Bezüge. Diese Leute sind so dumm und paranoid, daß sie noch nicht einmal diese Satire verstehen.

Als ich das erste Mal von Rosenbrock und seiner Studie erfuhr, legte ich meinem Adolf dann folgende Zeilen in den Mund:"Rosenbrock? Klängt verdächtig jödisch! Ich schlitze ihm persönlich die Kehle auf!"

Man glaubt es kaum, aber wie ich jetzt auf dem Blog "Alles Evolution" erfuhr, hält Rosenbrock das nicht nur ernsthaft für eine Morddrohung, sondern zeigt dies auch noch öffentlich auf Podiumsdiskussionen herum. Und alle Feministinnen staunen dort dann: "Oh, eine Morddrohung."

Man entschuldige bitte meinen Humor. Aber ich persönlich kann diesem ganzen Schwachsinn nur noch so begegnen. Ach so, und meine "Morddrohung" ist natürlich auch "antisemitisch". Noch eine schöne Vokabel.

Ich persönlich setze mich gerne auf satirische Weise mit diesem Müll auseinander.

Hier der Beitrag: http://gender-universum.de/maskuline-muskelspiele/

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

AndreasKs. @, Sonntag, 09. Juni 2013, 19:16 (vor 2321 Tagen) @ James T. Kirk
bearbeitet von AndreasKs., Sonntag, 09. Juni 2013, 19:22

Dass wir es bei den traurigen Rittern von der Gender-"Wissenschaft" und ihrer grauen Eminenz Auftraggeberin mit beflissenen Exponenten der politischen Korrektheiten zu tun haben, ist klar. Wofür Dein Humor nützt, außer Ersteren Vorlagen zu geben, ist unklar.

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"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

KlausT, Montag, 10. Juni 2013, 10:52 (vor 2320 Tagen) @ James T. Kirk

"Rosenbrock? Klängt verdächtig jödisch! Ich schlitze ihm persönlich die Kehle auf!", finde ich weder satirisch noch witzig, sondern menschenverachtend und geschmacklos. Du magst Herrn R. nicht, was Dein gutes Recht ist. Und seine Einschätzung, dass das eine Morddrohung sei, ist abwegig. Gleichwohl hat er einen Anspruch auf respektvolle Behandlung. Respektvollen Umgang sehe ich zum einen als Basis jeglichen zwischenmenschlichen Umgangs an, zum anderen stellst Du Dich mit derartigen Satiren auf eine vergleichbare Ebene mit gewissen militant formulierenden Emanzen und Feministinnen - haben das Männerrechtler nötig?

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

Peter @, St.Gallen, Montag, 10. Juni 2013, 15:08 (vor 2320 Tagen) @ KlausT

Gleichwohl hat er einen Anspruch auf respektvolle Behandlung. Respektvollen Umgang sehe ich zum einen als Basis jeglichen zwischenmenschlichen Umgangs an,...

Hallo Klaus

Respekt ist keine Einbahnstrasse. Wer sein Gegenüber nicht respektiert und seine Brötchen mit der pauschalen Diffamierung Andersdenkender verdient, der offensichtlich eine Diffamierungs- und Marginalisierungsstrategie verfolgt, der hat i.m.h.o keinen Anspruch auf Respekt von denjenigen, die er diffamiert. Als Soziologe würde es ihm gut anstehen, nach den Gründen für die Agressionenen, die sich gegen ihn im Speziellen und gegen feministische Politik im Allgemeinen richten zu fragen. Das aber würde bedeuten, dass er sich mit den Anliegen von Männerrechtlern, die u.a auf MannDat ausführlich dargestellt werden, sachlich auseinandersetzen müsste. Das tut er nicht. Es soll ein persönliches Problem, ein persönlicher Mangel der Männer sein, keinesfalls ein politisches. Das verdient keinen Respekt. Wer ein repressives Meinungsklima zu installieren versucht, der sollte sich über Agressionen nicht wundern. Auch das könnte ein Soziologe eigentlich wissen.

Ich bin aber insofern Deiner Meinung, dass scharfe Kritik nicht derb daherkommen sollte und auch nicht muss und Kirk würde ich anraten, seine Ausdrucksweise etwas moderater zu gestalten. Ein Minimum an zivilisiertem Umgang sollte trotz der politischen Differenzen nicht verloren gehen. Dazu beizutragen obliegt aber nicht bloss einer Seite.

Es ist aber bezeichnend für Rosenbrock, dass er die Adolf Hitler in den Mund gelegte Aussage zum Anlass nimmt, eine ernstgemeinte Morddrohung "von den Maskulisten" zu behaupten, obwohl offensichtlich ist ("Adolf, der Männerrechtler"), dass es sich um eine Persiflage seiner Diffamierungs- und Marginalisierungsstrategie handelt, die er mit seiner Reaktion auch sogleich ein weiteres Mal anwendet.

Gruss Peter

Respekt ist eine Einbahnstraße

Radfahrer @, Montag, 10. Juni 2013, 16:17 (vor 2320 Tagen) @ Peter

Hallo Peter,

Respekt ist keine Einbahnstrasse. Wer sein Gegenüber nicht respektiert und seine Brötchen mit der pauschalen Diffamierung Andersdenkender verdient, der offensichtlich eine Diffamierungs- und Marginalisierungsstrategie verfolgt, der hat i.m.h.o keinen Anspruch auf Respekt von denjenigen, die er diffamiert.

Natürlich sitzt Herr Rosenbrock, was Respektlosigkeit gegenüber den Mitmenschen betrifft, ein einem Glashaus. Er nimmt in Kauf, dass seine haltlosen Behauptungen den Leumund unbescholtener Menschen zerstören können (zumindest bei einem hinreichen dummen Publikum, welches, wie ich am eigenen Leibe erfahren durfte, leider tatsächlich existiert). Und er nimmt in Kauf, dass gefährliche Terrorgruppen wie der NSU in einen Topf mit harmlosen Menschenrechtsaktivisten geworfen werden.

Dennoch plädiere ich für einen respektvollen Umgang mit ihm. Wir kennen die Triebkraft hinter seinem Handeln nicht. Und: Vielleicht gehen ihm eines Tages die Augen auf, und dann werden ein paar Seifenblasen platzen.

Und: WIR SIND DIE GUTEN! Wir machen bei der Schlechtmacherei lebender Menschen nicht mit. Auch dadurch setzen wir uns von den Radikalos aller Lager ab. Und genau dadurch strafen wir Rosenbrock & Co. Lügen.

Ich stimme Klaus daher zu.

Grüßle, Radfahrer

Respekt schmerzt am meisten!

AndreasF ⌂ @, Kutenholz, Montag, 10. Juni 2013, 19:31 (vor 2320 Tagen) @ Radfahrer

Achte und respektiere deinen Gegner!

Das trifft ihn schlimmer als jede Kritik und Anfeindung!

--
Der Feminismus hat es geschafft, dass Frauen die gleichen Rechte wie die Männer haben, jedoch ohne deren Pflichten übernehmen zu müssen.
Gelichzeitig müssen Männer heute viele Pflichten der Frauen mit übernehmen, ohne jedoch deren Rechte zu bekommen!

Respekt schmerzt am meisten!

Peter @, St.Gallen, Dienstag, 11. Juni 2013, 13:58 (vor 2319 Tagen) @ AndreasF

MannDat ist kein Forum, sondern hat, so nebenbei, ein Forum. MannDat ist ein Verein, der nicht bloss anonym im Internet operiert, sondern da sind Menschen aus Fleisch und Blut, die sich im "real life" engagieren. Es ist mir völlig klar, dass weder hier im Forum noch sonstwo geduldet werden kann, dass Leute im Namen von MannDat wild herumpöbeln, wie das auf manchen virtuellen Plattformen gang und gäbe ist.

