Das Forum wird vom MANNdat e.V. (Impressum) für Diskussion und Informationsaustausch zur Verfügung gestellt. Es steht allen Interessierten zur Verfügung. Die Beiträge geben ausschließlich die Meinung der jeweiligen Verfasser wieder und sind keine Verlautbarungen von MANNdat. Eine Schreibberechtigung im Forum begründet weder eine Mitgliedschaft bei MANNdat, noch setzt sie sie voraus. Um einen Schreibzugang zu bekommen, bitte hier klicken. Bitte keine Beiträge oder Bilder aus fremden Quellen ohne ausdrückliche Genehmigung der Rechteinhaber hier einstellen. Statt dessen: Kommentierte Zitate mit Quellenangabe und Link. Kontakt: forumsverwaltung@forum-maennerrechte.de
Die Kommentarfunktion auf unserer Website erlaubt, einzelne Artikel auch unmittelbar dort zu kommentieren. Wir danken allen Teilnehmern an dem regen Gedankenaustausch recht herzlich und freuen uns auch in Zukunft über einen regen Gedankenaustausch.

Fremdbetreung oder Kindergarten?

NorbertU ⌂ @, Nordhessen, Montag, 15. Juni 2015, 11:52 (vor 1493 Tagen) @ Radfahrer
bearbeitet von NorbertU, Montag, 15. Juni 2015, 11:58

Radfahrer schreibt:
(*) Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe überhaupt nichts gegen Fremdbetreuung. Meine Tochter war ab 2 3/4 Jahren im Kindergarten und während der Grundschuljahre im Hort, und ich glaube, dass sie davon eher profitiert hat. Wenn die Eltern die Erziehung in Zusammenarbeit und im Dialog mit professionellem pädagischem Personal stemmen, kann dies eine sehr gewinnbringende Konstellation sein.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe nichts gegen den Besuch von Kindern im Kindergarten – im Gegenteil, er ist ein wichtiger Bereich zur Entwicklung von Kindern. Ich habe etwas gegen Fremdbetreuung, wenn es nicht um eine dem Alter entsprechende pädagogisch sinnvolle Maßnahme geht, sondern primär um eine Entlastung von Eltern.
Als ich in den 70er Jahren meine sozialpädagogische Ausbildung genoss, lernten wir noch den Begriff der Kindergartenreife kennen. Damit war gemeint, dass Kinder nur dann in einen Kindergarten aufgenommen wurden, die diese Reife besaßen. Kinder haben diese Reife in der Regel um den dritten Geburtstag herum. Manche etwas früher, manche auch später. Dazu gehörten Dinge wie selbstständiges An- und Ausziehen bis hin zum Binden der Schleifen an den Schuhen (Klettverschlüsse waren damals nicht selbstverständlich). Oder z.B. auch selbstständiges Essen und der selbstständige Besuch der Toilette.
Der Besuch des Kindergartens hatte nicht den Sinn, die Kinder auf Zeit zu betreuen, um die Eltern zu entlasten. Vielmehr hatte er den Sinn, die Entwicklung von Kindern altersgerecht zu fördern und sie auf den Besuch der Schule vorzubereiten.
Heute dagegen ist es Alltag, dass Kinder in Einrichtungen abgegeben werden, obwohl sie häufig bei weitem noch nicht auf dem Entwicklungsstand sind, der einen Kindergartenbesuch rechtfertigt. Der Staat bezahlt im Monat 1000,- Euro und mehr dafür, dass Getrennterziehende entlastet werden und Mütter in Familien sich ein Taschengeld zum Familieneinkommen hinzuverdienen.
Im Kindergarten unseres Dorfes gibt es heute auch eine Kinderkrippe. Diese wird fälschlich von Politikern gerne als Bildungseinrichtung angepriesen. Tatsächlich ist sie aber nur eine Verwahranstalt für Kleinstkinder. Bei schönem Wetter werden die Kleinstkinder manchmal in Krippenwagen durch das Dorf gefahren. So einen kann man z.B. hier sehen: Kinderausflugswagen In solchen Wagen werden sechs Kinder mit Beckengurten festgeschnallt. Ich habe bisher noch kein Kind in diesen Wagen gesehen, das gelacht hat. Warum auch? Ohne sich frei bewegen oder gar spielen zu können, müssen sie einen „Ausflug“ über sich ergehen lassen.

--
www.Stiefkindadoption.de
WWW.Opektafarmer.de


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum