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Artikel in der taz. Was hat das zu bedeuten?

Carlos, Sonntag, 26. April 2015, 20:42 (vor 1579 Tagen)

Bei Genderama war neulich der Hinweis auf einen Artikel in der „taz“ mit folgendem Ausschnitt:

"Ist es schon homophob, wenn eineR sagt, Schwule sollten keine Kinder adoptieren können? Muss man eine solche Person des politischen Hochverrats am Guten und Wahren zeihen? Oder reicht es nicht zu entgegnen: Nee, finde ich doch? Weshalb hat man in Baden-Württemberg mit den Kritikern der neuen Sexualkunderichtlinien nicht souveräner, lässiger und freundlicher umgehen wollen? Und wieso waren die Anzüglichkeiten eines Rainer Brüderle so skandalös – wenn man ihn doch hätte auch ins Leere laufen lassen können? (...) In Wahrheit haben diese Formen des Opferismus ("Du bist traumatisiert, willst du das nicht einsehen?") eine zur umsatzstarken Branche aufgeplusterte Schar von Helfern. (...) Wir haben uns zu viel mit Gedöns beschäftigt, die linken Milieus haben zugelassen, dass die Fragen, um die es in allem Ernst gehen muss, nicht im Fokus standen. (...) Nebenbei: Es gehört zum Leben, Kränkungen auszuhalten und nicht alles auf sich zu beziehen. Oder wird durch diesen Satz schon wieder ei_neR schwer gedemütigt?"

Das ist natürlich zu begrüßen, aber man fragt sich, ob bei der „taz“ etwas schief gelaufen ist. Und ich frage mich, wenn einer der strikten Vertreter des Gutmenschentums, warum auch immer, merkt, dass er im Unrecht war bzw. seine ganzen Kritiker zumindest ein bisschen zu Unrecht verteufelt hat. Was macht er dann? Wird er sich die Blöße geben und sich (offiziell) „outen“ und sich bei den Leuten entschuldigen? Mag sein. Bei einer dermaßen aufgebauten Selbstgerechtigkeit halte ich aber ein anderes Vorgehen für wahrscheinlicher: Man wird wohl ohne viel Aufmerksamkeit immer wieder mal kritische Berichte bringen – als ob man das schon die ganze Zeit praktiziert hatte-, aber ohne diejenigen zu würdigen oder zu erwähnen, von denen diese kritische Arbeit hauptsächlich geleistet wurde (also die Männerrechtler und Genderkritiker). Dann hat man nämlich ein Alibi und kann sagen: es stimmt gar nicht, was diese Maskus sagen, wir sind überhaupt nicht ideologisch ausgerichtet und auch nicht gleichgeschaltet, hier ist der Beweis; das sind boshafte Masku-Lügner wie sie immer schon waren. So kann man Stück für Stück seine Position sogar um 180° ändern und die Maskus bleiben trotzdem die Bösen.


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