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Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

Gismatis @, Basel, Samstag, 04. Juli 2015, 15:46 (vor 1388 Tagen) @ NorbertU

Wenn dieser Aspekt offensichtlich ist, warum wird in den Medien nicht erwähnt (und somit verschwiegen), dass ein gleichgeschlechtliches Paar kein gemeinsames Kind haben kann?

Warum bitte sollten sie denn etwas, was so offensichtlich ist, erwähnen?

Der Grund ist, dass dann manche Befürworter der Adoption durch Homosexuelle ihre Meinung ändern könnten.

Aber jeder weiß doch, dass zwei Personen gleichen Geschlechts zusammen keine Kinder zeugen können! Dass es Leute gibt, denen man dies erst extra mitteilen muss und die deswegen dann ihre Meinung ändern, halte ich für höchst unwahrscheinlich.

Heterosexuelle Paare zeugen ihre Kinder in der Regel. Die Adoption ist nicht die Regel.

Ich glaube jetzt verstanden zu haben, was du meinst: Die Fähigkeit der meisten heterosexuellen Paare legitimiert die Adoption bei Heteropaaren, denen dies nicht gelingt. Umgekehrt wird die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare durch deren generelle Unfähigkeit, gemeinsam ein Kind zu zeugen, delegitimiert. Richtig? Ich kann diesen Gedanken nachvollziehen, nur bedingt das eine nicht das andere. Man kann es sogar umdrehen und sagen, dass gerade eben weil Homopaare keine gemeinsamen Kinder zeugen können, müssen sie die Möglichkeit der Adoption haben, während Heteropaare ja selber welche machen können.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Kinder von homosexuellen Paaren immer leibliche Eltern verloren haben.

Ehrlich nicht? Kann ich kaum glauben. Glauben die denn, die Kinder bringe der Storch?

Das adoptierte Kind eines schwulen Paares aus Köln zum Beispiel, dessen „Väter“ sich bei mir über meine Meinung beschwert hatten oder der Junge aus Indien, dessen Geschichte auf der Suche nach seinen Wurzeln im Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Das hat aber nichts mit Homosexualität zu tun, sondern ausschließlich mit der Adoption an sich.

Das ist absurd. Ein Kind kann sich in der Regel nicht entscheiden, ob es adoptiert werden will.

Ein Kind kann gar nichts entscheiden. Was möchtest du damit sagen?

Eine Adoption ist (zumindest in Deutschland) nicht wieder aufzuheben. Einem leiblichen Vater kann sein ehelich geborenes Kind wegadoptiert werden, Adoptiveltern sind auf Gedeih und Verderb und ewig mit dem Kind verbunden.

Ersteres ist ein Skandal. Zweiteres ist an sich unlogisch, da ja auch leibliche Elternschaft revidiert werden kann. Aber das hat auch wieder nichts mit Homosexualität, sondern nur mit Adoption an sich zu tun.

Es ist ein brauchbares Argument.

Weil viele Leute darauf hereinfallen. Viele Leute sind leicht beeinflussbar und nehmen dankbar jedes Argument auf, das ihnen plausibel erscheint. Dass das Argument auf reiner Assoziation beruht, merken sie nicht oder sie sehen kein Problem darin.

Der erste Punkt ist selbstverständlich.

Nein, ist er nicht, da Gesetzen oder einer Rechtspraxis keine Originalität zugeschrieben wird. Übernimmt zum Beispiel ein Land ein Gesetz eines anderen Landes, dann gilt das neue Gesetz nicht als Kopie des Gesetzes im anderen Land, da Gesetze keine Originalität für sich beanspruchen können. Überträgt man deine Sicht auf das Stimm- und Wahlrecht wäre dann das Frauenstimmrecht in der Schweiz lediglich eine Nachahmung des Männerstimmrechts. Niemand sieht das aber so, weil es absurd wäre.

Der zweite ist richtig.

Weil es kein Original gibt, gibt es auch keine Nachahmung. Eine Frau, die wählen darf, nimmt das gleiche Recht in Anspruch wie ein Mann, der wählen darf. Das Recht der Frau ist keine Kopie des Rechts des Mannes, sondern eben das gleiche Recht. Genauso nehmen gleichgeschlechtliche Paare das gleiche Recht in Anspruch wie heterosexuelle Paare in Bezug auf die Ehe.

Der dritte auch.

Es ist deine Unterstellung, sonst nichts.

Der vierte ergibt sich daraus.

Selbst wenn man den ersten drei Punkten folgt, ist es immer noch die Angelegenheit des betreffenden Paares alleine.

Heteropaare, die sich Kinder wünschen, zeugen sich welche und ziehen diese auf. Das macht diese Eltern sehr zufrieden. Heteropaare, die trotz Kinderwunsch keine bekommen, sind unzufrieden und versuchen bisweilen dies durch Adoption zu ändern.

Dasselbe versuchen gleichgeschlechtliche Paare. Der Unterschied ist höchstens der, dass Homopaare nicht erst herausfinden müssen, dass sie keine gemeinsamen Kinder zeugen können, auch mit medizinischer Hilfe nicht, sondern es von Anfang an wissen.


Wenn Du die Leserbriefe bei Arne oder meine Autobiographie gelesen hast solltest Du wissen, dass das niemals ein Vorteil sein kann.

Der Vorteil ist, dass diese Kinder unmöglich angelogen werden können.


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