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Wahrhaft netter Sprengstoff!

Radfahrer @, Freitag, 05. Dezember 2014, 18:48 (vor 1778 Tagen) @ HansG

Der Text ist unter geschlechterpolitischen Gesichtspunkten gar nicht uninteressant. Ein paar Zitate aus dem Blogartikel des Autonomen Frauen- und Lesbenreferats (ALFR) Marburg:

Die Ereignisbeschreibungen in dem Text [gemeint ist der Blogeintrag selbst, Radfahrer] beziehen sich nicht auf Marburg, was den Inhalt nicht weniger relevant für die Strukturen hier vor Ort macht. Wir als Autonomes FrauenLesbenReferat finden es unabdingbar, auf Gewalt in linken und feministischen Kontext hinzuweisen. Auseinandersetzung und Konfrontationen mit Gewalt gegen Frauen* ist immer und überall notwendig.

Also wird ein einzelnes "Ereignis" extrapoliert als "relevant für die Strukturen". Typisch für idelologisierte Aussagen, denen eine breite Faktenbasis fehlt.
Immerhin wird hier noch eingeräumt, dass es in feministischen Kreisen Gewalt gibt. Wobei gleich dahingehend relativiert wird, dass nur die Gewalt gegen Frauen eine Auseinandersetzung und Konfrontation verdient.
(auf die Glorifizierung von Gewalt, die Frauen an Männern verüben, wird im vorliegenden Text dankenswerterweise verzichtet; an Beispielen aus der feminisitischen Literatur von Alive Schwarzer bis Waris Dirie mangelt es eh nicht)

Der Widerspruch zwischen der forschenden Person Hinrich Rosenbrock, die öffentlich betont, dass er sich für feministische Ziele einsetzt und der privaten Person, die häusliche Gewalt ausübt, ist ein Skandal.

Vorausgesetzt, die beschriebenen Ereignisse haben sich tatsächlich geeignet, wären sie doch gerade ein typisches Beispiel dafür, dass eine strukturelle Gewaltverherrlichung sich auf das Handeln des Individuums auswirken kann. Wenn ich als Mann jahrelang meine Brötchen im Institut einer bekennenden Männerhasserin hätte verdienen müssen, mit dem öffentlichen Verbreiten von Ressentiments gegen meinesgleichen, dann wäre ich ausgetickt, wie auch immer. Dass ALFR das (angebliche) individuelle Handeln skandalisiert und nicht den eigentlichen Skandal, nämlich den strukturellen Hass im Hause seiner Arbeitgeberin, ist ein weiteres Zeichen dafür, dass der institutionalisierte Feminismus die bestehenden Macht- und Gewaltstrukturen mitnichten kritisiert, sondern vielmehr aktiv stützt.

Wir leben in einem System, das die Täter schützt. Institutionen fördern Hinrich Rosenbrock, empfehlen ihn als Referenten.

Erst einmal ein prima rhetorischer Trick: es soll suggeriert werden, dass unter mach feministischem Anstrich in Wirklichkeit partriarchale Strukturen wüten(**). Dabei sind es ausschließlich (radikal-)feministische Strukturen, die Herrn Rosenbrock gefördert, empfohlen, gehyped haben. Weil er mitgemacht hat, Hass gegen Männer zu schüren und gegen die wenigen, die für Männeranliegen und wahre Gleichberechtigung den Mund aufmachen.

Andererseits leben wir wirklich in einem System, das die Täter(*) schützt.

Zuerst nenne ich Herrn Rosenbrock selbst, der nachweislich, öffentlich und sogar schriftlich - im Schutze des Systems - unschuldige Menschenrechtler in die Nähe rechtsradikaler Massenmörder gelogen hat und damit nicht nur Rufschädigung in übelster Form betrieben, sondern auch die Gräuel verharmlost hat, die am rechten Rand unserer Gesellschaft leider statt finden.

Dann nenne ich die vielen Täter(*), die - im Schutze des Systems - durch Falschbeschuldigungen und Vortäuschung von Straftaten das soziale und oft das seelische Leben ihrer Opfer ruinieren.

Und die vielen Täter(*), die - im Schutze des Systems - mit großer finanzieller und medialer Macht und oft auf Kosten der Steuerzahler Hass auf und Ausgrenzung von denjenigen säen, die nicht zu jedem politischen Wahnprojekt Ja sagen. Zumindest unter diesem Aspekt ist unser ALFR auch Täter(*).

Wer im Fall Rosenbrock vs. ALFR der Täter ist, lässt sich an Hand der bekannten Fakten unmöglich sagen. Stecken wir sie in einen Sack und hauen drauf; es trifft sicher keinen Unschuldigen.

Grüßle, Radfahrer

(*) ich schulde es meinem Sprachempfinden, das generische Maskulinum inklusiv zu verwenden; die zahlreichen Frauen unter den Tätern sind selbstredend mitgemeint

(**)auch ich sehe Anzeichen dafür, dass der feministische und der wirtschaftspolitische Machtapparat sich gegenseitig stabilisieren. Aber ich presse die beiden nicht in ein Gut-Böse-Schema (sondern in ein Böse-Böse-Schema :-) ).


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