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"Eine Tätergruppe wird oft übersehen: Frauen"

GER, Montag, 07. März 2016, 19:40 (vor 1196 Tagen) @ Hans3

Genderpolitik in Sachen Gewalt gegen Männer nicht nur in Bremen
einsetzen

Deutschlandweit erste Petition zum Schutz von Männern und Jungen im
häuslichen und öffentlichen Raum vor Gewalt online

Zu dem Themenkreis: „Gewalt in Deutschland“ wird in den vergangenen
Wochen besonders häufig berichtet. Strafen für Gewalttäter sollen
verschärft werden. Hierbei ist besonders zu berücksichtigen, dass sich bei
Gewalttaten, Frauen häufig mit hervortun. Auch häusliche Gewalt gegen
Männer geht von Frauen aus. Der besondere Schutz von Männern im
häuslichen und im öffentlichen Raum, der auch den Schutz von Jungen
vor Gewalt jeglicher Art implementiert, kann zur Zeit in Bremen politisch
Beachtung finden. Eine Petition zum Thema ist hierfür, verbunden mit der
bundesweit gegebenen Möglichkeit zum Mitzeichnen, auf den Seiten der
Bürgerschaft in Bremen eingestellt.

Einige Jungen haben in den vergangenen Jahren das Vertrauen zu ihrer
Mutter, wie in einem Falle beinahe und in zwei weiteren Fällen ganz, mit
dem Leben bezahlen müssen. Beliebt bei Müttern, das heimtückische
Ertränken des Filius in der Badewanne.

Eine 44-Jährige Mutter, die in Hamburg-Rahlbeck versuchte ihren Sohn in
der Badewanne zu ertränken, wurde Mitte Februar 2016 wegen
versuchten Mordes festgenommen. Sie wollte es wohl einer 38-Jährigen
Mutter gleichtun, die ihren Sohn in Ulm im Oktober 2012, in der Nacht zu
seinem neunten Geburtstag, in der Badewanne ertränkte.

Die allein erziehende, gescheiterte und arbeitslose Mutter hatte
hauptsächlich Mietschulden aufgebaut und sollte deshalb geräumt
werden. Der getrennt von ihr lebende Vater des Kindes, wollte für die zu
hohe Miete schon seit längerer Zeit nicht immer noch zusätzlich
mitbezahlen müssen, da sie nicht selbst arbeitete. Der Tod der Oma der
Mutter, ein halbes Jahr vorher, habe sie aus der Bahn geworfen. Das Kind
sollte auch nicht zu ihrer eigenen Mutter gegeben werden. Hilfsangebote
Dritter nahm sie nicht an.

Sie versuchte sich nach der Tat scheinheilig den Anschein zu geben, dass
sie auf Grund einer vermeintlich psychischen Belastung, sich selbst habe
umbringen wollen. Sie schrieb einen Abschiedsbrief. Zuerst versuchte sie
sich daraufhin mit Plastiktten zu ersticken. Als ihr die Luft zu sehr
wegblieb, ließ sie von diesem Vorhaben ab. Als nächstes kamen die
Pulsadern dran, die sie sich aufschnitt. Danach unternahm sie noch den
Versuch, sich mit Tabletten zu vergiften.

Halbherzig ausgeführt, wie in den meisten solcher Fälle, misslangen
sämtliche der vorgeschobenen Versuche. In der Urteilsbegründung hieß
es folgerichtig, dass sie nicht nur die Arg- und Wehrlosigkeit des Kindes
ausgenutzt, sondern auch noch eine „feindselige Willensrichtung
“ gegenüber dem 9-Jährigen gezeigt habe. Hierfür wurde eine
lebenslängliche Strafe gegen die Mutter verhängt.

Erschütternd sind die Begründungen, die zu einer sehr geringen Höhe des
Strafmaßes führen können, dass in manch anderen, ähnlich gelagerten
Fällen, für solch abscheuliche Taten ausgesprochen wird. Ende 2008
erhielt die Mörderin, die ihren Sohn zunächst betäubte, bevor sie ihn in der
Wanne ertränkte, für ihren heimtückisch ausgeführten Mord, nur sieben
Jahre Haft.

Sie wurden Ausgesprochen, gegen eine als Akademikerin geschäftlich
gescheiterte Mutter in den besten Jahren, die eine narzistisch geprägte
Persnlichkeit aufwies. Noch dazu hat die Egomanin ihre Tat an einem
minderjährigen Schutzbefohlenen ausgeführt und war zuletzt dem Alkohol
zugetan. Der in solchen Fällen obligatorische Selbstmordversuch
scheiterte natürlich auch in diesem Falle.