Auch wenn in der Kopfzeile des Forums steht, dass die hier geäusserten Meinungen nicht notwendigerweise die des Vereins sind und die Schreibberechtigung weder eine Mitgliedschaft erfordert noch begründet, so wird trotzdem alles, was hier geäussert wird mit MannDat assoziiert. Anderes zu erwarten wäre naiv. Es ist deshalb völlig verständlich und auch richtig, wenn hier ein zivilisierter Umgang eingefordert wird. Da hab ich volles Verständnis dafür.

Ich störe mich lediglich am Wort "Respekt" und würde dies durch "zivilisierte Umgangsformen wahren" ersetzen.

Gruss Peter

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

AndreasKs. @, Montag, 10. Juni 2013, 18:18 (vor 2320 Tagen) @ Peter
bearbeitet von AndreasKs., Montag, 10. Juni 2013, 18:29

Es ist aber bezeichnend für Rosenbrock, dass er die Adolf Hitler in den Mund gelegte Aussage zum Anlass nimmt, eine ernstgemeinte Morddrohung "von den Maskulisten" zu behaupten, obwohl offensichtlich ist ("Adolf, der Männerrechtler"), dass es sich um eine Persiflage seiner Diffamierungs- und Marginalisierungsstrategie handelt, die er mit seiner Reaktion auch sogleich ein weiteres Mal anwendet.

Gut ist trotz allem, dass Kirk jetzt dokumentiert hat, wie der angebliche Mordaufruf konstruiert wurde.

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"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

Friedhardt, Montag, 10. Juni 2013, 13:23 (vor 2320 Tagen) @ James T. Kirk

Den Bewertungen Deines "humoristischen" Ausrutschers von KlausT und AndreasKs schließe ich mich vollinhaltlich an.

Friedhardt

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Verriß

James T. Kirk ⌂, Montag, 10. Juni 2013, 19:26 (vor 2320 Tagen) @ James T. Kirk

Ich habe noch nicht alle Eure Antworten gelesen, nur die ersten beiden kritischen. Erst mal möchte ich sagen, daß es erfreulich ist, daß man hier recht gesittet diskutieren kann und dieses Forum kein Durchlauferhitzer ist wie das wgvdl-Forum.

Die Kritiker von mir beachten meines Erachtens nicht den Kontext meiner Satire und den allgemeinen Kontext. Ich würde Rosenbrock als Realperson immer relativ respektvoll gegenübertreten, jedenfalls käme ich nie auf die Idee, eine Morddrohung zu verfassen.

Ihr wißt alle, in welcher Situation dies alles geschieht. Selbst wenn Arne Hoffmann auf seinem Blog das Kommunistische Manifest abdrucken oder verteidigen würde, würde er als rechts bis rechtsextrem dargestellt werden. Diese Dinge sind dermaßen absurd, daß sie selbst mich erschrecken. Ich bin in der DDR geboren und habe sie noch als Kind miterlebt (auch ihre positiven Seiten).

Die Verleumdungen und Diffamierungen seitens Feministinnen sind derart grotesk und krank, daß man dies nur parodieren kann. Man wird ja förmlich dazu gezwungen angesichts der Dummheit. Deshalb habe ich mir meinen "Adolf - der Männerrechtler" ausgedacht.

Er bedient die Paranoia der Feministinnen und zeigt den Reflektierten, wie schwachsinnig erstere sind.

Wenn man die Haltung meiner Kritiker annähme, dürfte man gar nichts mehr äußern, weil einem alles im Munde herumgedreht wird. Man macht dadurch gemein mit der Intoleranz und Paranoia von Feministinnen. Ich plädiere auch ganz allgemein für Souveränität. Wen interessiert es, daß unsereins als rechts, breivikesk und sonstwas dargestellt wird? Die Wahrheit kommt so oder so ans Licht.

Ich sehe mich übrigens weder als "Männerrechtler", "Antifeminist" noch als "Maskulist", sondern einfach als mündigen Bürger, der kritisch denkt. Ich finde es schade, daß man sich indirekt mit den Feministinnen gemein macht, wenn man sich solchen Humor verbietet. Was kann ich dafür, daß aus einer satirischen Kritik eine "Morddrohung" gemacht wird? Wer das als Morddrohung einstuft, zeigt nur, wie paranoid er ist. Insofern war meine Satire durchaus erfolgreich. :)

Witzlos

Thorsten @, Montag, 10. Juni 2013, 20:00 (vor 2320 Tagen) @ James T. Kirk

Die Verleumdungen und Diffamierungen seitens Feministinnen sind derart grotesk und krank, daß man dies nur parodieren kann. Man wird ja förmlich dazu gezwungen angesichts der Dummheit. Deshalb habe ich mir meinen "Adolf - der Männerrechtler" ausgedacht.

[...] Ich finde es schade, daß man sich indirekt mit den Feministinnen gemein macht, wenn man sich solchen Humor verbietet. Was kann ich dafür, daß aus einer satirischen Kritik eine "Morddrohung" gemacht wird? Wer das als Morddrohung einstuft, zeigt nur, wie paranoid er ist. Insofern war meine Satire durchaus erfolgreich. :)

Parodie und Satire sind in der Regel überspitzt und klarsichtig. Davon kann (nicht nur) ich bei Deinem Adolf leider nichts finden. Was Du uns hier als "Satire" verkaufen willst, das ist ein ebenso plumper wie kurzsichtiger Versuch von Humor, den hier keiner witzig findet. Niemand will Dir "Deinen Humor" verbieten, es besteht lediglich der verständliche Wunsch, sich davon zu distanzieren.

Witzlos

Winrich, Montag, 10. Juni 2013, 20:07 (vor 2320 Tagen) @ Thorsten

Dito, die historische Vorlage eignet sich nun mal nicht für verbalen Slapstick, egal wie bescheuert und bigott der Feminismus daher kommen mag.

Das sind nur Steilvorlagen für Rosenbrock, Gesterkamp & KonsortInnen, die darin mit Sicherheit eine "unerträgliche Verniedlichung des Nationalsozialismus" erblicken.

Der Bericht über die Podiumsdiskussion...

Sigmundus Alkus, Montag, 10. Juni 2013, 20:19 (vor 2320 Tagen) @ James T. Kirk

...ist ja ein echter Brüller:

"Eine Meldung eines Männerrechtlers aus dem Publikum macht dies deutlich: Frauenhäuser werden von ihm als Luxusherbergen für Frauen betitelt, die dem Zweck dienen, den Männern dort den Kontakt zu ihren Kindern zu entziehen und den Väter ihre Kinder zu entfremden."

Hier kann man den tatsächlichen Beitrag nachlesen:

http://www.wgvdl.com/forum2/forum_entry.php?id=218118

"Einer der Zuschauer erklärte ihr daraufhin, dass die Veröffentlichung der Adressen im Internet damit begründet wird, dass Frauen diese Häuser missbrauchten, um ihren Männern die gemeinsamen Kinder zu entfremden und erkundigte sich danach, welche Maßnahmen die Frauenhäuser zur Missbrauchsbekämpfung treffen würden. Außerdem erkundigte er sich nach der Vollstreckung von Gerichtsbeschlüssen in Frauenhäusern (also ob die Polizei Kinder aus Frauenhäusern hole)."

Von einer "Luxusherberge" war dort nirgens die Rede. Dass die Frage in indirekter Rede erfolgte, scheint die Böll-Stiftung ebenfalls nicht im geringsten zu tangieren.

Faszinierend

AndreasKs. @, Dienstag, 11. Juni 2013, 08:49 (vor 2319 Tagen) @ Sigmundus Alkus

Von einer "Luxusherberge" war dort nirgens die Rede. Dass die Frage in indirekter Rede erfolgte, scheint die Böll-Stiftung ebenfalls nicht im geringsten zu tangieren.

