Das Forum wird vom MANNdat e.V. (Impressum) für Diskussion und Informationsaustausch zur Verfügung gestellt. Es steht allen Interessierten zur Verfügung. Die Beiträge geben ausschließlich die Meinung der jeweiligen Verfasser wieder und sind keine Verlautbarungen von MANNdat. Eine Schreibberechtigung im Forum begründet weder eine Mitgliedschaft bei MANNdat, noch setzt sie sie voraus. Um einen Schreibzugang zu bekommen, bitte hier klicken. Bitte keine Beiträge oder Bilder aus fremden Quellen ohne ausdrückliche Genehmigung der Rechteinhaber hier einstellen. Statt dessen: Kommentierte Zitate mit Quellenangabe und Link. Kontakt: forumsverwaltung@forum-maennerrechte.de
Die Kommentarfunktion auf unserer Website erlaubt, einzelne Artikel auch unmittelbar dort zu kommentieren. Wir danken allen Teilnehmern an dem regen Gedankenaustausch recht herzlich und freuen uns auch in Zukunft über einen regen Gedankenaustausch.

Einigung zum Thema Reform des Sexualstrafrechts

Hans3, Montag, 27. Juni 2016, 09:25 (vor 939 Tagen) @ mecki76


Politikerinnen der SPD- und der CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben sich am Freitag gemeinsam mit der Frauen Union der CDU und der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) auf einen Änderungsantrag zur Reform des Sexualstrafrechts geeinigt.

Bemerkenswert, dass nur Frauen darüber bestimmen, wie das Sexualstrafrecht auszusehen hat; andererseits, wenn Hr. Maas das bestimmt, wird es wahrscheinlich eher schlimmer für uns

Damit wird das Selbstbestimmungsrecht von Frauen gestärkt. Mit der Einführung des Tatbestandes nach dem Grundsatz ‚Nein heißt Nein‘ muss der Täter den Willen des Opfers zukünftig nicht mehr zwingend überwinden, sondern es reicht, wenn er sich über den erkennbaren Willen des Opfers hinwegsetzt. Eine Gewaltanwendung des Täters muss somit nicht mehr hinzutreten, wie der noch geltende Vergewaltigungsparagraf unter anderem voraussetzt. Die Frage darf nun nicht mehr sein, ob das Opfer sich gewehrt hat, sondern ob der Täter seine Tat gegen den erklärten Willen des Opfers durchgeführt hat!

Abgesehen davon, dass nur das Selbstbestimmungsrecht von Frauen gestärkt werden soll und offensichtlich nur Männer Täter und nur Frauen Opfer sein können kann ich mit der Formulierung leben - es kommt nur darauf an, wie erkennbarer und erklärter Wille des Opfers im Gesetzt definiert ist und wie es von den Gerichten angewendet wird (und bis wann das "Opfer" seinen Willen deutlich machen muss). Wir sehen ja z.B. im Fall Lohfink, wie kompliziert das scheinbar einfache in der Praxis ist.


Gruß,
Hans3


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum