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Homo-Ehe und Vaterlosigkeit

Radfahrer @, Sonntag, 28. Juni 2015, 19:15 (vor 1394 Tagen) @ NorbertU
bearbeitet von Radfahrer, Sonntag, 28. Juni 2015, 19:49

Hallo Norbert,

ich glaube, wenn wir uns kritisch mit der Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare auseinandersetzen wollen, nützt es sehr, dreierlei zu differenzieren:

1. die Adoption als solche.
2. der gesellschaftlich-rechtliche Status gleichgeschlechtlicher Paare als solcher.
3. die Spezifika der Adoption durch ein gleichgeschlechtliches Paar.

Der Einfachheit halber empfehle ich, die 3 Themen getrennt zu diskutieren.

zu 1.: da hast Du, glaube ich, eine sehr pointierte Meinung, die Du auch fundiert begründen kannst. Ich kenne mich damit nicht aus, also schweige ich besser darüber.

zu 2.: das Hauptthema einer Gleichberechtigung homosexueller gegenüber heterosexuellen Beziehungen ist in Deutschland neben der rechtlichen Befähigung zur Adoption das Thema Unterhaltspflicht. Damit spart der Staat an (Ex-)Ehepaaren eine Menge Geld. Aber das übliche Standardmodell "Mann zahlt, Frau kassiert" funktioniert bei homosexuellen Paaren nicht. Deshalb ist der finanzielle Anreiz für den Staat, eine echte Homo-Ehe zu erlauben, nicht hoch genug, und es muss ein anderes Unterhaltsmodell definiert werden, welches sich für den Staat lohnt und im Idealfall auch auf Heteropaare angewandt werden kann. Indes, solange eine mächtige Frauenlobby die Reform des Familienrechtes blockiert und an der Zementierung alter Rollenmuster in der Unterhaltsfrage festhält, werden wir genau dies nicht erleben. Indirekt lässt sich sagen, eine auf Frauenpolitik reduzierte Familienpolitik, so wie wir sie haben, ist ein größerer Hemmschuh für die Homo-Ehe als alle Konservativen und Homophoben(*) zusammen.

zu 3.: hm, spanndendes Thema. Es gibt praktisch keine Erfahrungswerte. Dass Adoptivkinder homosexueller Paare eine Vereinigung der Herausforderungen erleben, Adoptivkind zu sein einerseits und vater- bzw. mutterlos zu sein andererseits, liegt auf der Hand; aber man (zumindest ich) weiß es nicht.

Grüßle, Radfahrer

(*) um Missverständnissen vorzubeugen: eine in diesen Satz interpretierbare Korrelation aus Konservativität und Homophobie meine ich ausdrücklich nicht. Ich kenne eine Menge Konservativer, aber praktisch keine Homophoben.


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