Die Verdrehung der Fakten ist faszinierend.

--
https://twitter.com/AndreasKrausser

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Verriß (Happy End)

James T. Kirk ⌂, Montag, 10. Juni 2013, 21:15 (vor 2320 Tagen) @ James T. Kirk

Ich möchte einfach mal ganz neutral darauf hinweisen, daß es Charlie Chaplin, Walter Moers, Dani Levy und Timur Vermes gibt. Es gibt bei Twitter auch einen "Der Führer", dem man bedingungslos folgen kann. :)

Na ja. Ich finde die Haltung mancher etwas verklemmt und aseptisch. Ich finde es im Prinzip wunderbar, daß durch diese Episode einmal mehr gezeigt wurde, wie Feministinnen drauf sind. Auf "Alles Evolution" sagte zum Beispiel ein Kommentator völlig perplex, daß das doch wie ein Verhalten im Kindergarten sei, so etwas wie meinen Adolf-Spruch zu einer Morddrohung zu stilisieren.

Es gibt durchaus Leute, die diesen Humor teilen. Und er ist meines Erachtens auch eine natürliche Lebensäußerung. Ähnlich dem Kind im Märchen "Des Kaisers neue Kleider".

Ich denke, man kann diese absurde Ebene des realexisitierenden Feminismus nicht leugnen. Es gibt sie nun einmal. Wenn man ganz aseptisch drauf ist, könnte man auch im MANNdat-Rundbrief die satirische Komponente kritisieren. Denn es ist doch ein todernstes Thema.

Nun ist wieder alles gut, und mein Adolf distanziert sich auch ausdrücklich von der Morddrohung gegen Hinrich Rosenbrock!

Und immer dran denken: In der Doku kommt MANNdat nur mit dem Wort "Konsumfo**e" vor. Es braucht also keinen Adolf, um Feministinnen eine "Vorlage" zu liefern.

Bitte entschuldigt meinen Sarkasmus.

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Verriß (Happy End)

ThomasL, Montag, 10. Juni 2013, 21:38 (vor 2320 Tagen) @ James T. Kirk

Ich finde die Haltung mancher etwas verklemmt und aseptisch. Ich finde es im Prinzip wunderbar, daß durch diese Episode einmal mehr gezeigt wurde, wie Feministinnen drauf sind. Auf "Alles Evolution" sagte zum Beispiel ein Kommentator völlig perplex, daß das doch wie ein Verhalten im Kindergarten sei, so etwas wie meinen Adolf-Spruch zu einer Morddrohung zu stilisieren.

Diese Haltung ist ja kein "Kindergarten", sondern Absicht! Es werden absichtlich Dinge aus dem Zusammenhang gerissen. Und dort, wo es nicht reicht, werden infame Lügen verbreitet.

Vor Diffamierungen kann man sich nicht schützen, indem man sich vermeintlich "korrekt" verhält, denn zu diffamieren ist ja das eigentliche Ziel.

Unbahängig davon sind satirische Vergleiche mit dem sog. "3. Reich" natürlich immer gewagt und in diesem Fall weder gelungen noch witzig.

Ein gewisser Respekt im Umgang mit dem Diskussionsgegner gehört meiner Meinung nach immer dazu, den kann der andere auch nicht durch sein wie auch immer geartetes Verhalten verspielen, da er von mir ausgeht.
Aber Respekt vor der Person schließt Satire natürlich nicht aus.

Und wie hier im Thread schon gesagt wurde, ist es sehr erhellend zu sehen, woher ganz konkret die Unterstellungen von Morddrohungen kommen! Das ist wahre Satire! ;-)

Viele Grüße
Thomas

"Maskuline Muskelspiele" - Noch ein Kommentar

NorbertU ⌂ @, Nordhessen, Montag, 10. Juni 2013, 22:52 (vor 2320 Tagen) @ James T. Kirk

Noch ein Kommentar von mir bei Homanns Märchenstunde:

Weder Ralf Homann noch Hinrich Rosenbrock haben auf meine Aufforderung reagiert, „Ross und Reiter“ der angeblichen Morddrohung zu benennen. (Übrigens auch nicht Dr. Stephan Höyng, KHSB Berlin, der die Behauptung auf einer internationalen Tagung des BMFSJ 2012 in Berlin wiederholte und auf Anfrage ähnlich wie Rosenbrock reagierte). Statt dessen reagiert Sebastian Wiemann, indem er das Rätsel auflöst. Er hat auf seinem Blog Gender-Universum einen „Verriss“ dieses Radio-Features dazu geschrieben.
Nun ist geklärt, warum weder Homann noch Rosenbrock oder Höyng bereit sind, zu erklären, wo die angebliche Morddrohung herkommt: Es ist einfach zu peinlich, dass Hinrich Rosenbrock diese Satire als bare Münze zu verkaufen versucht und sich als Person bedroht und diskriminiert ausgeben will. Aber es war wohl zu verlockend, einen Pro-Feministen als Opfer ausgeben und gleichzeitig die Kritiker des Feminismus als Unmenschen darstellen zu können.
Über Geschmack lässt sich sicherlich streiten. Ich selbst sehe diese Form von Satire als überzogen an. Aber daraus eine reale Bedrohung oder Diskriminierung zu konstruieren, zeigt lediglich, dass dem Urheber und den Verbreitern dieser unsinnigen Behauptung alle Mittel recht sind, andersdenkende zu diffamieren.

--
www.Stiefkindadoption.de
WWW.Opektafarmer.de

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

everhard, Dienstag, 11. Juni 2013, 08:06 (vor 2319 Tagen) @ James T. Kirk

Hallo Du Held meiner Kindheit :-).

Ich finde ja, die Satire ist nicht heftig genug.
Eine deutlichere Überzeichnung wäre
A: Witziger
B: Hätte Rosenbrock sich noch lächerlicher gemacht als ohnehin schon, das als Morddrohung auszugeben.

Also: Wenn schon, denn schon. Manchmal ist der Zaunpfahl zu dünn. Da nimmt man den Betonpfeiler.

my 2 cents,

everhard

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

Friedhardt, Dienstag, 11. Juni 2013, 15:30 (vor 2319 Tagen) @ everhard

Ich finde ja, die Satire ist nicht heftig genug.

Ich finde ja, dieser Kommentar ist nach all dem, was hierzu schon geäußert wurde, einfach nur heftig.

Verwunderte Grüße

Friedhardt

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

everhard, Dienstag, 11. Juni 2013, 18:44 (vor 2319 Tagen) @ Friedhardt

Warum, weil ich anderer Meinung bin?

Ich finde halt, erstens sollte Satire ohne Wenn und Aber als solche erkennbar sein, zweitens auf einen konkreten Aspekt der Wirklichkeit abzielen und drittens, daß man bei PC-Geboten erstmal grundsätzlich dagegen ist.

Deshalb fand ich die Papstnummer der Titanic geschmacklos, weil kein echter Bezug zum Handeln oder Wesen des Papstes erkennbar ist, sondern nur die beleidigende Absicht.
Und ich finde die Hitlersatire gegen Rosenbrock richtig, weil der Menschen in genau die Ecke stellt, die die Satire dann thematisiert.

gruß,

everhard

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

Friedhardt, Dienstag, 11. Juni 2013, 19:19 (vor 2319 Tagen) @ everhard

ich finde die Hitlersatire gegen Rosenbrock richtig

Deine Auffassung zu dem Thema kennen wir doch längst. Du kannst auch gern dabei bleiben. Ein Grund, warum ich mich in diesem Forum gut aufgehoben fühle, ist: Die Mehrzahl der Kommentatoren lehnt Deine Satire als unpassend ab.

Können wir´s dabei belassen? Danke.

