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Schamvolles Zugeständnis

James T. Kirk ⌂, Samstag, 10. Dezember 2016, 15:28 (vor 348 Tagen) @ Hans3

Diese Anwandlungen sind mir auch schon aufgefallen. Man windet und dreht sich etwas. Die Grundausrichtung bleibt aber, und man ist weit davon entfernt, die eigene Psychopathologie kritisch zu reflektieren - also die unbewußte Eingebettetheit in die herrschende Ideologie.

Aus meiner Sicht ist das alles recht unglaubwürdig und weit entfernt von einer kritischen Krankheitseinsicht.

Analogie: Die Deutschen haben auch sehr lange gebraucht, um die Nazi-Zeit richtig einzuschätzen und sich von ihr zu distanzieren. Letztlich so um die 40 Jahre.

Ich finde es schon schockierend, das Selbstbild von Redaktionen wie dem "Spiegel" zu sehen und diese mit der Realität abzugleichen. Diese Leute behaupten, sie hätten "keine Angst vor der Wahrheit", verstehen sich als "Sturmgeschütz der Demokratie", als investigativ, kritisch etc.

Und dann trauen sie sich jetzt, praktisch 20 bis 30 Jahre zu spät wie ängstliche Hasen langsam, die Themen zu bearbeiten, die für Linke nicht so schmeichelhaft sind, weil sie deren Lebenslügen betreffen.

Absurd ist, daß wir das alles schon einmal hatten bzgl. der Lebenslügen von Rechten, wo in den 60ern und 70ern Leute auf die Straßen gingen und eine Anpassung an die Realität forderten.

Wie autoritär sind doch heutige Linke, wenn man ihren Umgang mit den heutigen Systemkritikern studiert. Das ist wirklich oberpeinlich. Überall schwingt die Nazi-Keule etc. Als Linker finde ich es wirklich grauenvoll, diese Tumbheit der Linken zu studieren, die sich in ihrer eigenen Übermoral suhlen.

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