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Ethikrat äußert Bedenken zur Beschneidung

Eugen, Sonntag, 26. August 2012, 11:09 (vor 2518 Tagen) @ Hans3
bearbeitet von Eugen, Sonntag, 26. August 2012, 11:54

...ja, aber vorsorglich (fast?) zu spät, denn leider, oder wie zu erwarten, hat der Ethikrat auch noch einstimmig beschlossen, diese unsägliche Körperverletzung zu befürworten.

Hallo Hans,

das sollten wir keinesfalls so übernehmen. Der Ethikrat war durchaus nicht einstimmig mit seiner Empfehlung aber es wird von interessierten "Meinungsmachern" dreist so hingestellt. Den Vogel abgeschossen hat ein gewisser "Obermeiner" namens Malte Lehming vom Tagesspiegel (Hervorhebungen von mir):

"Ethikrat : Einstimmig für die Beschneidung
Der Deutsche Ethikrat hat ein klares Urteil zu religiösen Beschneidungen gefällt, meint Malte Lehming. Nun muss rasch ein entsprechendes Gesetz verabschiedet werden.
Es ist das höchste deutsche Gremium in Fragen der Moral. Sein Votum hat Gewicht, weil es Aufschluss gibt über die Fundamente unserer Gesellschaft. Die Kompetenz der 26 Sachverständigen ist unbestritten. In ihrem Urteil berücksichtigen sie voll umfassend die medizinischen, rechtlichen, religiösen und ethischen Aspekte eines Problems. Und deshalb hat der folgende Satz eine besondere Wucht: Einstimmig – ja, genau: einstimmig! – hat sich der Deutsche Ethikrat für die gesetzliche Zulassung der Beschneidung ausgesprochen. Das ist ein Signal, wie es kräftiger kaum geht."

http://www.tagesspiegel.de/meinung/ethikrat-einstimmig-fuer-die-beschneidung/7052256.html

Da ist so ziemlich alles an übler journalistischer Manipulation drin was nur geht. Der Ethikrat wird hochgejubelt, und dann wird ihm etwas unterstellt, was man ihm zu hören erwartet, und zu schlechter Letzt wird das als ein klares Urteil bezeichnet, als ob der Ethikrat ein Urteil zu fällen hätte.

Das liest sich z.B. bei Reinhard Merkel, Mitglied des Ethikrates ganz anders:

"Deutliche Bedenken äußerte der Hamburger Strafrechtler Reinhard Merkel. "Der Gesetzgeber ist in einer Art rechtspolitischem Notstand", sagte er. Merkel warnte vor einem "jüdisch-muslimischen Sonderrecht" und einem "Sündenfall des Rechtsstaats". Der Jurist hob das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Priorität des Kindeswohls hervor. Nur eine Art "Sonderrecht" könne die Beschneidung gegen alle strafrechtlichen Einwände für rechtmäßig erklären."
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/beschneidung-deutscher-ethikrat-spricht-sich-...


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