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Frau Schröders feministische "Männerpolitik"

Eugen, Freitag, 19. Oktober 2012, 14:09 (vor 2013 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,

Ich finde es etwas beschämend,
wenn wir die (Familien-)Ministerin mit Häme überschütten,
obwohl sie unsere Belange ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückt.

Schröder schreibt in ihrem Grußwort zur Tagung des Männerforums:

„Moderne Gleichstellungspolitik ist eine Politik der
fairen Chancen für Frauen und Männer. Aus dieser
Überzeugung heraus setze ich mich für die Entwicklung
einer gleichstellungsorientierten Jungen- und Männerpolitik
ein. Die Einberufung eines Jungenbeirats und das
Bundesprogramm „Mehr Männer in Kitas“ sind Ergebnisse
dieser Politik. Damit wollen wir Jungen und
Männer dabei unterstützen, sich nicht von Rollenbildern
einengen zu lassen, ihre individuellen Lebenspläne
zu entwickeln und diese auch zu verwirklichen."

Es ist daher eine etwas gewagte Deutung, dass Schröder damit unsere(!) Belange ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückt.

Ein Jungenbeirat ist kein "Belang von uns" sondern Blödsinn. Und "Mehr Männer in Kitas" ist von Schröders Begründung her genau solcher Blödsinn: "...Jungen und Männer dabei unterstützen, sich nicht von Rollenbildern einengen zu lassen..." Ich erinnere mich nicht, dass wir je gefordert hätten, die Politik solle sich um unsere Rollenbilder kümmern.

Die Wahrheit ist hier nur dünn bemäntelt: Der Zwangsdienst ist weggefallen. Frauen werden in Vorteilspositionen gefördert. Also müssen irgendwie die Lücken gefüllt werden, die da entstehen. Das(!) und nichts anderes verbirgt sich hinter dem Gesülze von "fairen Chancen" und einer "gleichstellungsorientierten Jungen- und Männerpolitik".

Die Gleichstellungspolitik ist von der Entstehung, von der Durchführung und von den Zielen ein durch und durch feministisches Programm. Folglich ist eine gleichstellungsorientierte Jungen- und Männerpolitik schlicht eine profeministische Männerpolitik, eine Art feministisches Therapieangebot für Männer.

Klar ist es schade, dass wir Männer es nicht von selbst schaffen,
uns für unsere Belange auf breiter Basis einzusetzen.

Wir setzen uns sehr wohl ein, aber wir werden massiv von Feministinnen beiderlei Geschlechts behindert, wie ich aus ganz konreter Erfahrung berichten kann.

Warum steht Fr. Schröder von femininer Seite unter ständigem Beschuss???

Das müssen dann wohl Feministinnen sein, die Frau Schröders Pläne noch nicht durchschauen. Meine obigen Bemerkungen werden sie hoffentlich beruhigen.

Gruß, Eugen

p.s.: Zur Erinnerung: http://manndat.de/geschlechterpolitik/feminismus-war-gestern-heute-basteln-wir-vogelhae...


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