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Schon wieder im TV: wenn Frauen ihre Kinder töten, haben sie edlere Motive als Männer, die das gleiche tun.

gewege, Donnerstag, 06. November 2014, 21:34 (vor 1686 Tagen) @ Friedhardt

Das war eine Sendung mit Schieflage, wie sie bei umgekehrten Geschlechterrollen nie gelaufen wäre. Vor allem fiel die Gerichtsgutachterin Heidi (eigentlich Adelheid) Kastner durch ihre harte, völlig empathiefreie Haltung auf. Mir kam mal in den Sinn, als sie redete, dass ihr der Männerhass schon aus den Ohren kommt, allerdings weiß ich nicht, ob sie sich Verbrecherinnen gegenüber auch so stellt. Es gibt ein Buch von ihr „Täter Väter: Väter als Täter am eigenen Kind“. Bettina Röhl attestierte ihr „Herzlosigkeit, Kälte, Unsensibilität und tatsächlich offenbar schwere intellektuelle und emotionale Schwächen […].“ ( http://www.welt.de/debatte/weblogs/Sex-Macht-und-Politik/article6065906/Eine-Gutachterin-im-Josef-Fritzl-Rausch.html ), in einem anderen Zusammenhang, was nicht heißt, dass es hier nicht auch gültig wäre.

Bei Frauen wäre oft eine tiefe Depression Ursache für den erweiterten Suizid, wurde verlautet, bei Männern verletztes Selbstwertgefühl. Wenn ein verletztes Selbstwertgefühl bei Frauen Diskussionsthema wäre, würde man keine Gesellschaftsveränderung undiskutiert lassen, damit das Selbstwertgefühl der Frauen intakt bleiben könnte. Hier wurde überhaupt nichts hinterfragt, im Gegenteil, völliges Unverständnis und absolute Verurteilung dominierten.

Ein Satz der Hinterbliebenen ist bei mir hängengeblieben: „für mich war klar: ich brauche ihn nicht mehr, um mich und mein Kind zu ernähren, und das hat ihn, glaube ich, unsäglich in seinem Stolz verletzt“.

Ein Lichtblick war für mich Andreas Schmidt, der im Tatort den Familienvater spielte.

Gerhard


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