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"Das Gesetz beschneidet die Rechte der Scheinväter"

Hans3, Donnerstag, 01. September 2016, 11:18 (vor 356 Tagen) @ Scharlih

Nach dem ersten "Schock" ist ja nun klar geworden, dass der Herr Maas nicht plötzlich zum Männerrechtler mutiert ist - er setzt hier lediglich um, was er lt. Bundesverfassungsgericht muss. Zuerst dachte ich, er tut dies nur halbherzig, tatsächlich aber ist es sogar ein Rückschritt, so dass sich sogar SPON(!) zu einem kritischem Interview unter o.g. Überschrift veranlasst sieht.
Hier in Kürze einige Kritikpunkte aus dem Interview:

"Wenn ein Mann Zweifel bekommt, hat er nur zwei Jahre Zeit, die Vaterschaft anzufechten. Im internationalen Vergleich ist das nicht gerechtfertigt."
"Wenn die Frau sich weigert, dann wird sie aber nicht dafür im Gefängnis verrotten. Dass es diesen Anspruch jetzt im Gesetz gibt, ist zwar schön und gut, er ist aber faktisch sehr schwierig umzusetzen."
"[es stört an diesem Gesetz]Dass der Scheinvater nur noch rückwirkend für zwei Jahre von ihm geleisteten Unterhalt zurückverlangen kann."
"SPIEGEL ONLINE: Sind die Scheinväter die großen Verlierer des Gesetzes?
Kerstin Aust: Tatsächlich ja."

und weiter:
"Gäbe es eine Gesetzeslage, die beide Väter gleichstellen würde, wäre das vielleicht auch ein Gewinn für diese Kinder."

Übrigens noch eine Anmerkung zu den Zahlen:
Selbst, wenn wir nur die besagten 0,8% berechnen, dann sind das bei 738000 Kindern 5904 Kinder - pro Jahr! Eigentlich besteht dieser Betrug ein Leben lang, sofern er nicht aufgedeckt wird. Rechnen wir mal nur 10 Jahre, dann sind das ca. 59000 Kinder + eben so viele Scheinväter + leibliche Väter, die das betrifft. Bei 3% betrifft das schon 664200 Menschen, die in 10 Jahren betrogen wurden. Wenn man zum Vergleich den Bohei sieht, den einige Parteien z.B. um Intersexuelle machen, obwohl es sich um eine deutlich kleinere Gruppe handelt, dann bekommt man wirklich das Gruseln.

Gruß
Hans3


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