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Experten: "Männer wählen oft härtere Methoden" Falsche Darstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse

Sandal Tolk, Donnerstag, 23. August 2012, 01:49 (vor 2580 Tagen)

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Isabella Heuser,

Sie werden - z. B. in /1/ - mit den Worten zitiert: "Nach Angaben von Heuser töten Frauen und Männer unterschiedlich. Frauen töten seltener ihre Kinder und wenn, dann am häufigsten ihr Neugeborenes ..."

Nun zeigt eine kleine Internet-Recherche, dass Ihre Angaben so NICHT stimmen können: Bei Wikipedia erfahren wir, dass die Frauen ihre Kinder häufiger töten als die Männer /2/. Darin wird Frau von der Leyen /3/ mit einer Pressekonferenz vom 27.11.2008 und der Kriminologe Egg mit einem Interview vom Mai 2007 zitiert. Beide haben übereinstimmend eine erdrückende Überzahl mütterlicher Gewalt gegen ihre Kinder festgestellt. Auch die Studie aus den 80er Jahren, auf die sich Herr Egg beruft, liegt uns vor.

Selbst die jüngsten Vorfälle geben keinen Anlass zu der Annahme, dass mehr Männer als Frauen töten /4/: 2 Frauen haben 5 Kinder und 2 Männer 4 Kinder getötet. 2 Männer und eine Frau scheinen verzweifelt gewesen zu sein. Eine Frau hat die Kinder ihres Lebenspartners getötet, war also garantiert nicht verzweifelt. Irgendwelche Schlüsse daraus zu ziehen, dass Frauen anders töten als Männer wäre anmaßend. Der einzige Schluss, den mann ziehen kann ist, dass es vermutlich keine Stelle gegeben hat, die den Betroffenen im Vorfeld wirklich geholfen hat.

Daher stellt sich die Frage: Was hat sich seit 2008 - also dem Interview der Frau von der Leyen /3/ - so gravierend geändert, das Sie zu dieser Aussage veranlasst hat? Auf welche neuere Studien berufen Sie Sich? Könnten Sie diese bitte benennnen?

Wir müssen leider feststellen, dass bei der Darstellung geschlechtsspezifischer Daten sehr einseitig berichtet wird. Gemäß /5/ gehört es zur Praxis nicht weniger Forscher, die Daten zur weiblichen Gewalt zu unterschlagen: Siehe Methode 1, "Beweise unterschlagen", Seite 2, /5/.

Die Praxis der "wissenschaftlichen Verbiegung" von Tatsachen ist nicht im Einklang mit den "Vorschlägen zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis", der Kommission "Selbstkontrolle in der Wissenschaft" /6/.

Das Gebot der Fairneß, zu der sich auch die Charite Berlin verpflichtet fühlt /7/, verlangt, dass Sie die - wissentlich oder unwissentlich - getätigte Aussage richtig stellen: Männer töten Kinder viel seltener als Frauen! Trotz der medial ausgeschlachteten Berichte: Väter töten ihre Kinder noch seltener!

Diese einseitige Darstellung der Gewalt, als allein dem männlichen Habitus zuzuordnen, betrachten wir als Teil der strukturellen Gewalt gegen Männer.

Sollten Ihnen Daten aus solche Studien vorliegen, die einseitig nur die Gewalt der Männer darstellen und die Gewalt der Frauen offensichtlich unterschlagen, könnten Sie uns bitte diese nennen?

Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns auch die Bezugsquellen der Forschungsdaten nennen könnten, um die wissenschaftliche Aussage solcher wissenschaftlichen Studien überprüfen zu können.

Es kann sicherlich sein, dass Sie falsch zitiert wurden. Dann würden wir uns freuen, wenn Sie uns den Namen der Verantwortlichen nennen würden.

Vielen Dank im Voraus.

Die Bitte um Korrektur und Richtigstellung richtet sich ebenfalls auch an die Redaktion des "Stern"'s. Nur damit Sie nicht die Erfahrung mit Hitlers Tagebücher wiederholen.

Mit freundlichen Grüßen

/1/ http://www.stern.de/politik/maenner-waehlen-oft-haertere-methoden-1882723.html
/2/ http://de.wikipedia.org/wiki/Kindstötung
/3/ http://www.youtube.com/watch?v=6PBW8IX9m6I#t=0m50s
/4/ http://www.stern.de/panorama/erneutes-familiendrama-berliner-familienvater-toetet-frau-...
/5/ http://pubpages.unh.edu/~mas2/V74-gender-symmetry-with-gramham-Kevan-Method%208-.pdf
/6/ http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_w...
/7/ http://www.charite.de/forschung/gute_wiss_praxis/

--
".. why was it so rare for a hundred women to get together and build a ship ..., whereas men have fairly regularly done such things?" Roy Baumeister. Männer haben aber kaum für ihre Rechte als Väter gekämpft. Es ist Zeit, das zu ändern!


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