Das Forum wird vom MANNdat e.V. (Impressum) für Diskussion und Informationsaustausch zur Verfügung gestellt. Es steht allen Interessierten zur Verfügung. Die Beiträge geben ausschließlich die Meinung der jeweiligen Verfasser wieder und sind keine Verlautbarungen von MANNdat. Eine Schreibberechtigung im Forum begründet weder eine Mitgliedschaft bei MANNdat, noch setzt sie sie voraus. Um einen Schreibzugang zu bekommen, bitte hier klicken. Bitte keine Beiträge oder Bilder aus fremden Quellen ohne ausdrückliche Genehmigung der Rechteinhaber hier einstellen. Statt dessen: Kommentierte Zitate mit Quellenangabe und Link. Kontakt: forumsverwaltung@forum-maennerrechte.de
Die Kommentarfunktion auf unserer Website erlaubt, einzelne Artikel auch unmittelbar dort zu kommentieren. Wir danken allen Teilnehmern an dem regen Gedankenaustausch recht herzlich und freuen uns auch in Zukunft über einen regen Gedankenaustausch.

Problem Autoraser: Wo haben Staat und Gesellschaft versagt?

Viktor @, Mittwoch, 01. März 2017, 15:44 (vor 261 Tagen)

Hunderte junge Männer als Besitzer von PS-starken Wägen, die sich spontan zu Wettrennen in Berlin oder Köln verabreden und sich, wenn sie sich den "Kick" geben, häufig auch durch rote Ampeln nicht stoppen lassen, sind seit Jahren ein Problem. Bisher erhielten sie, wenn überhaupt selbst wenn schon vorbestraft, nur relativ milde Strafen (etwa ein Monat Führerscheinentzug). Ein Berliner Gericht hat nun aber zwei Raser (160 km/h am Kurfürstendamm mit tödlichem Unfall) wegen Mordes verurteilt, nicht rechtskräftig zu lebenslangem Gefängnis. Überwiegend Beifall aus der Politik, aber kaum jemand stellt die Frage, was Staat und Gesellschaft durch Versäumnisse und Fehler beigetragen haben.

Es handelt sich um eher orientierungslose Männer bis ca. 25 Jahre, die glauben, sich beweisen zu müssen und dabei offenbar nachholen, was in der feminisierten Schule verpönt war: Miteinander Kräfte messen, den Drang nach Bewegung ausagieren. Sie wollen Frauen imponieren und tatsächlich kommt ein schneidiger Sportwagenbesitzer besser an als beispielsweise ein Fahrplantüftler, der ohne eigenes Auto sein Auslangen findet. Zumal in den Schulen sowas niemals gelehrt wird. Mangels Aufklärung verfallen die Heranwachsenden der PKW-Werbung und identifizieren sich dann mit der Motorleistung und Geschwindigkeit ihrer Autos. Imponiersucht und Selbstsucht lassen sich so von der PKW-Industrie gerade bei den noch selbstunsicheren Jüngeren gewinnbringend ausbeuten.

Männer wurden und werden mit ihren Problemen und Kränkungen von Staat und Gesellschaft weitgehend alleingelassen, im Gegensatz zu Frauen, die angeblich die Opfer der Gesellschaft sind und daher jede Form der Unterstützung beanspruchen können. Die Rechnung für diese Einseitigkeit kann natürlich nicht ausbleiben.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum