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GEW fantasiert und bestellt dazu Gutachten

adler @, Kurpfalz, Dienstag, 10. Mai 2016, 02:54 (vor 1051 Tagen)

Schon seit Jahren behaupten die Frauen der GEW, dass Gehälter von Grundschullehrern deshalb, geringer sind als die von Gymnasiallehrern, weil an Grundschulen überwiegend Frauen lehren. Seit mindestens einem halben Jahrzehnt fasse ich mir immer wieder an den Kopf, wenn ich so etwas höre oder lese.

Nach meinem 68er-Abi war es so, dass jede/r der nach einer lockeren Ausbildung schnell Geld verdienen wollte, sich drei Jahre an einer PH einschrieb um ohne großes Risiko danach auf die lieben Kleinen losgelassen zu werden. Die PH, das war nicht wirklich was akademisches, sondern hatte eher das Niveau einer Fachschule.

Wer Gymnasiallehrer werden wollte, musste sich hingegen an einer Universität mit zwei Hauptfächern! oder einem Haupt- und zwei Nebenfächern herumquälen. Das schaffte kaum einer unter 5 bis 6 Jahren! Und an den Universitäten wurde damals noch richtige Wissenschaft betrieben, was man von den heutigen Unidäten, Instituten und selbsternannten Kompetenzzentren nicht mehr unbedingt behaupten kann.

Ich nehme mal an, dass dies ein Grund für die unterschiedliche Bezahlung ist. Ein zweiter ist natürlich, dass für einen Akademiker in der freien Wirtschaft weit mehr Geld zu verdienen ist, als an staatlichen Schulen. Sie haben deshalb nicht unbedingt Schlange gestanden für den Lehrerberuf.

Ideologinnen kommen auf so einfache Erklärungen natürlich nicht oder sie verschließen dafür die Augen. Es MUSS UNBEDINGT etwas mit Diskriminierung zu tun haben. Und weil seit Jahren kein vernünftig denkender Mensch so recht auf ihre absurden Forderungen nach gleichem Gehalt für gleichWERTIGe Arbeit eingehen mochte und sie natürlich auch selber merken, welch dünnes Brett sie da bohren, haben sie jetzt ein Gutachten bestellt. Denn, so hoffen sie, wenn sie ein Gutachten von einer Unidät haben, das ihre abstrusen Behauptungen nachblafft, dann haben sie etwas in der Hand, das aber auch jeden Ungläubigen auf der Stelle überzeugen muss.

Sciencefiles und auch Hadmut Danisch haben den Wahnsinn kommentiert.

Einst kümmerten sich die Gewerkschaften und die SPD um wirkliche Probleme von lohnabhängig Beschäftigten. Heute lassen sie die im Regen stehen und kümmern sich um Frauen, um Frauen und nur noch um Frauen. Und die überwiegend männlichen Mitglieder dürfen mit ihren Beiträgen dümmliche Gutachten bezahlen, bei denen das gewünschte Ergebnis geliefert wird.

So wie es das 43 Seiten umfassende Rechtsgutachten eines ist, für welches Prof. Dr. Eva Kocher als Inhaberin des Lehrstuhls für "Bürgerliches Recht, Europäisches und Deutsches Arbeitsrecht sowie Zivilverfahrensrecht"** an der Universität Frankfurt (Oder) verantwortlich ist
[** Zwischenruf: Kann mir mal jemand erklären, wie man es früher geschafft hat, ein Institut und auch ein Ministerium mit einem einzigen Wort hinreichend zu kennzeichen und was der Grund ist, dass dies heute nicht meht möglich ist?]

Diese Eva ist, nachdem sie herausgefunden hat, was sie herausfinden sollte, denn auch gleich von der GEW als Kronzeugin der unsinnigen Behauptung interviewt worden und antwortete wunschgemäss:

"Sowohl die unterschiedlichen Frauenanteile als auch die unterschiedliche Besoldung können mit Geschlechterstereotypen erklärt werden.
.. Es lässt sich also nur (sic!) mit Geschlechterstereotypen erklären, dass trotz gleicher Anforderungen bei der Arbeit der Wissenschaftlichkeit gegenüber dem Pädagogischen ein höherer Wert zugesprochen wird.“

Die Frauen der GEW sind inzwischen auch schon weiter, als ich gedacht habe. Die eigentliche Fachschulausbildung an den Pädagogischen HOCHschulen dauern jetzt nicht mehr drei, sondern inzwischen fünf Jahre. Durch diesen Trick der Vollakademisierung eines Ausbildungsberufes hat mann kaum noch Argumente gegen die Forderung nach gleicher Bezahlung für gleichWERTIGe Arbeit.

"br" sagt bei Sciencefiles:
Durch die künstliche Verlängerung der Studiendauer von Grundschullehrern (früher 3 Jahre, jetzt durch das Bachelor-/Master-System 5 Jahre) werden die Grundschullehrerinnen sowieso früher oder später das gleiche Gehalt bekommen wie alle anderen „normalen“ Akademiker.

Fragt sich nur, wer dann noch Gymnasiallehrer werden will, wenn er das gleiche Gehalt sehr viel einfacher haben kann.
Derselbe Trick wurde übrigens schon viel früher bei den Sozialarbeitern angewandt. Das sind heute vollakademische SiozialpädagogInnen.


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