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Wikipedia: Same procedure as every year

Thorsten @, Mittwoch, 08. Juli 2015, 16:08 (vor 1382 Tagen)
bearbeitet von Thorsten, Mittwoch, 08. Juli 2015, 16:56

Es ist Sommer und damit wieder einmal Zeit für einen Wikipedia Thread. Denn während Fiona Baine und ihre Freunde ganzjährig über ein bemerkenswertes Maß an Tagesfreizeit verfügen, finden Vertreter anderer Meinungen hauptsächlich im Sommer die Muße (und den Optimismus), sich an Artikel heranzuwagen, die von Fiona & Co unter Beschlag genommen wurden. Wie schon im letzten Jahr geht es auch dieses Jahr wieder, bzw. immer noch um den Artikel von Gerhard Amendt. Der ist zwar bei Leibe nicht der einzige, der von Fiona Baine in grotesker Weise manipuliert wurde, aber in seiner Art ist er doch immerhin exemplarisch.

Wikipedia meint dazu unter der Rubrik Meinungen von Kritikern und Gegnern:

Viele Personen, über die es einen Wikipedia-Artikel gibt, haben Kritiker. Deren Ansichten können dargestellt werden, solange sie für die Bedeutung der Hauptperson relevant sind, aus verlässlicher Quelle stammen und weder den Artikel dominieren noch parteiisch beschrieben sind. Achte darauf, der Kritik nicht überproportional viel Raum einzuräumen. Sofern die Kritik lediglich aus dem Lager von unbedeutenden Minderheiten stammt, ist sie für den Artikel ungeeignet.

Artikel über Ideologien, Glaubensfragen oder Richtlinien bedürfen in vielen Fällen kritischer Absätze – Personenartikel jedoch selten. Zum Beispiel ist ein kritischer Abschnitt im Artikel Kommunismus enzyklopädisch, derselbe Abschnitt in den Artikeln über jeden einzelnen Kommunisten nicht. Schwerpunkt eines biografischen Artikels sollte die Person sein, nicht ihre Kritiker.

Nico B. erläutert die Manipulation von Fiona & Co an einem konkreten Beispiel:

Für mich ist dieser Artikel ein Lehrstück für selektive Wahrnehmung und selektiven Gebrauch von Literatur, um nicht zu sagen Manipulation. Nehmen wir nur einmal die Rezension von Roellecke zu "Scheidungsväter". Wer den Artikel [liest] könnte meinen, Roellecke hätte sich im Wesentlichen kritisch geäussert, was aber keineswegs den Tatsachen entspricht. Ich zitiere mal ein paar Sätze aus dem Original: "Den Rezensenten störten zunächst der Väterblick und die häufige undifferenzierte Bezugnahme auf "die Gesellschaft". Aber nach eingehender Lektüre hat er sich zu einem eindeutigen Urteil durchgerungen: Das Buch ist gut. (...) Diese Scheidungsgeschichten, die etwa die Hälfte des Buches umfassen, sind ausgezeichnet erzählte, anschauliche Berichte, die nicht durch ihre Masse, sondern dadurch wirken, dass sie typische Situationen treffen, in denen sich jeder wiederfinden kann (...) Diesen Grad an Komplexität können Statistiken nicht darstellen (...) Die andere Hälfte des Buches ist Einzelfragen gewidmet, deren Auswahl und Gewichtung die tiefe Vertrautheit des Verfassers mit den Problemen belegen (...) Ein besonderes Glanzlicht ist der Abschnitt 'Handgreiflichkeiten'. (...) Insgesamt ist das Bild, das Amendt zeichnet, traurig, aber wohl realistisch (...) Davon weiß in diesem empfehlenswerten Buch jeder geschiedene Mann ein Lied zu singen." Also zusammengefasst: ein gutes Buch mit Glanzlichtern, empfehlenswert, ein Autor der mit der Thematik tief vertraut ist, hohe Komplexität, realistisch. Nun vergleiche bitte noch einmal mit dem Eindruck, der im Artikel vermittelt wird. Nein, dieser Artikel ist nicht aufgrund von Literatur erstellt worden, sondern aufgrund von Vorurteilen. Literatur dient hier nur dazu, die eigene Voreingenommenheit zu kaschieren, was stört wird ignoriert, verbogen oder gar nicht erst zur Kenntnis genommen.

Dass Fiona Baine, die gemeinsam mit SanFran Farmer und dem Benutzer "Genderforschung" zu den Hauptautoren des Artikels zählt, den Artikel dennoch für neutral und objektiv hält, ist wenig überraschend. Dementsprechend duldet sie kein Infragestellen von dessen Neutralität: [1],[2],[3],[4]. Wenn ihre Kritik überwiegt, dann ist das selbstverständlich die Schuld derer, die nicht genug positives über Gerhard Amendt zu schreiben wussten, also ist der Artikel für sie bestenfalls "lückenhaft". Nicht nur MatthiasGutfeldt ist da jedoch anderer Meinung:

