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Herr Maus und Herr Hoffmann, nicht undercover - erster Teil

Eugen, Samstag, 27. November 2010, 15:57 (vor 2818 Tagen) @ Roslin

Gestern war ich in Mainz bei Isolde Aigners Vortrag "Männerrechtler_Innen", durchgeführt vom "AlleFrauenReferat" des Asta der Uni Mainz, mit Unterstützung des "Frauenbüros der Stadt Mainz“. Nach Umfrage, wer noch mitkommen wolle, wurde ich zu meiner Überraschung endlich bei Arne Hoffmann fündig (wähnte ich ihn doch bis über die Ohren in neuen Buchprojekten), der ebenfalls die Absicht hatte, die Veranstaltung zu besuchen, und wir verabredeten uns. Seinen ausführlichen Bericht will ich nur ein wenig aus meiner Sicht ergänzen.

Vorab: Weder Arne noch ich hatten die Absicht, dort "undercover" resp. inkognito zu erscheinen, denn wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass eine Expertin für „Männerrechtler_Innen“, ein "AlleFrauenReferat" oder wenigstens eine Vertreterin des Frauenbüros der Stadt Mainz uns kennen müssten, halten wir uns doch zugute, einigermaßen bedeutsame Protagonisten der Männerbewegung zu sein, deren Konterfei mühelos im Internet oder auf einschlägigen Publikationen zu finden ist. Es erschien mir allerdings unpassend, mich während der Veranstaltung vorzustellen. Das war offenbar nicht üblich, und außerdem hätte das vielleicht einen anderen "focus of interest" geschaffen, der weder in meinem, noch im Interesse der Veranstalterinnen gewesen wäre. Auch nach der Veranstaltung erschien mir ein "outing" unpassend, denn aus meiner Theaterzeit weiß ich sehr wohl, wer am Premierenabend König resp. Königin ist, und dass Kritik tunlichst erst am nächsten Tage, nach durchschlafener Nacht geübt wird.

Die Ankündigung war viel versprechend: "Männerrechtler_Innen" ... ihre Positionen ... ihre Strategien. Da kömmt Neugierde auf! Wir (MANNDat) machen Öffentlichkeitsarbeit zu unserem politischen Engagement. Da interessiert es uns selbstverständlich, wie das aufgenommen und interpretiert wird. Und schließlich war das eine öffentliche Veranstaltung, die mit öffentlichen Mitteln und Ressourcen durchgeführt wurde. Also kein Grund zur Abstinenz.

Eine Fehleinschätzung muss ich bekennen. Ich hatte erwartet, dort vielleicht ein Dutzend eher ältere und vielleicht auch aggressivere Teilnehmerinnen zu treffen. Das war aber ein überwiegend junges Publikum von ca. 20 Frauen und einem Dutzend Männern, ein recht malerisches und durchaus sympathisches Völkchen. Von Aggressivität keine Spur, auch nicht bei der Referentin Isolde Aigner, einer zweifellos ernsthaften und sehr attraktiven jungen Frau. Aber - und damit genug der Artigkeiten - wenn dort nachher jemand den Saal schlauer verlassen hat, als er oder sie ihn betreten hat, dann würde mich das außerordentlich verwundern!

Ich kann es ja verstehen, wenn Frau Aigner und ihr Publikum etwas fassungslos vor einem Mischmasch von Maskulisten, Maskulinisten, Männerbewegten, Männerrechtlern, Initiativen, Vereinen, blogs, Homepages stehen, inkl. den Ergüssen in diversen Foren usw. Das geht mir oft keinen Deut besser. Aber für eine Wissenschaftlerin dürfte sie bei der Empirie noch ein bisschen zulegen. Arne hat eigentlich schon alles dazu geschrieben, und ich kann ihm inhaltlich nur weitestgehend zustimmen.

Seien wir höflich: Dort wurde bestenfalls laut gedacht oder Propaganda verbreitet. Die altmodische Vorstellung, wonach die Wissenschaft die Welt erklärt, während die Politik sie verändert - dort erhielt sie mal wieder einen Grabgesang. Feministische Wissenschaft schafft eben nur feministisches Wissen.

Fortsetzung im zweiten Teil ...


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