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Verhalbwaiserinnen?

Radfahrer @, Samstag, 13. Juni 2015, 18:25 (vor 1380 Tagen) @ adler
bearbeitet von Radfahrer, Samstag, 13. Juni 2015, 18:32

Danke, adler, für den Link!

"Alleinerziehende" ist ein klassisches Unwort. Es wird gezielt etwas Falsches suggeriert, um politische Ziele zu verfolgen.

Tatsächlich Alleinerziehende gibt es, aber ausgesprochen selten und meist in Hartz-4-Haushalten. Also Mütter oder Väter, die zur Erziehung ihrer Kinder weder auf Partner noch auf Fremdbetreuung zurückgreifen.

Berufstätige alleinstehende Eltern lassen allermeistens fremdbetreuen(*) (Krippe, Kindergarten, Hort) und erziehen damit nicht alleine.
Dieses Modell ist das von kranken Politikerhirnen bevorzugte und wird fälschlich als "Alleinerziehend" bezeichnet, um eine (echte oder falsche) Solidarität mit diesen (mehrheitlich weiblichen) Elternteilen zu erzeugen und eine Forcierung der Fremdbetreuung - bis hinunter ins Säuglingsalter - zu rechtfertigen.

Es gibt nach wie vor eine große Zahl getrennt lebender Eltern, die ihre Kinder allem gesellschatlichen Unbill zum Trotze gemeinsam erziehen. Mit "gemeinsam" meine ich, dass sie sich in der Regel abwechseln und sich bei wichtigen Fragen (Umgangsregelung, Schulwahl, Impfungen, ...) untereinander abstimmen (Meinungsverschiedenheiten inklusive, aber wo gibt es die nicht).
Dieses Modell ist das von kranken Politikerhirnen verabscheute und wird fälschlich als "Alleinerziehend" bezeichnet, um die Erziehungsleistung insbesondere des Vaters herabzuwürdigen und einen behördlichen Eingriff in die Erziehungsarbeit zu rechtfertigen.
Und nebenbei um mehr Steuern zu kassieren: Die strikte, realitätsferne Trennung von betreuendem Elternteil einerseits und Barunterhalt leistendem Elternteil andererseits führt in Kombination mit der Teilung des Kinderfreibetrags dazu, dass derjenige Elternteil, der für das Existenzminimum des Kindes sorgt, dafür nur zur Hälfte steuerbefreit wird. Für den Staat ein Riesengeschäft, für mich ein Fall fürs Verfassungsgericht, das ja einwandfrei festegestellt hat, das Existenzminimum - auch von Kindern - habe steuerfrei zu sein, zu 100%.

Die von Dir erwähnten Umgangsverweigerer sind m.E. durchaus alleinerziehend. Der Skandal besteht für mich nicht darin, dass man sie auch so nennt, sondern, dass man ihnen die Solidarität zukommen lässt, die den betreuungswilligen, aber ausgegrenzten Elternteilen (meist Väter) eigentlich zustünde. In diesem Fall trifft auch das Wort "Getrennterziehende" nicht zu, da der getrennte Vater ja faktisch nicht erzieht, obwohl er dazu bereit und fähig ist. Vielmehr ist es geradezu ein Euphemismus; man sollte das Kind (oder vielmehr die Mutter) beim Namen nennen. Welche Wörter fallen euch ein?

Verhalbwaiserinnen? Entväterer? Bindungsvernichter? Missbrauchende?

Aber nennt solche Leute bitte nicht Getrennterziehende. Väterausgrenzung ist keine Erziehung, das ist Gewalt.

Grüßle, Radfahrer

(*) Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe überhaupt nichts gegen Fremdbetreuung. Meine Tochter war ab 2 3/4 Jahren im Kindergarten und während der Grundschuljahre im Hort, und ich glaube, dass sie davon eher profitiert hat. Wenn die Eltern die Erziehung in Zusammenarbeit und im Dialog mit professionellem pädagischem Personal stemmen, kann dies eine sehr gewinnbringende Konstellation sein.


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