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Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

Carlos, Sonntag, 28. Juni 2015, 20:29 (vor 1544 Tagen) @ Gismatis

Hallo Gismatis,
ich persönlich stehe neutral zur Homo-Ehe, mir geht es nur um die Argumente.

Die Homo-Ehe hat nach meiner Meinung nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern ist der Ausdruck des Bedürfnisses, die klassische Ehe zu imitieren.


Sie hat sehr viel mit Gleichberechtigung zu tun: Das Recht von Frauen, einen Mann zu heiraten, wird auf Männer ausgeweitet und das Recht von Männern, eine Frau zu heiraten, wird auf Frauen ausgeweitet. Mann und Frau bekommen hier die völlig gleichen Rechte.

Ich glaube auch, dass es nichts mit Gleichberechtigung zu tun hat. Denn: wenn ich richtig informiert bin, dann fehlen in Deiner Darstellung entscheidende Punktte: 1. diese Rechte sind mit finanzieller Vergünstigung verbunden, und 2. warum sollte der Staat eine Ehe auf diese Weise prämieren? Der Grund ist, weil es um eine "Produktion" von neuen Bürgern geht. Das ist in einer Homo-Ehe nicht möglich. Deswegen ist es auch keine Diskriminierung (also keine Nicht-Gleichberechtigung) von Homosexuellen, ihnen diese Vergünstigungen zu verwehren.

Diskriminierung liegt dann vor, wenn einem etwas aufgrund einer Eigenschaft verwehrt wird, die mit der Sache, um die es geht, nichts zu tun hat. Die Sache, um die es dem Staat bei einer Ehe geht, sind die Kinder. Und Kinder können Homosexuelle nicht bekommen.

Natürlich kann man nun entgegnen, dass nicht alle verheiratete Paare Kinder bekommen (wie Arne das unlängst tat, ich weiß nicht ob Du das auch so sagen würdest). Das ändert aber nichts an der legitimen Haltung des Staates Kinder haben zu wollen und dies zu belohnen. Eine Lücke im Gesetz ist kein Argument dafür sie zu vergrößern. Wenn im Gefängnis auch ein paar Unschuldige landen, ist es kein Argument dafür alle frei zu lassen. Oder wenn ein Türsteher nicht alle Krawallmacher aussortieren kann, ist das kein Argument dafür jeden reinzulassen (bitte Homosexuelle nicht mit Krawallmachern gleichsetzen, ist nur ein Beispiel, um ein Prinzip zu verdeutlichen).

Dass man heute die Begriffe "Gleichberechtigung" und "Diskriminierung" sehr gut als Totschlagargumente missbrauchen kann, ist glaube ich der hauptsächliche Grund, warum man diese für die Homo-Ehe als Kampfbegriffe ausgewählt hat.

Überzeugender (und auch redlicher) fände ich eine Argumentation über den gesellschaftlichen (nicht juristischen) Status der Eheleute. Verheiratete drücken gesellschaftlich - im Gegensatz zu Unverheirateten, die den Endruck einer provisorischen Partnerschaft vermitteln - die höchste Stufe der Liebe aus. Hier könnte argumentiert werden, dass auch Homosexuelle fähig sind ihren Partner ebenso (bedingungslos und lebenslang) zu lieben.


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