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Das geheimnisvolle Schweigen der Männer

Sandal Tolk, Donnerstag, 30. Januar 2014, 22:01 (vor 2000 Tagen) @ Viktor

... Daher ist die Schwelle bei Diskriminierungen, ab der Männer ihre Benachteiligungsprobleme nicht leugnen/verdrängen, sondern politisch aktiv werden, weitaus höher als bei den weniger "geduldigen" Frauen.

Die Frage ist doch, ob die Männer aktiv werden.

Da hatte sich eine Dame, Frau Elke Buhr, im Artikel "Minderheit Mann" in fr-online am 27.04.2007 über die Männer lustig gemacht.

Hier einige High-Lights aus der damaligen Häme:
"Bislang gelten die Frauen als die größte Minderheit in Deutschland. Zwar stellen sie 51 Prozent der Bevölkerung und so zahlenmäßig die Mehrheit. Aber ihre strukturelle Benachteiligung, was Einkommen und gesellschaftliche Macht angeht, ist vielfach belegt. Neuerdings aber macht eine neue Minderheit ihnen den Rang streitig: die Männer.

Zunächst waren es nur die kleinen Jungs, deren schlechte Situation man diagnostizierte: In der Schule sind die bewegungshungrigen kleinen Zappelmänner gegenüber den anpassungsfähigeren Mädchen die Verlierer, sie haben schlechtere Noten und schaffen häufiger keinen Abschluss. Die Bildungskatastrophe ist
männlichen Geschlechts. Doch langsam erweitert sich die Diagnose. "Wir brauchen Frauenthemen!", heißt es zur Zeit fast panisch in den großen Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen. Denn der Marktforschung ist aufgefallen, dass Sie am Kiosk bestimmt, was gekauft wird."

"Es gibt noch andere Indikatoren für die Verweiblichung der Gesellschaft. Es sind mehrheitlich die Frauen, die das kulturelle Leben aufrecht erhalten - sie stellen die Mehrheit des Lese- und Theaterpublikums, für sie öffnen die Museen. Der gesamte Konsummarkt gehört den Frauen: Im Alltag entscheiden sie, was gekauft wird, egal ob Sofa, Pastasorte und zunehmend auch Automarke. Und dass ihre sozialen Kompetenzen der modernen Arbeitswelt ideal entsprechen, ist sowieso klar. Sieg auf der ganzen Linie also. Nur mag bei vielen Frauen das Triumphgefühl darüber noch nicht so recht ausbrechen. Sie sind einfach zu sehr damit beschäftigt, einen Krippenplatz für die Kinder ihrer vollzeit-beschäftigten Männer zu suchen, oder damit, sich darüber zu ärgern, dass die Chefs der von ihnen gekauften Zeitschrift immer noch Männer sind, genauso wie die Intendanten ihrer Stadttheater.

Aber die die Diagnose von der Verweiblichung der Gesellschaft stammt ja auch nicht von siegreichen Emanzen, sondern von zwei Männern, die sich mit dem Rücken zur Wand fühlen: den beiden Journalisten Andreas und Stephan Lebert. In ihrem neuen Buch nehmen sie sich der traurigen Lage ihrer Geschlechtsgenossen mit breitbeinigen Thesen an. Während die Frauen sich weiter entwickelten, stünden die Männer daneben und spielen dumpf mit ihren Handys. Während die Frauen seit Jahrzehnten eine lebendige Debatte über ihre Rollenmodelle führten, hätten die Männer keine positive Definition ihrer selbst mehr. Der Mann, so die Brüder Lebert, steckt in einer Identitätskrise." ("Anleitung zum Männlichsein" heisst das Büchlein)

"Aus weiblicher Sicht ist ein gewisses Entwicklungsdefizit beim Mann also unübersehbar. Wenn jetzt auch die Männer selbstkritisch in diese Diskussion einsteigen, kann frau das nur begrüßen - mit schönem Gruß von Minderheit zu Minderheit. Man muss ja nicht gleich Männerquoten einführen."

Gegen diese Häme hat sich ein Mann mit erheblicher Kritik an die FR gewandt. Dieser Schwachmaten-Artikel ist verschwunden, die Blog-Diskussion ist geblieben.

Wenn jeder so aktiv werden würde, würden wir eine vollkommen andere Diskussionskultur haben.

Schweigen ist nicht Gold! Nicht beim Feminismus!

Gruß
Michael

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".. why was it so rare for a hundred women to get together and build a ship ..., whereas men have fairly regularly done such things?" Roy Baumeister. Männer haben aber kaum für ihre Rechte als Väter gekämpft. Es ist Zeit, das zu ändern!


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