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Du wirst staunen, wie einfach das geht

Roslin, Montag, 21. Juli 2014, 15:01 (vor 1823 Tagen) @ Michael K.
bearbeitet von Roslin, Montag, 21. Juli 2014, 15:10

wie ein Affekt bewiesen/widerlegt werden soll, ist natürlich auch völlig unklar).

Sehr schlicht:

Bei einer Frau, die ihren Mann tötet, wird man eine Affekttat unterstellen ("Sie musste sich von ihrem Unterdrücker befreien!")

Bei einem Mann wird man niedrige Beweggründe unterstellen, denn er muss sich ja nicht von einem SCHWACHEN Weib befreien. Er hätte ja nur die Partnerschaft verlassen müssen.

Es ist naiv, anzunehmen, hier würden Frauen und Männer mit dem gleichen Maßstab gemessen. Die Gesetzesänderung eröffnet genau den Ermessensspielraum, der für die Ungleichbehandlung gebraucht wird.

Damit würde eine solche Maas-Reform die Situation bezüglich des 'Haustyrannen-Dilemmas' gerade nicht ändern.

Oh doch.

Für Frauen wird sich die Situation sehr wohl ändern: sie können gefahrloser ihre Männer entsorgen.

Neben Scheidung auf Zuruf nun noch eine ultimative Notfalllösung für ganz besondere Fälle.

Sicher eine Waffe, die nur selten zur Anwendung kommt, aber gut zu wissen, wenn auch vielleicht nur "hintergründig", sie im Arsenal zu haben.

Das empauert und ich glaube, genau das soll es auch.

Für Männer wird sich nicht viel ändern.

Sie waren vorher feige Mörder und werden es bleiben.

Außer, dass sie wissen werden, allmählich, wieviel Macht die Frau, mit der sie zusammenleben, über sie haben wird, buchstäblich nun auch eine auf Leben und Tod.

Ist Scheidung schon eine Angelegenheit, bei der Männer, besonders Väter, sehr viel mehr zu verlieren haben als Frauen, sehr viel erpressbarer sind, so tritt nun ein weiterer Faktor der Deprivilegierung des Mannes in der Ehe hinzu: Das wird die "Kompromissfindung" beim Zusammenleben für die Frau erleichtern.

Für Männer ist unter den herrschenden feministisch-femizentrischen Bedingungen, die sich immer weiter zugunsten der Frauen verschieben, bereits jetzt eine Partnerschaft auf Augenhöhe kaum noch führbar.

Wir nähern uns dem matriarchalen Familienideal, die Frau als Oberhaupt, der Mann als ihr Lifestyle-Accessoire, beliebig zuwählbar und entsorgbar.

Ich sehe wenig andere Möglichkeiten für Männer als auf Ehe und Vaterschaft unter diesen Bedingungen zu verzichten.

Ehe und Vaterschaft machen sie nur noch erpressbarer, unterworfen den Interessen der Frau/des Staates = dem Verbündeten der Frau.

Wie soll da ein gleichberechtigtes Aushandeln der "Terms of Trade" für Männer überhaupt noch möglich sein?

Wenn die eine Seite immer mehr Macht bekommt, mit der Staatsmacht im Rücken am Verhandlungstisch sitzt?

Paranoia?

Nicht, wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahrzehnte im Zusammenhang ansieht und das, was sich im Bundesverfassungsgericht abspielt, hinzufügt.


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