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Der schwierige Kampf gegen die eigene Disposition.

Michael K., Freitag, 31. Januar 2014, 10:58 (vor 2000 Tagen) @ adler
bearbeitet von Michael K., Freitag, 31. Januar 2014, 11:03

Spruch "Ein Indianer kennt keinen Schmerz", der noch immer nachwirkt: Ein Mann müsse alles "im Griff" haben und dürfe nicht klagen, sonst verliere er an Männlichkeit.

Richtig! Deswegen werden "Jammerlappen" auch nicht ernst genommen. Es spielt einfach keine Rolle ob sie Recht haben. Es passt einfach nicht in die, plötzlich erwünschte, Rolle.


Das Grundproblem. Männer dürfen einfach nicht klagen. Und das ist genetisch bedingt.

Die Evolution des Menschen dauert mindestens schon 40.000 Jahre. Das ist eine andere Zahl als das Gejammere, dass nach soundsovielen Jährchen Emanzipationsgetue, der zum heldinnenhaften Kampf hochstilisiert wird, Frauen |noch immer - immer noch| sich nicht in Führungspositionen breitmachen konnten und Männer |noch immer - immer noch| BlaBlaBlupp...

Vor 40.000 Jahren, da gab es keine großen Städte nur kleine Grüppchen zogen durch die Urwälder und mussten ums Überleben kämpfen, dh schauen, wo es was zum Essen gibt, um nicht zu verhungern und sich durchsetzen gegen andere Grüppchen, die einem die saftigen Weidegründe streitig machten, weil sie auch nicht verhungern wollten.

Das halte ich für höchst spekulativ. Wir wissen nicht, wie es früher wirklich war.
Ich selbst glaube nicht an die Geschichten, die unsere Vorfahren als in Rudeln im Wald umherstreifende gruppenfixierte Kreaturen schildern.
Zum Thema Evolution: Der Mensch als Krone der Schöpfung ist ja insbesondere dazu in der Lage, sich von allen evolutionären Zwängen freizumachen. Den meisten Menschen ist die 'Erhaltung ihrer Art' egal, sondern es geht um Selbstverwirklichung. Ironischerweise hat sich trotzdem die Menschheit recht gut gehalten. Nun kann man natürlich wieder argumentieren, dass die Freude an Kindern möglicherweise genetisch festgelegt ist. Usw. - eine schwierige Diskussion, erinnert an die Erörterung der Frage, ob die Henne oder das Ei zuerst da war.

Ich denke nicht, dass es eine spezielle genetische Disposition 'des Mannes' in Richtung Duldsamkeit gibt. Ich habe schon oft gelesen, dass Frauen duldsamer gegenüber miserablen Arbeitsverhältnissen seien als Männer.

Frauen trugen ihren Teil zum Überleben der Gruppe dadurch bei, dass sie Kinder gebären konnten. Das aber nur 1x im Jahr. Fällt eine Frau aus, dann ist das Überleben der Gruppe gefährdet, weil diese eine Frau keine Kinder mehr gebären kann. Deshalb ist sie unersetzbar und auch biologisch wertvoller. Das ist in diesem Falle keine Wertung von mir, sondern ein absolut richtiger faktenbasierender wissenschaftlicher Begriff.

Daher ist eine Frau immer schützenswert gewesen, auch wenn sie sonst nichts zum Erhalt der Gemeinschaft beitrug und also nur auf der faulen Haut lag und sich bedienen ließ.

Was machte nun einen Mann wertvoll für die Gemeinschaft? Da er keine Kinder gebären kann, muss er sich anderswie für die Gemeinschaft Verdienste erweisen. Ein Mann, der ausfällt im Kampf um die guten Weidegründe oder dem Kampf gegen Mammuts zur Fleischbeschaffung mit lächerlichen Waffen oder dem Säbelzahntiger, der die Gemeinschaft bedrohte, der ist biologisch leicht zu ersetzen, wenn er bei seiner gefährlichen Tätigkeit ums Leben kommt. Wenn der eine Mann ausfällt, dann macht das nichts. Der Überlebende kann leicht auch mehrere Frauen schwängern. Aber ohne Essen zB nach der Vertreibung aus den guten Weidegründen durch eine angreifende fremde Sippe, stirbt die Gemeinschaft und ihr Erbgut ist verschwunden. Das Erbgut der ganzen Sippe!

Weil er aber leicht zu ersetzen ist, musste auch er diese lebensgefährliche, aber notwendigen Aufgaben übernehmen, während die Frauen zu hüten sind, wie der eigene Augapfel.

Wie gesagt, dauerte diese Evolution zigtausende Jahre. Es wird aber schon bei den verwandten Primaten so gewesen sein, bevor sich der Homo Sapiens abzweigte und auf den Weg machte. Deshalb reden wir jetzt von 100.000en von Jahren Evolution.

Ob das alles so war, bezweifle ich. Und ich gebe zu bedenken: Auch bei Tieren (insbesondere bei Affen!) ist es keinesfalls immer so organisiert wie von Dir beschrieben.

Ganz klar gab es da Spezialisierungen in diesen Zeitläuften. Jeder tat das, was er/sie am besten kann. Frau gebiert Kinder und spezialisiert sich darauf, wird genetisch darauf optimiert. Eine Frau ist schon per se, durch ihr eigentliches Vorhandensein, ein Gewinn und Überlebensgarantie für die Gemeinschaft. Der Mann muss aber etwas leisten, um Anerkennung zu finden.

Der Wert der Frau liegt in ihrer Natur. Sie kann Kinder kriegen und leistet alleine dadurch ihren Beitrag zum Erhalt der Sippe.
Der Mann wird darauf optimiert, diese Gemeinschaft, Frau und Kinder zu versorgen und zu beschützen. Er kämpft gegen Feinde, wenn sie der Sippe die guten Weideplätze wegnehmen will oder verjagt andere Sippen. Er verteidigt Frau und Kind gegen wilde Tiere und tritt ihnen mit lächerlichen Waffen todesmutig entgegen um Nahrung zu beschaffen. Er muss Überschuss erwirtschaften, sonst ist er nichts wert für die Gemeinschaft.

Eine sonst nutzlose Frau kann Kinder gebären. Fällt sie aus, dann fällt sie für die Evolution in allen nachfolgenden Generationen aus. Sie ist auf jeden Fall zu schützen!

Ein Mann, der keinen Mehrwert für die Gemeinschaft, heute Gesellschaft, erwirtschaftet, der ist ein nutzloser Mitesser und wird verachtet. Von Mann UND Frau! Er hat kein Lebensrecht, weil er die Gemeinschaft schwächt. Seinen und von Beta bis Epsylon biologischen Teil, die Zeugung, kann ein anderer, stärkerer vielfach übernehmen und so wird Alpha den Beta und dieser den Gamma Mann verstoßen.

Diese Evolutionsdiktatur ist menschenverachtend, das stellst Du sehr gut dar.
In der Regel ist Sozialismus gar nicht weit von diesem Denken entfernt. Daher führt real existierender Sozialismus auch direkt in die Diktatur und in den Arbeitszwang.

Ich denke in der Tat, dass der Mensch NICHT genetisch zu einer solchen Lebensweise prädestiniert ist, sondern ganz im Gegenteil wie keine andere 'Art' dazu befähigt ist, sich von evolutionsdominiertem Denken freizumachen, ja, sich vom Diktat des Darwinismus zu emanzipieren.

Vielmehr ist das Problem der geschlechtsspezifischen Benachteiligungen meiner Meinung nach ein nahezu rein politisches und gesellschaftliches Thema.


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