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mal "outen"

Eugen, Dienstag, 24. Juli 2012, 11:55 (vor 2463 Tagen) @ Hans3

Hallo Hans,

danke für deinen aufschlussreichen Bericht. Ich habe zwar schon einige solcher Berichte von anderen Männern gelesen oder gehört, aber du hast schon recht: Welcher Mann geht üblicherweise mit sowas hausieren? Ich setze ja auch nicht meine Prostata oder meine Hämorrhoiden in die Zeitung ;-)

Merkwürdig finde ich die religiöse Begründung der Verhautentfernung.

Da stecken sicher auch ganz "irdische" Interessen drin. Ich erinnere mich an eine Geschichte aus der Bibel. Da erschlug wohl Einer (Samson?) soundsoviele Feinde (Philister?) und nahm ihnen die Vorhaut. Auch von den Ureinwohnern Amerikas (vulgo: Indianer) wird berichtet, dass sie ihren Feinden den Skalp nahmen. Die Beschneidung männlicher Säuglinge hat noch so etwas an sich von der gewaltsamen Unterwerfung anderer unter die eigene Doktrin, so wie die Stigmatisierung, ursprünglich die Brandmarkung strafälliger Sklaven.

Warum es kaum Männer gibt, die sich als Opfer fühlen wollen und deshalb behaupten, die fehlende Vorhaut ist ok, darüber möcht ich jetzt nicht spekulieren.

Das kann eine Selbstrechtfertigung sein oder einfach dem Umstand geschuldet, dass derjenige tatsächlich keine Probleme hat, was natürlich nichts zu sagen hat. Milliarden fahren Auto ohne Probleme, aber jedes Jahr bleiben Millionen auf der Strecke.

Ich habe allerdings den Eindruck gewonnen, dass den Beschneidungsbefürwortern, insbesondere den jüdischen in Deutschland, der liebe Gotte herzlich egal ist. Im harmlosesten Fall geht es ihnen wohl um so etwas wie ein Stammesabzeichen, das sie ihren Kleinchen einprägen wollen. Sie nennen das ein Zeichen "jüdischer Identität". Im unappetitlichsten - und leider aktuell häufigsten - Fall ist es üble Rechthaberei, Rückständigkeit, der Versuch Definitionsmacht zu behalten usw. Unsere Argumente (z.B. Kinderrechte) interessieren sie nicht die Bohne. Deswegen meine ich, dass man sich Argumente auch gleich sparen kann und auf Mehrheitsbildung setzen sollte.

Wer glaubt, in Deutschland nicht glücklich sein zu können, ohne anderen ein Stück vom Penis abzuschneiden, der hat offensichtlich ein echtes Problem.

Gruß, Eugen


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