@Fiona: Du hast letztes Jahr die Überschrift "Kritik" geändert in "Kontroversen", der Inhalt ist aber nach wie vor im Wesentlichen derselbe: Wiederholung einiger weniger Kritikpunkte mit jeweils unterschiedlichen Belegen. Diese Kritik dominiert den Artikel, was ich sachlich begründet habe. Dass Du und SanFran_Farmer als "Hauptautorinnen" der Ansicht seid, eure Arbeit sei neutral, kann ich schon verstehen. Die Neutralität des Artikels wurde aber bereits letztes Jahr bezweifelt. Du warst schon damals der Ansicht, dass der Artikel neutral sei und hast die Bausteine schon damals mit unsachlichen Bearbeitungskommentaren gelöscht und verschoben. Jetzt hast du den Baustein wieder mit unsachlichen Begründungen entfernt: [1],[2]. Solche Spekulationen über andere Benutzer unterlässt du in Zukunft. Dass sich bisher nur wenige Personen hier beteiligen liegt wohl einfach daran, dass ich den Neutralitäts-Baustein erst vor rund 23 Stunden gesetzt habe und Du ihn noch am gleichen Tag entfernt hast, und heute morgen gleich nochmal. In dieser kurzen Zeit und bei diesen häufigen Entfernungen ist es nicht weiter überraschend, dass sich niemand einfindet. Man muss auch den Mitarbeitenden im Projekt Wartungsbausteine genügend Zeit lassen. Ein paar Wochen sollten es schon sein. Wenn Du jetzt, nach einem Jahr der Inaktivität in diesem Artikel, doch der Meinung bist, dass die Neutralität des Artikels durch Ausbau verbessert werden kann, dann bleibt der Baustein trotzdem drin, bis das zur Zufriedenheit aller erledigt ist: Wikipedia ist nicht Speakers’ Corner. Wikipedia hat nicht die Aufgabe, die Moral, den Glauben oder die Orientierung von Personen zu bewerten. Sie ist kein Forum für oder gegen politische und religiös-spirituelle Standpunkte. Schreibe einen NPOV-Artikel, mit dem bestenfalls alle aktiv und passiv Beteiligten leben können. Bei nochmaliger Entfernung mache ich eine VM. Du kannst gerne den Lückenhaft-Baustein drin lassen wenn Du der Ansicht bist, dass Artikel lückenhaft ist. Das beisst sich nicht, sondern unterstreicht die von verschiedenen Benutzern erwähnten Qualitätsprobleme.

Fiona geniesst allerdings nach wie vor Narrenfreiheit. Ihr Vandalismus bleibt auch nach ihrer vierten Unterdrückung des Neutralitätsbausteins folgenlos, und dank ihrem Einsatz steht derzeit die Neutralität des Gerhard Amendt Artikels für den unbedarften Besucher der Seite auch weiterhin außer Zweifel. Alldieweil bringt Athanasian eine kurze Übersicht über Gerhard Amendts Entwicklung, die wir so garantiert nicht so schnell in Wikipedia wiederfinden werden:

Amendt hat sich abgesehen von seinen Rassismus-Büchern sein ganzes Leben lang mit Familienkonflikten und ihren politischen Folgen beschäftigt, und zwar stets focussiert auf deren Opfer. Zu Beginn standen Frauen als Opfer u.a. von häuslicher Gewalt im Mittelpunkt der Forschung und daraus ergab sich als politische Konsequenz die Einrichtung der Frauenhäuser. In der Mittleren Phase untersuchte er die Opferpersktive von Kindern hinsichtlich der (im Konfliktfall kompensatorischen) Rollen- und Identitätszuschreibungen seitens der Mütter und hinsichtlich dem Phänomen von Unerwünschtheit. Letzteres hielt er für eine Biographie für so inkompensabel, dass er die Vermeidung von Unerwünschtheit durch die Liberalisierung der Abtreibungspraxis für das Beste hielt (diesem Gedanken stehe ich persönlich in etwa so ablehnend gegenüber wie Du seinem Männerbuch :-) ). In seiner dritten Phase nahm er dann in Gestalt der "Scheidungsväter" auch die Männer in Familienkonflikten unter der Opferperspektive in den Blick - von seinem Schaffenszyklus her verständlich und konsequent, gesellschaftspolitisch jedoch ein derartiger Tabubruch, dass ihm der Salat jetzt plötzlich komplett um die Ohren geflogen ist. Männer unter einer Opferperspektive wahrzunehmen und ebenfalls politisch zu ihren Gunsten zu agieren ist nämlich nicht politisch korrekt, das ist meines Erachtens das ganze Problem, um das es geht, alles andere ist Beiwerk. Ich frage mich allerdings, ob man durch konsequente Anwendung des Gender-Mainstraming-Gedankens nicht langsam an genau dieser Stelle zu einer differenzierteren (und faireren) Betrachtung kommen könnte. Das würde denke ich viel Dampf aus der Sache nehmen. Hier im Artikel können wir denke ich so viel leisten, dass wir für die angemessene Darstellung seiner drei Schaffensphasen sorgen und den Konflikt, der sich mit seiner dritten verband, reflektiert darstellen. Deshalb würde ich den Ausbau als entscheidene Methode für die Neutralitätsverbesserung anssehen.


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