Die Höhe dieses Strafmaßes kommt in Deutschland einer Bestrafung nach
Kriterien des Jugendstrafrechtes und keinesfalls ordentlicher
Rechtsprechung nach dem Erwachsenenrecht gleich. Der Richter fiel auf
die Einlassungen der Verteidigung, die von einem „Gutachter“ unterstützt
wurden, herein. Sie hatte auf Totschlag im minderschweren Fall plädiert
und sich für ein Strafmaß im unteren Bereich des gesetzlichen Rahmens
ausgesprochen.

Die Staatsanwaltschaft Lübeck, die zunächst von einem Mord ausging,
forderte nach dem Gutachten zunächst neuneinhalb Jahre wegen
Totschlags. Sie zeigte damit, dass sie die Inhalte des Gutachten
bezweifelte. Das nicht sie in die Revision gegen das Urteil gegangen ist,
hängt vermutlich mit dem hierdurch entstehenden Kostenaufwand
zusammen, den sich eine arme Stadt, wie sie Lübeck ist, nicht leisten
wollte.

Gegen eine Beamtin der Lübecker Polizei, die Hinweise, dass das Leben
des Jungen in Gefahr sein könne, nicht weiterverfolgt hatte, wurde wegen
Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung ebenfalls ermittelt. Die Tat hätte
möglicherweise verhindert werden können, hätte sie rechtzeitig
eingegriffen.

Wurden Jungen Opfer von sexuellem Missbrauch, haben sie es
heutzutage viel zu oft immer noch schwer, später den Nachweis hierüber
glaubhaft zu führen. Selbst wenn ihre Angaben zu Taten, die ihnen in sehr
jungen Jahren, noch als Minderjährige geschehen sind, von ihnen mit dem
Erreichen ihrer Volljährigkeit zur Anzeige gebracht werden, gelten sie vor
Gericht als nicht beweiskräftig genug. Erschwerend für Ermittlungen und
Urteilsfindung sind damals wie heute Mütter von Missbrauchsopfern, die in
manchen Fällen wenig Interesse daran haben, sie bei der Verarbeitung
des ihnen widerfahrenen Leides und der schonungslosen Aufklärung des
Verbrechens zu unterstützen.

Mit dem vor wenigen Tagen in der Region Bitburg, in der Eifel, gefällten
Urteil wird deutlich, dass Mütter, in dem Fall, dass sie selbst mit dem Täter
eng befreundet sind und deshalb auf den ihnen vertrauenden Sohn
einwirkten, eine Anzeige der Taten und die hierzugehörige Aussage
zurückzuziehen, vor Gericht nicht einmal belangt werden.

Lediglich für dreiJahre muss deshalb nur der Angeklagte Haupätter wegen des schweren
sexuellen Missbrauchs von Kindern in drei Fällen, des sexuellen
Missbrauchs von Kindern in fünf Fällen, davon in zwei Fällen in Tateinheit
mit versuchtem schweren sexuellen Missbrauch von Kindern, in Haft.

Bereits nach dem Bekanntwerden von diversen Taten des sexuellen
Missbrauchs an Jungen, durch einen Gemeinde-Pfarrer der katholischen
Kirche im emsländischen Dorf Haren-Erika, im Jahre 1996, wurden im
Rahmen einer Aussage einer Mutter eines betroffenen Jungen,
empathische Grenzen des mütterlichen Mitgefühls deutlich erkennbar. In
ihrem Ansehen wurde ihr Sohn für sie gesellschaftlich betrachtet,
letztendlich zum „armen Schwein“, weil er als Opfer auch noch verhöhnt
wird und etwaige Spätfolgen für ihn nicht absehbar seien.


Deutlich wird, dass zuerst in der Politik ein Umdenken stattfinden muss.
Erst damit wir es gelingen, in der Gesellschaft und in der Justiz ein
Bewusstsein zu schaffen, das nicht nur bei sexualisierter und körperlicher
Gewalt gegen Jungen mit Hochdruck ermittelt wird, Taten verfolgt und
drastisch bestraft gehören. Ebenso und noch viel mehr gesellschaftlich in
den Focus genommen werden müssen Gewalttaten, die sich im
häuslichen und öffentlichen Raum gegen Männer richten.

Die Petition ist auf den Seiten der Bremischen Bürgerschaft zur
Mitzeichnung unter dem Aktenzeichen: L 19/47 bis zum 11.03.16 online
freigeschaltet.


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