Das Forum wird vom MANNdat e.V. (Impressum) für Diskussion und Informationsaustausch zur Verfügung gestellt. Es steht allen Interessierten zur Verfügung. Die Beiträge geben ausschließlich die Meinung der jeweiligen Verfasser wieder und sind keine Verlautbarungen von MANNdat. Eine Schreibberechtigung im Forum begründet weder eine Mitgliedschaft bei MANNdat, noch setzt sie sie voraus. Um einen Schreibzugang zu bekommen, bitte hier klicken. Bitte keine Beiträge oder Bilder aus fremden Quellen ohne ausdrückliche Genehmigung der Rechteinhaber hier einstellen. Statt dessen: Kommentierte Zitate mit Quellenangabe und Link. Kontakt: forumsverwaltung@forum-maennerrechte.de
Die Kommentarfunktion auf unserer Website erlaubt, einzelne Artikel auch unmittelbar dort zu kommentieren. Wir danken allen Teilnehmern an dem regen Gedankenaustausch recht herzlich und freuen uns auch in Zukunft über einen regen Gedankenaustausch.

Wenn Jungen betroffen sind, sind es nur „Kinder“

gewege, Donnerstag, 05. Mai 2016, 14:53 (vor 1049 Tagen)
bearbeitet von gewege, Donnerstag, 05. Mai 2016, 15:14

Bei Feministinnen ist ja oft Thema, wie Frauen diskriminiert würden, weil sie in der Sprache nicht "vorkommen" würden, nur "mitgemeint" seien. Wie sich diese Beschwerden im Deutschen durchgesetzt haben, ist ja hinlänglich bekannt.

Am 2. Mai war in den Tagesthemen wieder ein Beispiel dafür zu sehen, wie das Wort „Jungen“ gemieden wird, wenn Jungen Opfer sind. Es wurde der Beitrag „Jesidische Kindersoldaten“ gebracht, in dem darüber berichtet wurde, dass der IS jesidische „Kinder“ entführt und als Soldaten missbraucht.

Kinder? Von Mädchen war jedenfalls keine Rede; von Jungen auch nicht, sobald allgemein formuliert wurde, sondern dann nur von „Kindern“. So wie z.B. auch hier: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44913/1.html

Meint irgend jemand, dass hier mit „Kindern“ auch Mädchen gemeint sind?

Ähnlich war es auch 2014 bei der Entführung und Tötung dreier Jungen durch die Hamas in Israel, woraus der Ghaza-Krieg entstand. Da wurde in den Tagesthemen tagelang nur von den drei „Jugendlichen“, „Siedlungskindern“ usw. gesprochen.

Auszug aus dem Tagesthemenbeitrag vom 2. Mai (Hervorhebungen in fett von mir):

[Caren Miosga in der Moderation:] […] Zehntausende Jesiden aus dem Nordirak, das sind Mitglieder einer eigenständigen Religionsgemeinschaft, wurden verfolgt, viele von ihnen ermordet, und die hilflosesten von ihnen, die Kinder, haben sie entführt und als Soldaten missbraucht. Nun kamen einige dieser Kinder aus der Gewalt des IS frei und erzählten unserem Korrespondenten Volker Schwenck von ihren traumatischen Erfahrungen.

[Volker Schwenck im Bericht:] […] Salam ist gar nicht so viel älter als die anderen Flüchtlingskinder, die gerade von der Schule zurückkommen [es werden zwei Mädchen gezeigt], doch für Schule hat er keine Zeit. […] Ich bin der einzige Mann, ich muss die Mutter und die Geschwister ernähren, meint er - was für eine Last. Wie viele Jesidenkinder von der Terrormiliz verschleppt wurden, ist nicht bekannt, es müssen *sehr* viele sein. [Adam wird dann gezeigt, als 9-jähriger entführt] Sport, Schießübungen mit der Kalaschnikow, Koranunterricht, Zwangsbekehrung und Gehirnwäsche. […] Jesidische Kindersoldaten, die für die Terrormiliz kämpfen sollten. […] Kinder zu Killern machen, durch Aufhetzen und Abstumpfen. […] Etliche ihrer Leidensgenossen mussten an die Front – sie haben nie wieder etwas von ihnen gehört.

Der Beitrag ist heruntergeladen, Beschwerdeschreiben geschickt.

Grüße
Gerhard


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum