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Weibliche Chefs machen weniger Gewinn

AndreasKs. @, Freitag, 29. Mai 2015, 11:27 (vor 1541 Tagen)

Die Chefin des schwedischen Unternehmerverbands wollte in bekannt sexistischer Manier belegen lassen, dass Frauen die besseren Unternehmensleiter sind. Der Schuss ging aber nach hinten los:


Sie ließ also 125.000 schwedische Unternehmen auf das Geschlecht ihrer Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzenden einerseits und ihre Umsatzrendite andererseits untersuchen. „Frauen gelten als sparsamer“, erläutert Ringqvist das Vorgehen. „Deshalb erwarteten wir, dass die von Frauen geführten Unternehmen mehr Gewinn machen würden.“ Denn das wäre ein gutes Argument gewesen, auch in Schweden eine gesetzliche Frauenquote für Führungsgremien zu verlangen.

Die Hoffnung allerdings hat sich jäh zerschlagen. Denn die Auswertung des Unternehmerverbands lieferte das Gegenteil des Erwarteten. Die Organisation ließ ihre Mathematiker auf die Statistik los, die das Ergebnis nach Mitarbeiterzahl, Unternehmenssitz und Gründungsdatum differenzierten sowie branchentypische Unterschiede herausrechneten, weil beispielsweise die häufiger von Männern geführten Rohstoff- und Computerkonzerne generell mehr Gewinn machen als die auch an der Spitze typisch weiblichen Pflegedienste. Doch alle Rechenkunststücke halfen nichts - das Ergebnis blieb eindeutig: Männliche Chefs verbuchen nach Abzug all dieser Nebengeräusche am Ende des Jahres eine Umsatzmarge von 8,4 Prozent, ihre weiblichen Kolleginnen dagegen kommen im Durchschnitt nur auf etwa 7 Prozent.

faz

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https://twitter.com/AndreasKrausser

Tags:
Schweden weibliche Chefs weniger Gewinn


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