Mit distanzierten Grüßen

Friedhardt

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

everhard, Dienstag, 11. Juni 2013, 19:57 (vor 2319 Tagen) @ Friedhardt

Warum so pampig?

Ist übrigens nicht "meine" Satire.

"Maskuline Muskelspiele" - Ein Veriß

Friedhardt, Dienstag, 11. Juni 2013, 20:00 (vor 2319 Tagen) @ Friedhardt

Die Mehrzahl der Kommentatoren lehnt Deine Satire als unpassend ab.

Fehlerteufel! Gemeint war: ... die Satire ...


Mit korrigierendem Gruß

Friedhardt

Zu Hitler, Satire und Respekt

Thorsten @, Dienstag, 11. Juni 2013, 21:39 (vor 2319 Tagen) @ everhard

James T. Kirk: Ich möchte einfach mal ganz neutral darauf hinweisen, daß es Charlie Chaplin, Walter Moers, Dani Levy und Timur Vermes gibt. Es gibt bei Twitter auch einen "Der Führer", dem man bedingungslos folgen kann.

All diese Leute haben sich über Hitler, bzw. seine Anhänger lustig gemacht. Und sie wurden dabei zu keinem Zeitpunkt beschuldigt, selbst Nazis zu sein, allerhöchstens, mit Ihrer Satire die Nazis zu verharmlosen. Denn genau das ist die Funktion von Satire: Dadurch dass sie eine Person lächerlich macht, untergräbt sie deren Autorität und damit den Respekt, den man bis dahin für die Person empfunden hat. Es hat etwas Befreiendes, seine Gegner nicht mehr für voll nehmen zu müssen.

everhard: Ich finde ja, die Satire ist nicht heftig genug.

Wie es dabei helfen soll, uns selbst noch heftiger als die Nazis darzustellen, als die wir ohnehin schon hingestellt werden, bleibt mir ein Rätsel. Die "Morddrohung" ist zwar als solche kaum ernst zu nehmen, aber dennoch gut geeignet, für Befremdung und Augenrollen zu sorgen. Sie ist keine Satire, die unsere Gegner bloss stellt, sondern präsentiert uns selbst als stumpfe Dummdödel. Nur dadurch, dass Rosenbrock den Quatsch für voll genommen hat, hat er sich schlussendlich eigenhändig der Lächerlichkeit preisgegeben.

Zu Hitler, Satire und Respekt

James T. Kirk ⌂, Dienstag, 11. Juni 2013, 22:26 (vor 2319 Tagen) @ Thorsten

Sie ist keine Satire, die unsere Gegner bloss stellt, sondern präsentiert uns selbst als stumpfe Dummdödel.

Mir ist völlig klar, daß wenig reflektierte Menschen diesen Humor nicht verstehen und laut aufschreiben: Nazinähe. Rechts. Gewaltaffin.

Das nehme ich gerne inkauf. Ich habe keine Lust, mich zu verstellen und zu erniedrigen, damit mich auch der letzte Depp versteht. Ich habe kein Interesse daran, daß mich Feministinnen verstehen. Und ich finde es durchaus amüsant, daß diese meinen Blödsinn für vollnehmen und völlig ihrer Paranoia erliegen.

Es liegt in der Natur von Lügensystemen, daß die Intelligenten mißverstanden werden und darauf warten müssen, daß immer mehr Menschen die Augen aufgehen. Es ist verlorene Liebesmüh, sich denen anzubiedern, die keinerlei Interesse haben zu verstehen, zu hinterfragen.

Wer verstehen will, wird auch ohne weiteres meine Satire verstehen.

Zu Hitler, Satire und Respekt

everhard, Mittwoch, 12. Juni 2013, 08:35 (vor 2318 Tagen) @ Thorsten
bearbeitet von AndreasKs., Mittwoch, 12. Juni 2013, 09:33

Wie es dabei helfen soll, uns selbst noch heftiger als die Nazis darzustellen, als die wir ohnehin schon hingestellt werden, bleibt mir ein Rätsel.

Das soll zweierlei bewirken.

Erstens halt ich es für kontraproduktiv, auf Vorwürfe, die ganz offensichtlich nur vorgeschoben sind, in Verteidigungshaltung zu gehen.
Wer auf "Ihr seid alle Nazis" devot und rational versucht, dies zu entkräften, und in Wahrheit gehöre er ja zum linken Flügel und habe mit diesen pöhsen Schmutzfinken und ihren wirklich völlig unangemessenen Satiren nichts zu tun usw., begibt sich in eine untergeordnete Haltung und gesteht dem anderen schon die Deutungshoheit darüber zu, welche Meinungen genehm sind. Das kann man in einer fairen Diskussion unter Demokraten machen, Feministen sind aber keine.
Damit meine ich nicht, daß man sich Rechtsradikalen gegenüber öffnen sollte. Aber das ist eine interne Angelegenheit der Männerbewegung und geht die Kempers und Rosenbrocks dieser Welt nüscht an.

Und zweitens muß Satire, wenn sie witzig sein soll, klar und deutlich überzeichnen und kann dabei kaum dick genug auftragen. Ich finde den Adolf in dieser Hinsicht halt etwas flach.
Ich hätte mit die Kehle gespart (die ist plump).
„Wos, wör sönd Nazis? Onerhört! Wör öst denn döser Rosenbröck öberhaupt?“
Oder so :-)

Aber wer bin ich, künstlerische Freiheit zu kritisieren :-)

Und so den Rosenbrock unmissverständlich der Lächerlichkeit preisgegeben, die ihm angemessen ist. Denn er ist ja eine Witzfigur (wenn auch eine gefährliche).

Zu Hitler, Satire und Respekt

Mannzipation, Mittwoch, 12. Juni 2013, 08:59 (vor 2318 Tagen) @ everhard

Und zweitens muß Satire, wenn sie witzig sein soll, klar und deutlich überzeichnen und kann dabei kaum dick genug auftragen. Ich finde den Adolf in dieser Hinsicht halt etwas flach.
Ich hätte mit die Kehle gespart (die ist plump), dafür aber noch ein paar Worte mehr geschrieben.

Ja, ich kann darüber auch nicht lachen. Nicht, weil ich politisch korrekt wäre aber ich finde es schlicht einfach nicht witzig. Vor allem im Vergleich zu "Hitlers Leasingvertrag", der ist echt genial."

Mit dem Motiv hätte man wesentlich mehr machen können.

Aber wer bin ich, künstlerische Freiheit zu kritisieren :-)

Naja, öffentlicher Kritik muss sich wohl jeder Künstler in der einen oder anderen Form stellen.

Und so den Rosenbrock unmissverständlich der Lächerlichkeit preisgegeben, die ihm angemessen ist. Denn er ist ja eine Witzfigur (wenn auch eine gefährliche).

Ich wage die Behauptung, dass WENN es wirklich für den letzten Deppen ersichtlich und lustig gewesen wäre, Rosenbrock & Co halt statt NaziSein eben NaziVerharmlosung auf das Ettikett geschrieben hätten...

my 2 cents

--
Frauen werden in den Medien stets als das sensiblere, romantischere, empathischere und aufopferungsbereitere Geschlecht dargestellt. Warum begehen dann Ehemänner, deren Frauen sterben, zehnmal häufiger Selbstmord als Frauen, deren Männer gestorben sind?

Zu Hitler, Satire und Respekt

Thorsten @, Mittwoch, 12. Juni 2013, 11:57 (vor 2318 Tagen) @ everhard

Wie es dabei helfen soll, uns selbst noch heftiger als die Nazis darzustellen, als die wir ohnehin schon hingestellt werden, bleibt mir ein Rätsel.

Erstens halt ich es für kontraproduktiv, auf Vorwürfe, die ganz offensichtlich nur vorgeschoben sind, in Verteidigungshaltung zu gehen.

