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Dazu müsste man den Pargraphen gerade nicht ändern

Michael K., Montag, 21. Juli 2014, 15:35 (vor 1886 Tagen) @ Roslin
bearbeitet von Michael K., Montag, 21. Juli 2014, 15:58

wie ein Affekt bewiesen/widerlegt werden soll, ist natürlich auch völlig unklar).


Sehr schlicht:

Bei einer Frau, die ihren Mann tötet, wird man eine Affekttat unterstellen ("Sie musste sich von ihrem Unterdrücker befreien!")

Bei einem Mann wird man niedrige Beweggründe unterstellen, denn er muss sich ja nicht von einem SCHWACHEN Weib befreien. Er hätte ja nur die Partnerschaft verlassen müssen.

Es ist naiv, anzunehmen, hier würden Frauen und Männer mit dem gleichen Maßstab gemessen. Die Gesetzesänderung eröffnet genau den Ermessensspielraum, der für die Ungleichbehandlung gebraucht wird.

Hmm.. das, was Du hier prognostizierst, ginge ja jetzt schon, dazu bräuchte es keinerlei Änderung des Paragraphen.
Mit dem aktuellen Mordparagraphen könnte ein/e krass misandrische Richer/in auch einfach (wie Du ja schriebst) die niedrigen Beweggünde bei Männern unterstellen und bei Frauen nicht. Oder es könnte auch Notwehr ungleich zugebilligt werden.

Was Maas laut Süddeutscher vorschlägt, ist vom Deutschen Anwaltsverein vorformuliert und würde ja, wenn es tatsächlich so umgesetzt würde, genau diese willkürliche Schuldzuweisung durch Richter/innen mittels täterbezogener Etikettierung deutlich erschweren.

Zudem will Maas offenbar den 'Affekt' bewerten lassen. Wenn das eingeführt würde, müssten Staatsanwaltschaften und Richter ja für ein 'Lebenslänglich'-Urteil regelmäßig einen Affekt WIDERLEGEN (in dubio pro reo). Es könnte jeder gute Anwalt erstmal auf einen Affekt abzielen, wenn dies so gesetzlich festgelegt wäre. Das Gericht müsste diesen zweifelsfrei widerlegen. Maas wird hier selbst völlig unlogisch, da er die Nazibegriffe im aktuellen Mordparagraphen als zu unklar kritisiert (zu recht), aber dann einen noch unklareren Begriff einführen will. Auch diese Art der Unlogik ist meiner Meinung nach typische sozialistische 'Dialektik'.


Damit würde eine solche Maas-Reform die Situation bezüglich des 'Haustyrannen-Dilemmas' gerade nicht ändern.


Oh doch.

Für Frauen wird sich die Situation sehr wohl ändern: sie können gefahrloser ihre Männer entsorgen.

Nicht, wenn das so umgesetzt würde, wie Maas behauptet. Genaues weiß man (aufgrund der widersprüchlichen Versprechen (eben der 'Dialektik')) erst, wenn das Gesetzt auf dem Tisch liegt und in den Medien steht. Eine typische staatliche 'Wundertüte' eben, allerdings sind diese oft mit vielen Nieten und unerwünschten 'Geschenken' versehen.

Neben Scheidung auf Zuruf nun noch eine ultimative Notfalllösung für ganz besondere Fälle.

Sicher eine Waffe, die nur selten zur Anwendung kommt, aber gut zu wissen, wenn auch vielleicht nur "hintergründig", sie im Arsenal zu haben.

Das empauert und ich glaube, genau das soll es auch.

Für Männer wird sich nicht viel ändern.

Sie waren vorher feige Mörder und werden es bleiben.

Das würde eine Reform, die den Mordparagraphen wirklich rein tatbezogen ausgestaltet, ja gerade verhindern.
Auch die anderen von Dir beschriebenen Konsequenzen würden dann eher eingeschränkt.

Außer, dass sie wissen werden, allmählich, wieviel Macht die Frau, mit der sie zusammenleben, über sie haben wird, buchstäblich nun auch eine auf Leben und Tod.

Ist Scheidung schon eine Angelegenheit, bei der Männer, besonders Väter, sehr viel mehr zu verlieren haben als Frauen, sehr viel erpressbarer sind, so tritt nun ein weiterer Faktor der Deprivilegierung des Mannes in der Ehe hinzu: Das wird die "Kompromissfindung" beim Zusammenleben für die Frau erleichtern.

Für Männer ist unter den herrschenden feministisch-femizentrischen Bedingungen, die sich immer weiter zugunsten der Frauen verschieben, bereits jetzt eine Partnerschaft auf Augenhöhe kaum noch führbar.

Wir nähern uns dem matriarchalen Familienideal, die Frau als Oberhaupt, der Mann als ihr Lifestyle-Accessoire, beliebig zuwählbar und entsorgbar.

Ich sehe wenig andere Möglichkeiten für Männer als auf Ehe und Vaterschaft unter diesen Bedingungen zu verzichten.

Ehe und Vaterschaft machen sie nur noch erpressbarer, unterworfen den Interessen der Frau/des Staates = dem Verbündeten der Frau.

Wie soll da ein gleichberechtigtes Aushandeln der "Terms of Trade" für Männer überhaupt noch möglich sein?

Wenn die eine Seite immer mehr Macht bekommt, mit der Staatsmacht im Rücken am Verhandlungstisch sitzt?

Paranoia?

Nicht, wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahrzehnte im Zusammenhang ansieht und das, was sich im Bundesverfassungsgericht abspielt, hinzufügt.

Es gibt aber auch eine Entwicklung in die andere Richtung, ich denke, dass immer weniger seriöse Richter (und auch Richterinnen) Interesse haben, sich zu Erfüllungsgehilfen dubioser aktueller politischer Strömungen oder sogar politischer Hetze machen zu lassen. Vielleicht kommen sogar manche intelligentere Polizisten irgendwann einmal auf diesen Trichter.


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