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Meine Bewertung des MacGyver Tests

Carlos, Sonntag, 14. Juni 2015, 14:02 (vor 1525 Tagen) @ Carlos

Laut Genderama wurde dieser Test von Nikita Coulombe aus dem Lager eines bekannten Psychologen, Philip Zimbardo, im Buch (Man (Dis)connected) vorgeschlagen. Hier das englische Original und meine Übersetzung:

1- The absence of the mother is not required for the father to be portrayed as a competent dad. (Die Abwesenheit der Mutter ist nicht erforderlich, damit der Vater als ein kompetenter Vater betrachtet werden kann)

2- An honest, hard-working man is in a successful or leadership position and is not portrayed as a hapless loser. (Ein ehrlicher, hart arbeitender Mann ist in einer erfolgreichen oder führenden Position und wird nicht als ein hilfloser Loser dargestellt.)

3- The female protagonist shows interest in male protagonist before he is the hero. (Die Frau zeigt Interesse an dem Mann bevor er zum Helden wird.)

4- The male protagonist solves problems in creative ways, and only uses violence as a last resort to carry out his goals or mission. (Der Mann löst Probleme auf eine kreative Weise und wendet Gewalt nur als letztes Mittel an)

Another way to raise awareness around the portrayal of men in the media would be to swap the male and female roles in movies and television shows, and then re-examine the plots. (Ein anderer Weg, um das Bewusstsein für die Darstellung von Männern in den Medien zu steigern, wäre, die männlichen und weiblichen Rollen in Filmen und Fernsehshows zu tauschen, und dann eine erneute Prüfung vorzunehmen.)

Zu 1. Den Wunsch, die Männer nicht als ein schlechteres Elternteil darzustellen kann ich nachvollziehen. Doch das ist hauptsächlich auf Filme beschränkt, in denen ein Familienleben vorkommt. Also eher Filme für Frauen. Und wenn da die Frauen als Elternteil besser abschneiden (wollen), finde ich an sich nicht so wild, solange es dem Vater gegenüber nicht auf eine respektlose oder abwertende Weise geschieht. Außerdem, bei den meisten Familien ist es so, dass die Mütter sich im Durchschnitt mehr um die Kinder kümmern (und Männer mehr arbeiten). Die konservativen Väter und Mütter sind damit auch zufrieden. Die gleiche Beteiligung ist eher eine moderne (linke) Vorstellung. Und wie ich unter Punkt 2 schon dargelegt habe, möchte ich mich nicht damit beschäftigen, wie ein (idealer) Mann dargestellt werden soll. Die Aussage eines Testes sollte meiner Meinung nach vordergründig eine moralische und nicht eine politische sein.

Zu 2. Ich schätze zwar die gute Absicht darin, aber: Woran erkennt man im Film einen hart arbeitenden Mann? Doch nur indem er als ein solcher vorgestellt wird. Und „hart arbeitend“ ist auch im Film positiv konnotiert und steht einem hilflosen Loser entgegen. Also entweder wird das eine oder (zugegeben weitaus häufiger) das andere dargestellt. Davon abgesehen gibt es auch bei erfolgreichen und führenden Positionen in der Realität genügend Flaschen; es soll nur nicht als typisch für einen Mann dargestellt werden.

Zu 3. Frauen mögen erfolgreiche Männer, und das ist eins der Hauptmotive für Männer erfolgreich zu sein. Man kann das gut oder schlecht finden, aber an der Sache wird das nicht viel ändern. Dieser Punkt Ist eher ein Versuch über die Bilder die Realität zu ändern (was nicht selten ideologisch motiviert ist).

Zu 4. Prinzipiell stimme ich dem zu, aber wie soll das aussehen? Wenn ich einen Actionfilm sehen will, möchte ich nicht, dass erst noch ein Stuhlkreis einrichtet wird (überspitzt gesagt). Man erlegt den Filmemachern nur den Druck auf, sie sollen vorführen, dass alle anderen Optionen ausgeschöpft sind bevor sie mit ihrem Actionfilm fortfahren können. Außerdem, neben Actionfilmen gibt es ja auch viele andere Filmgenres, die auch Männer interessant finden, und die mit wenig oder keiner Gewalt auskommen, um an ihr Ziel zu kommen (Die Verurteilten, Sleepers, Gran Torino - nur ein paar Beispiele).

Zur Bemerkung, dass die Rollen vertauscht werden sollten: Das klingt zwar einleuchtend, ist aber nicht ganz einfach.

Denn 1. Männer und Frauen sind nicht ganz gleich (ein von einer Frau vor einem Drachen geretteter Mann wirkt lächerlich, eine Frau nicht), und nur Gender beseelte Menschen können das (zumindest theoretisch) uneingeschränkt anwenden. Für die übrigen Menschen müsste man zunächst den Bereich definieren, der von diesen Unterschieden frei ist.

2. Muss man klären, wozu dieser Vergleich dienen soll. Was fängt man mit der Erkenntnis an, dass Männer schlechter behandelt werden? Normalerweise herrscht eine stillschweigende Übereinkunft (wie wahrscheinlich auch bei diesem Test), die bestehenden (politisch korrekten) Maßstäbe konsequenter auszuweiten. Also auch an die Männer dieselben Maßstäbe anlegen wie an die Frauen.

Was aber wenn diese Maßstäbe selber falsch sind? Wenn diese Maßstäbe der Frauen die Ursache des Problems sind und die Entwertung der Männer beinhalten (wovon ich ausgehe und unter Punkt 1 und 2 ausgeführt habe, siehe auch das aktuelle Allianz-Video)?


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