Ich verstehe immer noch nicht, wie man offensiv wird, in dem man sich den Schuh auch noch anzieht und brav über das Stöckchen springt, anstatt den Gegner direkt anzugreifen, lächerlich zu machen und seine Autorität zu untergraben.

Wer das WGvdL-Forum und einige der dortigen dö-Lönken-sönd-dö-Pöst-Heinis kennt, oder gar den Nick DvB, der dort lange "aus dem arischen Kernland" schrieb, der weiss eben auch, dass es nicht ganz so einfach ist, die Vorwürfe, Männerrechtler wären radikal rechts, pauschal als abstrus, aus der Luft gegriffen und damit lächerlich hinzustellen. Es gibt dort einige, die sind radikal rechts, es gibt andere, die machen Listen mit Leuten, an denen man sich nach "einer Umkehr der Machtverhältnisse" rächen möchte, und es gibt Wirrköpfe, die jeden Wutkrampf, der ihnen gerade durch die Birne rauscht, ins Forum rotzen. Vor diesem Hintergrund bewegt sich eine solche "Satire" auf extrem dünnem Eis.

Wer auf "Ihr seid alle Nazis" devot und rational versucht, dies zu entkräften, und in Wahrheit gehöre er ja zum linken Flügel und habe mit diesen pöhsen Schmutzfinken und ihren wirklich völlig unangemessenen Satiren nichts zu tun usw., begibt sich in eine untergeordnete Haltung und gesteht dem anderen schon die Deutungshoheit darüber zu, welche Meinungen genehm sind.

Wer sich in den Kategorien bewegt, die ihm von seinem Gegner aufgedrängt werden, gesteht dem Gegner Diskurs- und Deutungshoheit zu, egal ob er die Kategorien dabei abstreitet oder annimmt.

PS: Ich konnte das ursprüngliche "Mordzitat", auf das sich Rosenbrock bezogen haben müsste, bislang nicht in James T. Kirks Gender-Universum finden.

Zu Hitler, Satire und Respekt

James T. Kirk ⌂, Mittwoch, 12. Juni 2013, 15:26 (vor 2318 Tagen) @ Thorsten
bearbeitet von AndreasKs., Mittwoch, 12. Juni 2013, 15:40

Ich verstehe immer noch nicht, wie man offensiv wird, in dem man sich den Schuh auch noch anzieht und brav über das Stöckchen springt, anstatt den Gegner direkt anzugreifen, lächerlich zu machen und seine Autorität zu untergraben.

Das ist eben der indirekte Weg, jemanden zu kritisieren und zu entlarven. Indem man dessen "Rechts"-Paranoia noch überspannt.

Ich denke, hier irren sich manche, was das Moment der Ironie anbelangt. Sie nehmen Ironie für bare Münze. Bzw. für manche hier ist die Ironie so stark überspannt, daß sie sie eben nicht mehr als lustig oder humorvoll empfinden. Ich denke, da hat jeder seine eigenen Vorlieben. Ich kenne jedenfalls sehr viele Leute, die diesen Humor lustig finden.

Wer also wirklich glaubt, ich würde mich auf meinem Blog als Nazi darstellen, der hat einfach nicht die Ironie verstanden. Mir ist es halt egal, daß Feministinnen und andere Gutmenschen bzw. Unreflektierte dies zum Anlaß nehmen, mich als Nazi anzusehen. Ich kann nichts für deren Naivität und Lügensystem.

Und als Ergänzung: Vor ein paar Monaten hat ein hysterischer Spiegel-Redakteur dem Schriftsteller Christian Kracht vorgeworfen, er sei der "Türsteher rechter Gedanken". Ich kenne den Schriftsteller nicht, das Buch nicht. Mir war aber sofort klar: Das kann nur Bullshit sein. Ich dachte mir nur: Aha, da wird jemandem mal wieder "Rechtssein" vorgeworfen. Diese Vorwürfe haben sich natürlich als Blödsinn entpuppt.

Unsere Gesellschaft ist regelrecht paranoid und hysterisch, wenn es um dieses Thema geht. Und es ist vor allem eine gute moralische Einkommensquelle für kranke Gutmenschen jeder Couleur. Ich bin da mittlerweile immer mehr erschüttert. Wir sind da langsam in einer linken Adenauer-Ära. Es ist wirklich schlimm. Man kann sich das Ausmaß der Dummheit und Angepaßtheit der Menschen gar nicht vorstellen.

Überspannt

Thorsten @, Mittwoch, 12. Juni 2013, 17:29 (vor 2318 Tagen) @ James T. Kirk
bearbeitet von AndreasKs., Mittwoch, 12. Juni 2013, 18:34

Ich verstehe immer noch nicht, wie man offensiv wird, in dem man sich den Schuh auch noch anzieht und brav über das Stöckchen springt, anstatt den Gegner direkt anzugreifen, lächerlich zu machen und seine Autorität zu untergraben.


Das ist eben der indirekte Weg, jemanden zu kritisieren und zu entlarven. Indem man dessen "Rechts"-Paranoia noch überspannt.

Wer also wirklich glaubt, ich würde mich auf meinem Blog als Nazi darstellen, der hat einfach nicht die Ironie verstanden.

James, wie man sehen kann, bist Du nun schon eine Weile bei WGvdL unterwegs. Damit sind Dir wohl auch bereits Leute wie DvB und Begriffe wie "Hanfkrawatte" begegnet. Bevor Du Dich also daran machst, irgendwas zu "überspannen", wäre es gut, wenn Du realisieren würdest, was da bereits aufgespannt ist und in welchem Kontext sich "Deine Ironie" bewegt.

Nämlich im Umfeld von Leuten wie Holger von WGvdL, der bestimmer auch nur rein "ironisch" von "Hanfkrawatten für Rosenkohl, Geisteskrampf und Kempower" daherschwallt. Von daher bin ich mir auch nicht sicher, ob Rosenbrock sich bei den vermeintlichen Morddrohungen gegen ihn wirklich nur auf einen Dolferl bezogen hat.

Überspannt

James T. Kirk ⌂, Mittwoch, 12. Juni 2013, 22:04 (vor 2318 Tagen) @ Thorsten

Aber mal im Ernst, Thorsten. Wen interessieren denn diese Heinis.

Du bist doch bestimmt auch schon mal diesem Typen namens Arne Hoffmann im Internet begegnet. Der ist auch rechts.

Wir müssen das nicht endlos ausbaden. Ich respektiere deine Meinung. Ich empfinde das einfach als eine neurotische Haltung, so penibel darauf zu achten, daß man nur ja nicht als "rechts" angesehen werden könnte.

Und jetzt kommt's: Für diesen Generalverdacht sind nicht wir verantwortlich, sondern gewisse Leute, die ein Problem mit der Meinungsfreiheit und gewissen Grundrechten haben (=Feministinnen). Das ist der Korridor, der Horizont, der Hintergrund. Der wird von uns nicht bestellt, also muß ich mich darum auch nicht kümmern.

Das meine ich, wenn ich sage, man macht sich mit der Paranoia von Feministinnen gemein durch diese Übervorsicht.

Von mir kommt keine "Morddrohung" mehr, keine Sorge. Ich habe mir jedenfalls damals nicht das geringste gedacht. Das war ein völlig harmloser Spruch von einem Adolf, der ausflippt, als er realisiert, daß "Rosenbrock" ein jüdischer Name sein könnte. Adolf meint also noch nicht mal Rosenbrock als Profeministen und Männerverleumder.

