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Sandal Tolk, Mittwoch, 18. Juli 2012, 08:36 (vor 2556 Tagen) @ Michael Klein

Der von dir verlinkte Cartoon "A Brief History of Religion" bringt es auf den Punkt: Wenn jemand eine religiöse Überzeugung in Frage stellt, dann kann es ihm an den Kragen gehen.

Deine Antwort auf die Frage von Mannzipation hat es wirklich in sich:

Vielleicht wollen 8jährige oder 8 Tage alte Kinder ja beschnitten werden. Absurd? Wenn das absurd ist, dann haben Kinder keine Selbstbestimmung im Hinblick auf ihre Rechte, denn RECHTE sind AKTIV, sie müssen wahrgenommen werden, wer das nicht selbst kann, braucht jemanden, der die Rechte für ihn wahrnimmt und ich finde Eltern hier um Längen besser geeignet als den Staat oder die “Männer”bewegung, also Dritte, die aus der Ferne ihren salbungsvollen Daumen nach unten oder oben richten.

Mannzipation hat dir darauf gebührend geantwortet.

Dazu noch ein Gedanke: Ich glaube wir sind uns einig, dass es hier nicht um die Durchtrennung der Nabelschnur geht, sondern um einen Eingriff an den Körper eines Babys. Wenn eine Religion verlangen würde, den Hymen 8 Tage nach der Geburt zu entfernen, wären das auch "besser geeignete Eltern", die das zuliessen?

Es gab eine Religion vor über 6000 Jahren, die besagte, dass der liebe Herrgott Gesetze erlassen hat und uns Menschen die Aufgabe gegeben hat, diese Gesetze zu finden/erkennen.

Ich glaube du kannst darin den Kern einer liberalen Religion erkennen. Darf ich aus dem "Selbstverständnis" deines Blogs zitieren?

“Wissenschaft zielt daher auf das ständige Hinterfragen und Kritisieren angeblich feststehenden Wissens und kann somit nur aus einer liberalen Einstellung heraus betrieben werden.”

Eine liberale Religion oder Wissenschaft oder Gesellschaft hinterfragt ständig das feststehende Wissen, das oft in Form religiöser Überzeugungen daherkommt.

Ein freier Geist hinterfragt, stellt Fragen, Gegenfragen, argumentiert. Die Kommunikation, die er pflegt führt zur Weiterentwicklung der Sprache als Instrument der Kommunikation, denn er versucht das zu mitteilen, was er denkt.

Ein gefangener Geist erhebt seine Überzeugungen auf einen Sockel und betet sie jeden Tag an. Er greift jeden an, der es wagt eben diese Überzeugungen in Frage zu stellen ("A Brief History of Religion"). Ein solcher Geist beschädigt die Sprache als Instrument der Verständigung, er läßt die soziale Kommunikation mißlingen: Die geistigen Verrenkungen, die er vollziehen muss, um sein sakrosanktes Glauben als die ewige Wahrheit zu verkaufen, lässt ihn logische und sprachliche "salto mortale" vollführen, die jeder frei denkende Mensch erkennt. Ich empfehle das Lesen von "Recht und Lüge", Otto Depenheuer (Hrsg.).

Du willst wenig Staat und mehr Eltern? In Somalia haben sie wenig Staat. Ich glaube nicht, dass dies in Deinem liberalen Sinn wäre.

Wer von aktive Rechte der Kinder spricht, Rosenbrock zu Hilfe ruft, um die "moralische Integrität" der Beschneidung zu schützen und dann auch noch den Führer mit ins Boot nimmt, ....; für mich ist das ein Gefangener seiner eigenen Gedanken! Ein Getriebener, der nicht mehr selbst über seine Gedanken entscheiden kann!

Solchen Unfreien fällt gar nicht auf, dass Rituale dazu da sind, Menschen an einer Gruppe zu binden, oft auch an einen Führer.

Da lobe ich mir meine Eltern, die mich zu keiner Religion gezwungen hatten, nachdem sie die Opportunität und den Machthunger der Kirchen erkannt hatten. Damit habe ich wesentlich höhere Chancen ein Freigeist zu sein und zu bleiben.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich diese uralte Religion wiedereinführen, von der ich vorhin sprach. Wobei, als Physiker, bin ich ja schon beruflich gezwungen, daran zu glauben ;-).

Auf jeden Fall, würde ich mir wünschen, dass ein jeder Mensch sich an Grund- und Menschenrechte hält. Die bisherigen Ausführungen deinerseits, selbst in der "abschliessenden Stellungnahme" lassen nicht erkennen, wie die Grund- und Menschenrechte der Jungen bei einem religiös begründeten Eingriff bewahrt bleiben?
- Wo ist ihre körperliche Unversehrtheit bewahrt?
- Wo ist ihre Selbstbestimmung?
- Wo ist die Gleichbehandlung geblieben?

Abschließender Gruß
Michael

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".. why was it so rare for a hundred women to get together and build a ship ..., whereas men have fairly regularly done such things?" Roy Baumeister. Männer haben aber kaum für ihre Rechte als Väter gekämpft. Es ist Zeit, das zu ändern!


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