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Immer mehr Frauen gehen einem Teilzeit-Job nach

gewege, Montag, 23. Februar 2015, 21:38 (vor 1666 Tagen) @ Hans3

Im Artikel (6.2.) fragte der Spiegel Platen:

"Derzeit verdienen Männer nach Ihren Angaben 22 Prozent mehr als Frauen, eine seit Jahren relativ stabile Zahl. Gleichzeitig haben wir ein Quotengesetz, mehr erwerbstätige Frauen sowie Männer, die Elternzeit nehmen. Warum gleichen sich die Gehälter nicht an?"

Ein Teil der Antwort kam am 19.2. anhand einer Statistik vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in die Presse, z.B. hier: http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article137613387/So-viele-Erwerbstaetige-in-Deutschland-wie-noch-nie.html

"Gerade Frauen gehen immer öfter einem Teilzeit-Job nach. Elf Millionen weibliche Beschäftigte hatten nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Jahr 2014 keine volle Stelle. Das waren doppelt so viele wie vor rund 20 Jahren. Dabei war fast die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland weiblich.

Die Zahl der beschäftigten Frauen stieg zwar seit der Wiedervereinigung um 21 Prozent; die von ihnen geleistete Arbeit aber nur um 4 Prozent. Die Teilzeitquote bei Frauen lag im Jahr 2014 bei knapp 58 Prozent. Dagegen haben nur 20 Prozent der Männer keine volle Stelle. Frauen entscheiden sich meist wegen der Familie für einen Teilzeit-Job, Männer vor allem, weil sie keine Vollzeit-Stelle finden. Lange Teilzeitphasen können Nachteile bei Einkommen, Karriere und Alterssicherung mit sich bringen."

Unter dem Artikel die Links auf die Quellen. Im Zusammenhang mit den Quellen kommt man noch auf folgenden Link http://doku.iab.de/kurzber/2015/kb0415_Anhang.pdf , der u.a. die „tatsächlich geleistete Jahresarbeitszeit in Stunden“ von 1991 bis 2014 für M und F enthält. Setzt man sie ins Verhältnis und stellt den Verlauf grafisch dar, ergibt sich Folgendes:
[image]
D.h. z.B. arbeitet ein Mann bei dem Verhältnis von 1,4 im Durchschnitt 40 % länger als eine Frau.

Interessant auch aus der IAB-Publikation:

"So praktizieren 14 Prozent der Paare ohne Kinder und 20 Prozent derer mit Kindern das sogenannte traditionelle Alleinernährermodell (Pfau-Effinger 2001) mit vollzeitbeschäftigtem Mann und nicht erwerbstätiger Frau.

Derzeit haben bei einem Viertel aller Paare mit Kindern beide Partner in etwa die gleiche Arbeitszeit (beide vollzeit- bzw. beide teilzeitbeschäftigt)"

Aus längerer Arbeitszeit ergibt sich meistens größere Erfahrung und mehr Verantwortung, damit höherer Stundenlohn, völlig ohne Ungleichbehandlung, ganz normal, auch zwischen Männern oder zwischen Frauen. Wie kann man erwarten, dass bei sich ständig ausbreitender Teilzeitbeschäftigung bei den Frauen das unbereinigte Pay Gap kleiner wird?

Grüße

Gerhard


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