Jeder, der sehen will, wird sehen und verstehen. Darum muß man sich keine Sorgen machen. Die, die zu dumm sind und dem feministischen Zeitgeist erliegen, sind sowieso nicht mehr zu retten - auch nicht durch einen Verzicht auf Männerrechtler mit problematischer Vergangenheit. :)

PS: Ich kann leider nicht nachvollziehen, warum in meinem vorigen Beitrag ein Teil des Textes und ein Bild gelöscht wurden. Beides ist harmlos. Jedenfalls findet sich meine bösartige Morddrohung am Ende meines aktuellen Blogposts.

Vielleicht teilt mir der Administrator ja noch den Grund der Löschung mit. Glaubt man hier denn, daß die Leute bescheuert sind? Und nicht den geringsten Verstand haben?

Überspannt

Friedhardt, Donnerstag, 13. Juni 2013, 11:20 (vor 2317 Tagen) @ James T. Kirk
bearbeitet von Friedhardt, Donnerstag, 13. Juni 2013, 11:34

Ich habe mir jedenfalls damals nicht das geringste gedacht. Das war ein völlig harmloser Spruch

Du kapierst es einfach nicht. Schade!

Ich kann leider nicht nachvollziehen, warum in meinem vorigen Beitrag ein Teil des Textes und ein Bild gelöscht wurden.

Dank an den Admin für seine Obwalten zur Forumshygiene.

Erleichterte Grüße

Friedhardt


PS. Fragen des männerrechtlich guten Geschmacks haben nichts damit zu tun, sich "mit der Paranoia von Feministinnen gemein" zu machen.

Mal 'ne andere Frage

James T. Kirk ⌂, Donnerstag, 13. Juni 2013, 17:59 (vor 2317 Tagen) @ James T. Kirk

Mal 'ne andere Frage, Friedbert. Hätte deiner Meinung nach nicht Arne Hoffmann kein Interview der Jungen Freiheit geben sollen? Schließlich wird er jetzt als "rechts" eingeordnet. Er hätte doch auch am besten nicht im wgvdl-forum aktiv sein sollen. Jetzt wird er als "rechts" eingestuft. Da scheint er wohl selbst dran schuld zu sein.

Wie gesagt, ich finde deine Haltung neurotisch und ich habe nicht den Eindruck, daß du meine Argumente ernsthaft zur Kenntnis nimmst oder sie zu verstehen gewillt bist.

Mal 'ne andere Frage

Arne Hoffmann, Donnerstag, 13. Juni 2013, 18:38 (vor 2317 Tagen) @ James T. Kirk

Was du nicht kapierst, ist, dass man nicht deshalb die Verbrüderung mit Rechtsextremen vermeidet, weil man dann "als rechts eingestuft" wird, sondern weil eine solche Verbrüderung falsch ist. Bei dir hängen alle moralischen Entscheidungen davon ab, welchen äußeren Eindruck du dabei hinterlässt. Es bleibt dir komplett verschlossen, dass man sich deshalb nicht mit Rechtsextremen an einen Tisch setzt, weil das falsch ist, sondern scheinst davon überzeugt zu sein, das tue man nur deshalb nicht, weil man dafür sozial sanktioniert wird. Da man aber als Männerrechtler von Leuten wie Gesterkamp, Kemper und Rosenbrock ohnehin sozial sanktioniert und als "rechts" verleumdet wird, ist das Verbrüdern auch mit echten Rechtsextremen für dich unproblematisch.

Dementsprechend verläuft auch deine komplette Verteidigungsstrategie: "Wieso sollte ich nicht mit Rechtsextremen zusammenstecken? Schaut euch doch mal an, wer alles unbegründet als 'rechts' angegriffen worden ist!" Nach derselben Logik muss man annehmen, dass du keine Hemmungen hättest, dich mit Mördern und Vergewaltigern zu verbünden, denn sobald man dich dafür kritisieren würde, hieße es: "Augenblick mal! Habt ihr vergessen, wieviele Leute unschuldig angeklagt worden sind?! Denkt doch nur mal an Kachelmann! Oder Andreas Türck! Seit ihr denn bescheuert? Als Mann steht man doch sowieso unter Daueranklage!" Deine innere Entscheidungsinstanz für richtig oder falsch scheint darauf reduziert zu sein, was andere von deinem Verhalten denken.

Dass man aber aus Prinzip nicht mit Rechtsextremen zusammensteckt und nicht, weil es der Außenwirkung schaden könnte, haben dir Leute wie Lucas Schoppe allerdings schon zigmal erklärt. Nichts davon scheint bei dir angekommen zu sein.

Mal 'ne andere Frage

Radfahrer @, Donnerstag, 13. Juni 2013, 18:56 (vor 2317 Tagen) @ Arne Hoffmann

Hallo Arne und andere,

ich glaube, da läuft gerade ein Missverständnis.

JTK hat nirgends (zumindest habe ich nichts auf die Schnelle gefunden) gesagt, er verbrüdere sich mit Rechtsextremen. Ich mag seinen Humor nicht, aber er verteidigt hier doch nur seine (nach meinem Geschmack misslungene) Braunpinsler-Persiflage.

JTK schreibt selbst:

Wer also wirklich glaubt, ich würde mich auf meinem Blog als Nazi darstellen, der hat einfach nicht die Ironie verstanden.

Ich tu mich auch schwer, die Ironie zu verstehen, aber ich glaube ihm das.

Um weitere Missverständnisse zu vermeiden: Ich finde Dein, Arne, Statement zum Rechtsextremismus zwar als Replik auf JTKs Ausführungen unpassend. Inhaltlich jedoch stimme ich Dir 100%ig zu!

Grüßle, Radfahrer

Mal 'ne andere Frage

Arne Hoffmann, Donnerstag, 13. Juni 2013, 19:33 (vor 2317 Tagen) @ Radfahrer

JTK hat nirgends (zumindest habe ich nichts auf die Schnelle gefunden) gesagt, er verbrüdere sich mit Rechtsextremen.

Wie Thorsten in seinem Beitrag "Überspannt" kenntlich gemacht hat, ist er aber im gelben Forum gut unterwegs und geht weder auf Abstand, noch gibt er dort diesen Leuten Contra - oder habe ich da etwas übersehen? Er läuft halt mit. Und er unterstützt die Rechtsextremen inhaltlich mit seinem ständigen "Man-wird-doch-sowieso-angegriffen"-Gequassel, deren Standardausrede Nummer eins - als ob DAS das entscheidende Kriterium für richtig oder falsch wäre.

Herzliche Grüße

Arne

Mal 'ne andere Frage

Radfahrer @, Freitag, 14. Juni 2013, 00:36 (vor 2316 Tagen) @ Arne Hoffmann

JTK hat nirgends (zumindest habe ich nichts auf die Schnelle gefunden) gesagt, er verbrüdere sich mit Rechtsextremen.


Wie Thorsten in seinem Beitrag "Überspannt" kenntlich gemacht hat, ist er aber im gelben Forum gut unterwegs und geht weder auf Abstand, noch gibt er dort diesen Leuten Contra - oder habe ich da etwas übersehen?

Hihi, soeben habe ich nach gefühlten Jahren zum ersten Mal wieder im gelben Forum geschmökert. Wenn man in die dortige Suchfunktion "Kirk" eingibt, findet man unter den 10 ersten Treffern mindestens 5 extremismuskritische Beiträge, für die er mindestens 1x von dem genannten "DvB" angegriffen wurde.

Aber vielleicht lese ich heute zu selektiv, bin schon etwas müde.

@James T. Kirk:
Bitte spare Dir Ferndiagnosen psychischer Krankheiten an Dir unbekannten Personen. Damit sagst Du mehr über Dich selbst als über die von Dir Kritisierten.

Grüßle, Radfahrer

Mal 'ne andere Frage

Arne Hoffmann, Freitag, 14. Juni 2013, 08:30 (vor 2316 Tagen) @ Radfahrer

Hihi, soeben habe ich nach gefühlten Jahren zum ersten Mal wieder im gelben Forum geschmökert. Wenn man in die dortige Suchfunktion "Kirk" eingibt, findet man unter den 10 ersten Treffern mindestens 5 extremismuskritische Beiträge, für die er mindestens 1x von dem genannten "DvB" angegriffen wurde.

