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Ich bin nicht entsetzt

Radfahrer @, Montag, 23. Juli 2012, 15:08 (vor 2614 Tagen) @ Martin

darüber, wie persönliche Interessen den Geist vernebeln können. Gerade wieder in meinem privaten Umfeld bestätig bekommen.

Hallo Martin, ich auch. Ich bin noch völlig geladen (und womöglich meinerseits im Geist benebelt).

Jetzt habe ich reisebedingt eine lebhafte Phase unseres schönen Forums verpasst, schade.

Einige von Michael Kleins Argumenten sind ja nicht falsch. Ich habe noch keinen aus religiösem Grund beschnittenen Mann kennengelernt, der sich darüber beschwert hätte. Im Gegenteil, gerade diese befürworten sie, wenn auch aus Gründen, die ich nicht verstehe. Ich bin mir nicht klar darüber, wessen Interessen wir als Männerrechtler in der Beschneidungsdebatte überhaupt vertreten wollen, solange sich niemand(*) als Opfer erklärt.

(*) falls dies so ist, was in meinem Umfeld der Fall ist, aber nicht allgemein stimmen muss.

Außer, dass wir auf die Doppelmoral hinweisen, dass die körperliche Unversehrtheit von Mädchen selbstverständlich über die Religionsfreiheit gestellt wird, wo dies bei Jungen gerade so sehr in Frage gestellt wird. Da stimme ich Bruno völlig zu.

Die Schwachpunkte in Michael Kleins Argumentation sind m.E.:
1. die Unterstellung, Beschneidungsgegner würden die Beschneidungsbefürworter für gewaltbereite Spinner halten. Dies ist so einfach widerlegbar, dass es mich wundert, dass Michael diesen Punkt überhaupt zur Debatte stellt.
2. die für ein Wissenschaftsblog viel zu dürftige Auseinandersetzung mit den medizinischen Aspekten
3. die für ein Wissenschaftsblog viel zu dürftige Auseinandersetzung mit der banalen Tatsache, dass bei jedem medizinischen Eingriff von der Spritze bis zur Herztransplantation eine Abwägung von Nutzen und Risiko stattfinden muss und in der seriösen Medizin auch statt findet. Auch ohne religiöse Indikation kommt es zu unterschiedlichen Auffassungen, etwa bei Impfungen. Dass von seinem Standpunkt abweichende Meinungen ausgerechnet bei der religiös indizierten (also ohne das Ziel, einen medizinischen Nutzen zu generieren) Beschneidung so hart angegangen werden, ist für mich (unabhängig davon, wie ich selbst dazu stehe), mehr als befremdlich.

Gut, hat er halt mal einen schlechten Artikel geschrieben. Deswegen finde ich ihn nicht gleich blöd.

Grüßle, Radfahrer.


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