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Warum gibt es eigentlich Männer?

Radfahrer @, Freitag, 29. Mai 2015, 22:37 (vor 1541 Tagen) @ Carlos

Hallo Carlos,

danke, dass Du den Ball aufnimmst, gefällt mir!

Bei den „kleinen“ und „schwachen“ Männern hast Du eingeräumt, dass meine Behauptung zutrifft (was die meisten Männer betreffen dürfte),

Ja, aber: Dass die Weibchen einen höheren Selektionsdruck ausüben als die "kleinen, schwachen Männchen" bedeutet nicht, dass die Männchen gar keinen Selektionsdruck ausüben. Da es in der Regel uns Männern obliegt, die Frauen anzusprechen, erfahren wir in der Regel nicht, welche Frauen enttäuscht sind, weil wir sie nicht angebaggert haben. Die meisten Frauen sind für mich unattraktiv, und auch das ist eine Form von Selektionsdruck, obwohl ich weder Robbie Williams noch Kim Jong Un bin.

Das heißt also weder diese Männer üben auf die Frauen einen (großen) Selektionsdruck aus indem sie sich nur eine davon aussuchen (vermutlich weil sie möglichst viel Nachkommen zeugen wollen), noch die Frauen untereinander, indem sie von so einem Mann verlangen sich nur für eine zu entscheiden. Oder anders gesagt: Wenn die Männer mehrere Frauen haben können, brauchen sie an die Frauen nicht so große Ansprüche zu stellen wie die Frauen an die Männer, die sich für einen entscheiden müssen.

Kommt darauf an, wie viele hochattraktive Männer es gibt. M.E. sind das sehr wenige. Und die sind wählerisch. Wenn Kim Jong Un kraft seiner Attraktivität 100000 Frauen beglücken könnte, aber realistischerweise nur vielleicht 1000 schafft, wird er sich die nehmen, die ihm am besten gefallen.

Nur unter dieser Prämisse funktioniert der heutige Feminismus. Frauenverbände suchen immer die Symbiose mit mächtigen Männern.“

Attraktive Feministinnen? Na ich weiß nicht:-P .

In der Tat eine Lücke in meiner Argumentation (wobei ich nicht alle Feministinnen hässlich finde). Welches Interesse könnte ein mächtiger Mann daran haben, Frauen zu nähren und beschützen, die er nicht begatten will? Vielleicht um seine Macht gegenüber den anderen Männern zu demonstrieren und damit seine Chancen bei den attraktiven Frauen weiter zu erhöhen? Oder um den weniger attraktiven Männern weniger attraktive Frauen bieten zu können, um selbst die attraktiven abzuräumen? Oder einfach Kinderstube (fast jeder Mann wurde von einer Frau erzogen)?

Es sei denn, der große Mann will den kleinen noch kleiner machen bzw. klein halten: Je kleiner der kleine Mann ist, desto größer wird der große. Wenn Du das meinst, widerspreche ich Dir nicht.

Ja, so war das gemeint. Jeder König braucht Krieger und Knechte, die ihm Paläste und Denkmäler errichten und seinen Harem ernähren. Er wird eine Balance suchen, seine Knechte genau so viel zu versorgen und zu bespaßen und gleichzeitig klein zu machen, dass sie nicht aufmüpfig werden.

Grüßle, Radfahrer


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