Danke für den Hinweis! Wenn das so ist, wäre mein Vorwurf in diese Richtung damit vom Tisch. Es gibt immer noch einige Leute, die in diesem Forum schreiben, die jedem Verdacht auf eine rechtsradikale Gesinnung fern sind und stattdessen dagegenhalten. Es freut mich, wenn Kirk dazu gehört. Dann geht es tatsächlich nur noch um diesen "Hitler-Scherz", und dazu ist hier ja von beiden Seiten schon alles gesagt worden.

Herzliche Grüße

Arne

Mal 'ne andere Frage

Paperback @, Werne a.d.L., Freitag, 14. Juni 2013, 14:02 (vor 2316 Tagen) @ Arne Hoffmann

Ich muss mal für mich festhalten und allgemein zu Protokoll geben, dass das Eintreten für Männerrechte für mich nicht bedeutet, eine konservative oder gar reaktionäre politische Meinung zu vertreten.

Ich war - wenn ich diese Markierung verwenden darf - politisch immer links-liberal orientiert, was meine Position in der Geschlechterfrage nicht leichter machte.

Paperback

Mal 'ne andere Frage

Friedhardt, Freitag, 14. Juni 2013, 16:13 (vor 2316 Tagen) @ Paperback

Ich war ... politisch immer links-liberal ...,was meine Position in der Geschlechterfrage nicht leichter machte.

Da haben wir ein ähnliches Problem. Deshalb interessiert mich, wo genau Du da Divergenzen verortest und wie Du schlussendlich damit umgehst.

Fragende Grüße

Friedhardt

PS. Mit "war" und "machte" beschreibst Du die Vergangenheit? Heißt das vielleicht, dass Du durch die Geschlechterfrage mehr in die Mitte gerückt bist?

mein Miniruck Richtung Mitte

Radfahrer @, Freitag, 14. Juni 2013, 17:19 (vor 2316 Tagen) @ Friedhardt

Hallo Friedhardt,

mich hast Du zwar nicht gefragt, aber bei mir war es in etwa so.

Als ich bei MANNdat anfing, war ich überzeugter Rot/Grün-Wähler mit (aufgrund meines erwachenden geschlechterpolitischen Interesses) leise aufkommenden Zweifeln. Schwarz/Gelb war für mich der politische Gegner, und die Ränder an beiden Seiten waren für mich unwählbar. Insbesondere die FDP fand ich "neoliberal" und deshalb zum Kotzen.

Nun fand ich unter den Aktiven ein paar Leute vor, die mir unangenehm FDP-nah vorkamen. Also stritt ich mich mit ihnen über Neoliberalismus, DDR-Romantik und soziale Gerechtigkeit. Dann kam es zu den ersten gemeinsamen MANNdat-Aktivitäten, und die Überraschung war, dass sich mit diesen Leuten hervorragend zusammenarbeiten ließ, so lange man das Lagerdenken ausklammerte und sich auf die gemeinsame Sache konzentrierte.

Hinsichtlich Rot/Grün bin ich mittlerweile einigermaßen desillusioniert, wobei die Grundgedanken von sozialer Gerechtigkeit, Arbeiterfreundlichkeit und Umweltschutz mir nach wie vor viel bedeuten. Und auch die "bürgerlichen" Parteien stellen sich mir mittlerweile mehr als Spektrum denn als Lager dar, wo ich mich im einen oder anderen Aspekt wiederfinden kann.

Also gewissermaßen ein Miniruck Richtung Mitte.

Die Ränder sind für mich weiterhin unwählbar. Rot/Grün mittlerweile leider auch.

Das Schöne bei MANNdat ist, dass mittlerweile das Ausklammern des Lagerdenkens und die Besinnung auf das gemeinsame Projekt zum Business as Usual geworden ist. Naja, zumindest einigermaßen. Wir sind schon nach wie vor ein Verein und kein Paradies.

Und wenn wir uns mal kloppen wollen, gibt es ja dieses Forum hier :-)

Grüßle, Radfahrer

mein Miniruck Richtung Mitte

Friedhardt, Freitag, 14. Juni 2013, 17:51 (vor 2316 Tagen) @ Radfahrer

Danke für Deine ausführliche Darstellung. Da finde ich mich in vielem wieder. Aber noch bin ich im Prozess, den ich für noch nicht abgeschlossen halte. Eine von mehreren Überlegungen ist, z.B. die grünen jungen "Rebellen" in Sachen Säkularisierung und Beschneidungsgegnerschaft zu stärken, aber nicht Rot/Grün zu wählen bzw. überhaupt keine Linkspartei zu wählen, die feministisch ausgerichtet und religiös unterwandert ist. Aber bleiben nicht da die Ränder als logische Alternative, wenn man(n) taktisch wählen will? Da bin ich für jeden Denkanstoß dankbar.

Mit grüblerischen Grüßen

Friedhardt

Nullruckausblick auf den Herbst

Mannzipation, Freitag, 14. Juni 2013, 18:55 (vor 2316 Tagen) @ Friedhardt

Danke für Deine ausführliche Darstellung. Da finde ich mich in vielem wieder. Aber noch bin ich im Prozess, den ich für noch nicht abgeschlossen halte. Eine von mehreren Überlegungen ist, z.B. die grünen jungen "Rebellen" in Sachen Säkularisierung und Beschneidungsgegnerschaft zu stärken, aber nicht Rot/Grün zu wählen bzw. überhaupt keine Linkspartei zu wählen, die feministisch ausgerichtet und religiös unterwandert ist. Aber bleiben nicht da die Ränder als logische Alternative, wenn man(n) taktisch wählen will? Da bin ich für jeden Denkanstoß dankbar.

Wenn du wirklich "männerrechtlerisch" wählen willst - dann wähl' KEINE der etablierten 5 Parteien! Jede ist für sich genommen unwählbar. Und Nichtwählen oder Ungültig wählen bringt ebenso nichts, denn die etablierten Parteien haben eh ihre Stammwählerschaft und ihre eigenen Parteimitglieder. Wenn alle anderen Deutschen nicht oder ungültig wählen - was kommt dann dabei raus? Genau, derselbe Mist wie all die Jahrzehnte vorher. Kriegt vielleicht mal wieder ein etwas anderes Farbmuster und ein paar andere Gesichter, ändern wird sich dadruch aber gar nichts!

Wer also will, dass sich wirklich was ändert - der sollte irgendwas anderes wählen (was ist dabei völlig egal aber nur durch neue Parteien käme frischer Wind rein - und die neuen Sitze würden den etablierten fehlen)

Ich bin immer wieder überrascht, wie diese absolut simple und verständliche Denkaufgabe - die eigentlich Grundschulniveau hat - von erwachsenen Leuten einfach nicht gerafft werden will... Aber sich dann über "die da oben" aufregen... Alle 4 Jahre komme ich zu dem Schluss, dass dieses Land von standhaften Intelligenzverweigerern bewohnt ist.

Resignierte Grüße
Mannzipation

--
Frauen werden in den Medien stets als das sensiblere, romantischere, empathischere und aufopferungsbereitere Geschlecht dargestellt. Warum begehen dann Ehemänner, deren Frauen sterben, zehnmal häufiger Selbstmord als Frauen, deren Männer gestorben sind?

Nullruckausblick auf den Herbst

Friedhardt, Samstag, 15. Juni 2013, 12:09 (vor 2315 Tagen) @ Mannzipation

Danke, Mannzipation, das ist schlüssig. Damit kann ich was anfangen.

