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Natürlichkeit, Normalität

Eugen, Montag, 08. Oktober 2012, 15:43 (vor 2416 Tagen) @ Eric

Mit staunendem und wunderlichem Gruß
Eric.
PS: Man soll ja redlich zitieren. Wörtlich sagte das ARD-Experte:
"Wir kennen 4000 Varianten von geschlechtlicher Differenzierung."

Ja, solche Sätze stehen oft wie in Erz gegossen. Und wer sich heute lautstark für eine Minderheit zu Wort meldet, der, die oder das kann bis zum UN-Berichterstatterin u.a. zum UN-Frauenrechtsabkommen avancieren.

Nimmt man nur 5 Geschlechtsmerkmale ("Wir haben ein äußeres, ein inneres, ein chromosomales, ein hormonelles, ein soziales Geschlecht" sagt Lucie Veith) dann ergeben sich daraus schon 32 Varianten, bei 12 Merkmalen, sofern sie rein binär ausgeprägt sind, schon 4096. Bei Abstufungen je Merkmal haben wir dann also leicht einige Millionen geschlechtliche Differenzierungen, was ersichtlich absurd wird.

Lucie Veith hat etwas nicht verstanden, oder will es wahrscheinlich nicht verstehen:

Veith: "Das liegt vor allem an unserer Tradition. Es gibt eine kulturelle Vorstellung, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Aber das ist eine Fehlinformation. Das Wissen, dass es völlig natürlich ist, verschiedene Geschlechtsmerkmale zu haben, fehlt. Aber es hat schon immer Zwitter und Hermaphroditen gegeben."

Minderheitenschutz ist eine Sache, aber damit hat die Natur nichts am Hut, das ist Menschenwerk. Es ist natürlich "natürlich", dass die Natur auch Abweichungen vom angestrebten Erfolgsmodell produziert. Es kommen ja auch Menschen mit zwei Köpfen, sechs Fingern oder einem Lungenflügel auf die Welt.

Die Minderheitenschützer haben ein Problem mit dem Normalitätsbegriff. Sie tun so, als sei Normalität eine Vorschrift der "Normalen" an die "nichtnormalen". Aber Normalität ist kein Menschenwerk. Das ist ein naturwissenschaftlicher Begriff. Es ist normal für eine Antilope vier Beine zu haben - mit dreien hätte sie wenig Chancen. Das gebietet die funktionelle Normalität. Die überwiegende Mehrheit der Menschen hat einen Kopf. Das ist normal - statistisch!

Es ist gut, dass Lucie Veith sich für Menschen in Problemsituationen einsetzt. Aber von Natürlichkeit oder Normalität sollte sie besser nichts sagen. Es braucht doch für ein caritatives Engagement keine pseudowissenschtliche Begründung.

Gruß, Eugen


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