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Gender Pay Gap

Gismatis @, Basel, Samstag, 07. Februar 2015, 10:58 (vor 1686 Tagen) @ AndreasKs.


Platen: Wir müssen diskutieren, wieso so viele Frauen ... sich für Branchen interessieren, die schlechter bezahlen.

Müssen wir? Wieso? Ich habe es satt, dass aus jedem Frauenproblem ein Politikum gemacht wird. Wäre es umgekehrt, hätten wir noch nie davon gehört, dass es in diesem Bereich irgendein Problem geben soll. Was Männer tun, wird in der Regel von der Gesellschaft einfach zur Kenntnis genommen, wenn es überhaupt mal wahrgenommen wird. Nicht so bei Frauen. Was Frauen tun, wird analysiert und hinterfragt. Es werden Abhandlungen und Bücher geschrieben, Politiker und Professoren befragt. Meine Empfehlung ist: Lasst Frauen doch einfach machen. Warum Frauen dies tun und Männer jenes, soll meines Erachtens ein Thema für die Geschlechterforschung sein, nicht aber für die Politik.


Es ist tatsächlich nicht einzusehen, warum Krankenschwestern schlechter bezahlt sind als Müllwerker.

Finde ich nicht. Es ist doch in Ordnung, wenn Tätigkeiten draußen (Hitze, Kälte, Nässe) besser bezahlt werden als Tätigkeiten drinnen. Außerdem ist Müllwerker auch für Männer kein gängiges Berufsziel, Krankenschwester für Frauen hingegen schon. Die Attraktivität und das gesellschaftliche Ansehen der Berufe ist unterschiedlich zulasten des Müllwerkers. Eine Krankenschwester kann gesellschaftlich locker aufsteigen, indem sie einen Arzt heiratet. Welche Möglichkeiten hat diesbezüglich der Müllwerker? Das sind alles Faktoren, die gegen eine gleiche Bezahlung sprechen.

Unsere Argumentation ist, dass es keine individuelle Diskriminierung von Frauen aufgrund des Geschlechts gibt. Aber eine tendenziell niedrige Entlohnung in Branchen mit frauenaffinen Tätigkeiten ist eine strukturelle Benachteiligung.

Ich würde hier nicht von Benachteiligung sprechen, sondern von Nachteil, aber das ist ein Detail.

Und der lohnt sich durchaus nachzugehen.

Kann man. Andererseits, würde es irgendjemanden kümmern, wenn es umgekehrt wäre? Nein, es ist immer nur ein Problem, wenn Frauen irgendwo im Nachteil sind. Wenn zwei Berufe unterschiedlich bezahlt werden, in denen gleich viel Männer wie Frauen arbeiten, ist das plötzlich kein Problem mehr.

Nehmen wir an, nach einer gesetzlich verordneten Angleichung der Löhne der Krankenschwestern an die der Müllwerker wollen die Müllwerker die Bezahlung abermals verbessern und organisieren einen Streik, mit dem Risiko, dass die Aktion auch nach hinten losgehen könnte. Nun haben sie damit aber Erfolg und der Lohn wird nach oben angepasst. Feministinnen würden jetzt verlangen, dass deswegen die Löhne der Krankenschwestern mit nach oben angepasst würden, obwohl die keinen Finger gerührt haben. Ist das gerecht? Ich finde, nicht.

Gruß
Gismatis


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