Wahltaktische Grüße

Friedhardt

mein Miniruck Richtung Mitte

Paperback @, Werne a.d.L., Freitag, 14. Juni 2013, 19:03 (vor 2316 Tagen) @ Friedhardt

Friedhard, Du fragst:

„Heißt das vielleicht, dass Du durch die Geschlechterfrage mehr in die Mitte gerückt bist?“
Also politisch bin ich meiner Haltung treu geblieben. Links im Sinne der SPD-Linken etwa war ich nie. Schon als junger Mann befand ich mich im Visier der Jungsozialisten, die in mir wahrscheinlich einen jungen reaktionären Aufsteiger sahen.
Ich habe irgendwann in den 80iger Jahren dann die SPD verlassen. Anlass waren die Attacken eines späteren SPD-Oberbürgermeister-Kandidaten, der dann in einer sogenannten Rot-Licht-Affäire bundesweit Berühmtheit erlangte und abtreten musste.
Allerdings entstamme ich einer klassischen Arbeiterfamilie und ich habe am eigenen Leib und in meinen jungen Jahren erlebt, wie sich meine Eltern beide abrackerten, ohne dabei auf einen grünen Zweig zu kommen, sehe ich mal von ihrem kleinen Häuschen ab, dass sie anfangs der 50iger Jahre erwarben.
Mein Vater führte den Umstand, dass ich im SPD regierten Hessen in den60iger Jahren zur Schule gehen konnte, um schließlich Abi zu machen und dann auch zu studieren, auf die sozialdemokratische Bildungspolitik zurück.
Ich habe Vaters Einstellung auch viele Jahre geteilt. Dann aber musste ich selbst erleben, wie mir, einem Arbeitersohn, von linken Jusos der „proletarische Stallgeruch“ abgesprochen wurde und sie mich in einem Ortsverein mit Hilfe von IG-Metall und IGBE-Funktionären kaltstellten.
Dabei hätte ich ein Musterbeispiel für die Idee sein können, dass jemand durch Leistung und Begabung soziale Schranken überwinden kann.
In den letzten Jahren kam dann eben die Erfahrung auch in meinem beruflichen Bereich hinzu. Da wurden unter dem Motto, dass bei gleicher Eignung, Bewerberinnen bei der Beförderung den Vorrang erhielten, Frauen auch mit geringster Berufserfahrung in Beförderungsämter berufen.
Als Vater bot sich mir dann folgendes Bild:
Im Kindergarten treffen Kinder auf weibliches Personal, in der Grundschule sowieso. Gibt es zu Hause dann vielleicht noch eine alleinerziehende Mutter, die mit List und Tücke den Vater vom Kontakt mit den Kindern abhält, dann haben solche jungen Menschen kaum noch eine Chance, eine männliche Person als Gegenbild oder Identifikations-Bild kennenzulernen.
Das kann für die Entwicklung sowohl von Jungen, aber auch von Mädchen nachteilig sein.
Im Zusammenhang mit meiner Trennung und Scheidung erlebte ich zudem, wie man mich als alleinerziehenden Vater mit bis zu vier Kindern in der Spitze im Stich ließ, während man eine Mutter powerte und ob ihres Mutes unterstützte.
Sozialpolitisch und besonders im Hinblick auf die Vermögensverteilung in der Bundesrepublik bin ich eher im linken Spektrum zu Hause, weil ich hier eine himmelschreiende Ungerechtigkeit sehe.

mein Miniruck Richtung Mitte

Friedhardt, Samstag, 15. Juni 2013, 12:05 (vor 2315 Tagen) @ Paperback

Danke, Paperback, für die ausführliche Schilderung. Zunächst einmal Respekt vor Deinem Lebenslauf. Da hast Du ja eine Menge auch sehr unschöner Dinge erlebt und bist sozusagen jenseits aller Ideologien durch das Stahlbad der Wirklichkeit gegangen. Umso mehr möchte ich auf meine Ausgangsfrage zurückkommen.

Einerseits verortest Du Dich sozialpolitisch - da sehe ich Parallelen zu mir selbst - eher im linken Spektrum, andererseits hast Du aber in männerrechtlicher Hinsicht beruflich und im Zusammenhang mit Deinen Kindern - und auch da haben wir den gleichen Blickwinkel - mit linker (femisierter) Politik eindeutig schlechte Erfahrungen gemacht.

Welches Fazit ziehst Du nun aus dieser Divergenz im Hinblick auf praktisches politisches Engagement und künftige Wahlentscheidungen?


Fragende Grüße

Friedhardt

Eine Antwort

Thorsten @, Donnerstag, 13. Juni 2013, 18:51 (vor 2317 Tagen) @ James T. Kirk

James, es gibt Leute, die denken selbst und die haben eigene Werte und Massstäbe. Die brauchen keine Rosenkempers, an denen sie sich orientieren, auch nicht im Negativen. Du bist derjenige, der sich den Generalverdacht des Rechtsseins so sehr zu Herzen genommen hat, dass Du meinst, mit Deinem Dolferl darauf antworten zu müssen, anstatt ihn einfach zu ignorieren.

Rosenkempers Geschwätz würden wir hier üblicherweise genauso achselzuckend zur Kenntnis nehmen wie Deine verunglückte Hitlersatire, solange sie in Deinem Blog bleibt. Wenn Du aber darauf bestehst, Deine "humoristischen Übungen" hier ins Forum zu stellen, dann brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn einige laut und deutlich sagen, was sie davon halten: Nichts. Und zwar nicht weil sie Angst vor Rosenkemper haben, sondern weil sie es schlicht peinlich finden. Weil es nicht dem Bild entspricht, das sie von sich selbst als Männerrechtler haben.

Wenn Du ein tabuloses Forum suchst, frei von Grenzen des guten Geschmacks, wo einem wirklich nichts zu peinlich ist, dann weisst Du nur zu gut, wo Du eines finden kannst.

Eine Antwort

Friedhardt, Freitag, 14. Juni 2013, 15:37 (vor 2316 Tagen) @ Thorsten

Wenn Du aber darauf bestehst, Deine "humoristischen Übungen" hier ins Forum zu stellen, dann brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn einige laut und deutlich sagen, was sie davon halten: Nichts. Und zwar nicht weil sie Angst vor Rosenkemper haben, sondern weil sie es schlicht peinlich finden. Weil es nicht dem Bild entspricht, das sie von sich selbst als Männerrechtler haben.

Damit bringst Du es auf den Punkt, Thorsten. Vielen Dank.


Zustimmende Grüße

Friedhardt

Mal 'ne andere Frage

James T. Kirk ⌂, Donnerstag, 13. Juni 2013, 19:43 (vor 2317 Tagen) @ James T. Kirk

Wo verbrüdere ich mich denn mit Rechtsextremen?

Ich verstehe das Ganze jetzt nicht mehr. Wir müssen hier ja auch nicht den Dritten Weltkrieg inszenieren oder uns wie die Mädchenmannschaft zerstreiten.

Ich denke, meine Kritiker mißverstehen einiges.

Irgendwie läuft hier was falsch bei der Rezeption meiner Argumente. Man sollte das wohl etwas tiefer hängen. Ich habe meinen Beitrag verlinkt, weil ich ihn für gelungen halte. Die Aufklärung meiner finsteren Morddrohung spielt da eigentlich gar keine Rolle. Das kommt halt auch in dem Beitrag vor, den ich geschrieben habe.

Nehmt's mir nicht übel, aber ich glaube, mit meinem Begriff Neurose liege ich nicht ganz falsch.

Ich finde es schade, daß man sich hier so echauffiert. So wichtig ist das Ganze nun auch wieder nicht.

PS: Ach so, wo hat Lucas Schoppe sich denn mal geäußert? Das interessiert mich. Hat er sich da auf mich bezogen?

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