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Kapieren, wie Macht funktioniert

adler @, Kurpfalz, Montag, 30. Mai 2016, 21:05 (vor 1112 Tagen)
bearbeitet von adler, Montag, 30. Mai 2016, 21:29

Wie Berliner Professorinnen ihre Wissenschaft verteidigen. Anja Kühne/Anna-Lena Scholz
Professorinnen im Parlament. An sechs Thementischen wurde im Berliner Abgeordnetenhaus über Genderforschung diskutiert.

Die Genderforschung an den Hochschulen fühlt sich von den nicht enden wollenden Kampagnen inzwischen dermaßen unter Druck gesetzt, dass sich ihre Berliner Vertreterinnen, Professorinnen aus verschiedenen Disziplinen, nun zu einer unkonventionellen Maßnahme entschlossen. Um ihre Forschung zu verteidigen, trafen sie sich in der vergangenen Woche mit der Politik und der interessierten Öffentlichkeit zu einem Austausch im Berliner Abgeordnetenhaus. „Dialog statt Hass“, lautete die Devise.

.. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg). Die Seite der Politik wurde von der Überparteilichen Fraueninitiative e.V. (üpfi) repräsentiert, die ... der Genderforschung sehr freundlich gesonnen ist.

Ein schöner Austausch ist das. Genderforschung an den Hochschulen trifft eine Überparteilichen Fraueninitiative, die der Genderforschung sehr freundlich gesonnen ist, im Parlament.


„Durch die Genderforschung habe ich erst richtig kapiert, wie Macht funktioniert“, sagte die üpfi-Sprecherin und FDP-Politikerin Carola von Braun gleich zum Auftakt.

zur üpfi-Sprecherin Carola von Braun hat Günter Buchholz etwas ausgegraben. Die wusste schon vor mehr als 20 Jahren sich zu bedienen:

16.02.94 - Figaro-Affäre auf dem Höhepunkt: Carola von Braun warf das Handtuch
.. Es begann Anfang Januar mit Friseurrechnungen, Taxiquittungen und Reisekosten der Fraktionsvorsitzenden über rund tausend Mark, die aus Steuergeldern bezahlt worden waren.

Sabine Hark, Soziologin an der TU Berlin, in ihrem Einführungsvortrag:
.. Von bundesweit hauptamtlich besetzten 35.000 Professuren sind nur 0,4 Prozent der Genderforschung gewidmet

Eine Versuch der Verniedlichung wird entlarfend, wenn man mal nachrechnet. 0,4 Prozent von 35.000 macht immerhin 140 volle Professuren, an denen nichts anderes produziert wird, als heiße Luft. Sehr viel Geld für Nichts, wie ich meine.

.. wird das Thema Hark zufolge durch die falsche Behauptung, die Gender Studies seien Teil der staatlichen Gleichstellungspolitik („Gendermainstreaming“) Deutschlands und der EU.

Eine falsche Behauptung wird nicht alleine dadurch zu einer richtigen, dass behauptet wird, die Behauptung der Kritiker sei falsch. Beim Kaffeekränzchen und in der Filter Bubble mag das genügend. Die Forschung aber braucht Fakten. Hier werden aber nur hohle Phrasen repetiert.

.. Detlef Mücke von der AG Homosexuelle Lehrer in der GEW empfahl den Forscherinnen seine Gewerkschaft und den DGB als Bündnispartner gegen scharf angreifende Eltern.

Klar, Frauen und Randgruppen der Gesellschaft, die jeweils unter ein Prozent ausmachen, sind ja inzwischen das Kerngeschäft der Gewerkschaften geworden. Und die Malocher, für deren Anliegen sie mal gegründet wurden, gehen derweil vor die Hunde.

.. „Wenn Biologen zwei Geschlechter finden wollen, finden sie auch zwei“, war am Biologie-Tisch zu erfahren.
.. Zweigeschlechtlichkeit biologisch nur noch schwer zu beweisen sei.

In der Wissenschftstheorie wird hingegen empfohlen, erstmal das einfachste Erklärungsmodell heranzuziehen. Erst wenn es durch Widersprüche nicht mehr ausreicht, kann man weitere Arbeitshypothesen aufstellen, die die Widersprüche aufheben können.

Die Zweigeschlechtlichkeit ist für die Biologie aber so evident und so widerspruchsfrei, dass überhaupt gar kein Anlass besteht, sie in Zweifel zu ziehen. Die Gender"wissenschaft beweist" nun ihre Axiome, die sie aufstellt, indem sie erstmal gar keine Arbeitshypothesen hat und ihre unbewiesenen Behauptungen unter Umgehung einer abgesicherten Hypothese nicht nur zu einer Theorie erklärt, sondern lieber gleich zur Wahrheit.

Allerdings leide das Fach Biologie an einem Mangel an Genderreflexion.

Soso, Genderreflexion also. Ich hingegen empfehle Genderistinnen, es erstmal mit simpler Selbstreflexion zu versuchen.


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